Die Besetzung der Werkstore des AKW Mühleberg durch Greenpeace wird nach wie vor aufrechterhalten. Nach Angaben der Bernischen Kraftwerke BKW sind am Morgen 600 Arbeitskräfte 2 Stunden lang von der Arbeit abgehalten worden, bevor sie durch ein von den Kraftwerksbetreibern geschnittenes Loch im Zaun auf das Gelände gelangen konnten. Allerdings ist das Kraftwerk bloss zu Fuss erreichbar. Für die Revisionsarbeiten benötigtes Material kann nach wie vor nicht angeliefert werden. Mit ihrem Ausharren bekräftigten die AktivistInnen die Forderung, dass das AKW Mühleberg nach der Revision nicht mehr ans Netz gehen darf, sondern stillgelegt werden muss.

Mühleberg. Laut BKW-eigenen Angaben seien 600 MitarbeiterInnen des Kraftwerkes und von Drittfirmen während zweier Stunden an der Arbeit gehindert worden. Um ihnen die Zeit zu verkürzen, schenkten die Greenpeace-AktivistInnen Kaffee aus und verteilten Gipfeli. Mit der Polizei ist es zu keinen Zwischenfällen gekommen. Sie hat die Personalien der BesetzerInnen aufgenommen und sich nachher wieder zurückgezogen. Die AktivistInnen bleiben nach wie vor an die Werkstore gekettet, um Materiallieferungen ins Kraftwerk unmöglich zu machen. In einer Mitteilung logen die BKW den Medien vor, Greenpeace habe gleichzeitig «die Mitarbeiter der Nachtschicht am Verlassen der Anlage gehindert». Dies ist nachweislich falsch. Denn der Kraftwerksleitung wurde zu Aktionsbeginn schriftlich mitgeteilt, dass niemand am Verlassen des Kraftwerksareals gehindert werde. Das Lastwagentor stehe allen offen, die den Altreaktor verlassen wollen. Allerdings mochte in den ersten Stunden niemand unter den Angestellten von diesem Angebot Gebrauch zu machen.

Kontakt:
Ueli Müller, Koordinator der Atomkampagne 01 / 447 41 41