Greenpeace-AktivistInnen haben heute Botschaften von Amnesty International, Public Eye, Attac Schweiz, Konzernverantwortungsinitiative, Greenpeace und anderen Organisationen auf die WEF-nahe Gebirgsflanke projiziert. Sie rufen die in Davos versammelte globale Wirtschafts- und Politelite zu einem Systemwechsel auf; weg von einem System, das Ungleichheit fördert, die Umwelt zerstört, die Menschenrechte bedroht und zu Ungerechtigkeit führt. [1]

«Unsere Botschaften erzählen eine gemeinsame Wahrheit. Das aktuelle Wirtschaftssystem ist schwerkrank. Unternehmen, die ihren Profit mit der Ausbeutung von Menschen und des Planeten erzielen, müssen gestoppt werden», sagt Jennifer Morgan, Geschäftsleiterin von Greenpeace International. Der am WEF teilnehmende US-Präsident Donald Trump ist die Personifizierung dieses Systems, von dem wenige auf Kosten von vielen profitieren und das die Interessen von Umweltverschmutzern priorisiert. Es ist Zeit, dass die WEF-Elite aufwacht und den fundamentalen Systemwechsel aufgleist, der nötig ist, um einen lebenswerten Planeten für alle zu gestalten.»

Die Zivilgesellschaft hat in Davos erneut auf verschiedene Missstände aufmerksam gemacht. Der Greenpeace-Bericht «Gerechtigkeit für Mensch und Planet» dokumentiert die systembedingten Gründe für diese Missstände – und zeigt, wie sie behoben werden können. Die Analyse von 20 konkreten Fällen macht deutlich, wie Konzerne die Unternehmens-Gesetzgebung, Steuer- und Investitionsabkommen, ihre Lobbymacht und Schlupflöcher in der internationalen Gesetzgebung missbraucht haben, um auf Kosten von Menschenrechten und der Umwelt Profit zu machen. 20 der in der Studie insgesamt erwähnten Konzerne sind offizielle Sponsoring-Partner oder Teilnehmer des WEF, darunter Schweizer Konzerne wie Glencore, Nestlé und Novartis.[2]

Die von Greenpeace geforderten Konzernverantwortungs-Prinzipien beinhalten unter anderem die Forderungen «Konzerne und deren Führungskräfte haftbar machen für Umweltschäden oder Menschenrechtsverletzungen im In- und Ausland» und «Konzernen verbindliche Sorgfaltsprüfungspflichten bezüglich Mensch und Umwelt auferlegen» sowie «Von Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen betroffenen Menschen auch im Firmen-Herkunftsland Zugang zu Wiedergutmachung und Gerichtsbarkeit gewährleisten».

Diese Forderungen entsprechen einem weltweiten Trend und stimmen auch mit der Konzernverantwortungsinitiative überein, über die das Schweizervolk möglicherweise schon Ende dieses Jahres abstimmen wird.[3]

Foto und Video zum Download: http://media.greenpeace.org/collection/27MZIFJX3QB3Y

Kontakt:

Jennifer Morgan (in Davos)

Via Leola Abraham +31 6 46 16 20 12, leola.abraham@greenpeace.org

Matthias Wüthrich, Leiter der internationalen Konzernverantwortungs-Kampagne, Greenpeace Schweiz, +41 79 704 84 09, matthias.wuethrich@greenpeace.org (in Davos)

Greenpeace International Press Desk, +31 20 718 24 70, pressdesk.int@greenpeace.org

 

Weiterführende Informationen:

 

[1] Die projizierten Botschaften:

  • Amnesty International: Cold? You’re not the only one…#refugeeswelcome
  • European Trade Union Confederation (ETUC): Tackle inequality: Fair Pay & Jobs for All
  • Fight Inequality Alliance: End the Age of Greed #fightinequality
  • Greenpeace: Justice for People and Planet #justice #resist, Planet Earth First #justice #resist
  • International Trade Union Confederation (ITUC): Change the Rules
  • Public Eye: Governments, don’t shmooze with corporations (regulate them)!
  • Attac Schweiz: Robin Hood Tax for Global Social Justice
  • Swiss Coalition for Corporate Justice (Konzernverantwortungsinitiative KoVI): Konzerne: Menschenrechte & Umwelt respektieren! Multinationales: Stop aux Abus!

[2] https://www.greenpeace.ch/medienmitteilungen/wef-2018-greenpeace-aktivistinnen-bringen-gerechtigkeit-nach-davos/

[3] http://www.konzern-initiative.ch/