Caroline Gürber (*1967) ist in Zürich geboren und zusammen mit zwei Geschwistern in Oerlikon in einer Dreizimmerwohnung aufgewachsen. Auf den Tisch kam, was der Schrebergarten der Eltern hergab, wobei die häufige Mitarbeit im Garten und ausschliesslich saisonales „langweiliges“ Gemüse auf dem Teller in der Jugendzeit nicht auf uneingeschränkte Freude stiessen – in der Zwischenzeit hat sich das massiv geändert.

Während der 80er-Jahre besuchte sie die Kantonsschule, wurde dort sowohl von Mitschüler*innen und Lehrer*innen als auch vom „bewegten“ Umfeld politisch geprägt, umso mehr als sie als Tochter eines Kranführers an der Kanti zu einer kleinen Minderheit gehörte. Aus dieser Zeit wurzelt bis heute ihr Engagement für ein soziales Miteinander, gute und faire Arbeits-bedingungen für alle sowie ihr feines Sensorium für Minderheiten und Machtgefälle.

Nach der Matura musste zuerst gearbeitet werden, damit sich die gewünschten längeren Reisen und Sprach¬aufenthalte in europäische Länder realisieren liessen. Das Psychologie- und BWL-Studium an der Universität Zürich finanzierte sie sich mit verschiedenen Temporärjobs, die nie einfach nur Jobs waren, sondern sie nutzte jede Gelegenheit, die Theorie mit der Praxis zu verbinden und sehr spannende Einblicke in ganz unterschiedliche Branchen, Arbeitsfelder, Führungs- und Organisationskulturen zu erhalten und diese auch mitzugestalten.

2004 steigt sie als Mutterschaftsvertretung in die Newplacement-Organisation jobtv medienwerkstatt ein, die sie 2011 als Co-Geschäftsleiterin verlässt, um bei Greenpeace die HR-Leitung anzutreten. Caroline Gürber lebt – mit einem Abstecher in’s Toggenburg – seit mehr als 25 Jahren im Kreis 4 in einer Wohnbaugenossenschaft, in deren Innenhof die schönsten Rotbuchen Zürichs das Herz und das Gemeinschaftsleben erfreuen.