Nach sechs Stunden haben rund dreissig Beamte der deutschen Polizei mit der Räumung der Lastwagensperre am Autobahn-Grenzübergang Basel/Weil am Rhein begonnen. Vierzehn Greenpeace-AktivistInnen sind festgenommen worden.

Basel/Weil am Rhein. Greenpeace-AktivistInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben heute morgen mit einer „Stop dem EU-Transitterror“-Barrikade beim Autobahnzoll Basel/Weil am Rhein die Schweizer Grenze für Lastwagen dichtgemacht. Die Protestaktion richtete sich gegen die zunehmende Lastwagen-Transitlawine aus der EU und die schleichende Aufhebung der 28-Tonnen-Gewichtslimite durch die Schweizer Behörden. Der 1994 von den Schweizer Stimmmberechtigen angenommene Alpenschutz-Artikel verlangt eine Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene. Die in der Schweiz geltende 28-Tonnen-Limite für Lastwagen schützt unser Land vor der EU-Transitlawine. Sie darf erst dann gelockert werden, wenn der Alpenschutz-Artikel umgesetzt und eine wirksame, d.h. effektiv verkehrsumlagernde Schwerverkehrsabgabe (LSVA) in Kraft ist. Die EU drängt auf eine rasche Beseitigung der Gewichtsbeschränkung und stellt sich gegen die Kostenwahrheit zwischen Schiene und Strasse. Gemäss Prognosen des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft wird der Güterverkehr durch die Schweiz bis ins Jahr 2010 um 63 Prozent zunehmen. Damit werden allein vom Treibhausgas CO2 1,5 Mio. Tonnen mehr ausgestossen.


Kontakt:
Judith Bucher, Koordinatorin der Verkehrskampagne 01 / 447 41 41