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Vision Landwirtschaft

Zeit für einen Kurswechsel


Die Landwirtschaftspolitik muss den Willen der Bevölkerung ernst nehmen und eine ökologische und tiergerechte Produktion konsequent fördern. Die Mittel dazu sind vorhanden – doch sie müssen richtig eingesetzt werden.

Fordere im Rahmen der Vernehmlassung zur Agrarpolitik 22+ eine konsequente Umorientierung der Landwirtschaftspolitik.

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Die Kehrseiten der Hochleistung


Die Landwirtschaft ist die grösste Landnutzerin in der Schweiz. Doch die heutige Bewirtschaftung belastet Mensch und Umwelt. Die Massentierhaltung degradiert Millionen von Tieren zu reinen Fleischlieferanten.

Die Landwirtschaft verfehlt die vom Bund vorgegebenen Umweltziele weiterhin klar – namentlich bei der biologischen Vielfalt, bei den Stickstoff- und Phosphorüberschüssen, bei den Ammoniakemissionen und bei der Wasserqualität. Mit der heutigen Nahrungsmittelproduktion lassen sich diese Ziele auch nicht erreichen.

Broschüre herunterladen (PDF)

Unsere Vision ist TOP


Wir fordern, dass die Schweizer Bäuerinnen und Bauern bis 2050 flächendeckend auf eine tiergerechte und ökologische Produktion (TOP) umstellen. Im Rahmen der Vernehmlassung zur Agrarpolitik 22+ können wir die Weichen dafür stellen.

Fordere deshalb eine konsequente Umorientierung der Landwirtschaftspolitik.

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Mehr Raum für die Natur.

Ein Viertel der bisherigen Agrarfläche wird nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion genutzt. Es handelt sich insbesondere um wenig ertragreiche Flächen in den Alpen, auf denen sich wieder eine artenreiche Flora und Fauna einstellt.

Sauberes Wasser.

Nach der vollflächigen Umstellung auf TOP werden nur noch halb so viele Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Es gelangen keine chemisch-synthetische Pestizide oder deren Abbauprodukte in Flüsse, Seen und ins Grundwasser.

Entlastetes Klima.

Der Tierbestand geht in der Schweiz um zwei Drittel zurück. Dementsprechend vermindern sich auch die negativen Folgen für das Klima. Die ernährungsbedingten Treibhausgas-Emissionen heute sind hauptsächlich eine Folge unseres Fleischkonsums.

Artgerechte Tierhaltung.

Alle Nutztiere leben artgerecht und haben Auslauf auf Weiden. Die Rinderhaltung bleibt verbreitet. Die Massentierhaltung verschwindet und es werden insgesamt viel weniger Tiere geschlachtet als heute. Schweine und Hühner werden nur noch wenige gehalten, da sie nicht von Gras allein leben und ihre Futtermittel stark beschränkt werden.

Fruchtbare Böden.

Das gesamte Kulturland wird weniger intensiv bewirtschaftet und der Ackerbau auf die am besten geeigneten Böden beschränkt. Die Böden bleiben damit langfristig fruchtbar.

Ausgeglichene Düngerbilanz.

TOP entlastet die Umwelt von Stickstoff aus Mineraldüngern und Gülle. Auch die Phosphormengen gehen deutlich zurück, weil markant weniger Schweine gehalten werden. Dies trägt dazu bei, dass das Grundwasser geschützt und die Luft entlastet wird. Überdüngte Seen erholen sich.

Milch bleibt Trumpf.

Die Schweiz ist ein Grasland. Standortangepasst produzieren heisst daher: Milchkühe, Kälber und Rinder weiden zu lassen und mit Heu zu füttern. Milch ist und bleibt das wichtigste tierische Nahrungsmittel aus unserer Landwirtschaft. Als «Nebenprodukt» fällt Rindfleisch an.

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