Das will die Atomausstiegsinitiative

Die Initiative für den geordneten Atomausstieg fordert das Bau- und Betriebsverbot für neue AKW und maximale Laufzeiten von 45 Jahren für bestehende AKW. Wenn es die Sicherheit verlangt, müssen AKW auch schon früher abgeschaltet werden. Darüber hinaus fordert die Initiative für den geordneten Atomausstieg eine Energiewende, die auf Einsparungen, Energieeffizienz und dem Ausbau der Erneuerbaren basiert.

 

Informationen zum geordneten Atomausstieg und Mitmachmöglichkeiten finden Sie auf geordneter-atomausstieg-ja.ch

 

Die Argumente

Der geordnete Atomausstieg sorgt für Sicherheit und schützt die Heimat.

Trotz Tschernobyl und Fukushima leistet sich die Schweiz mit Beznau I das weltweit älteste AKW. Es steht im 47. Betriebsjahr und hat mit gravierenden Sicherheitsproblemen zu kämpfen, die sich mit keinen Nachrüstungen beheben lassen. Zudem wurde noch nie ein AKW länger kommerziell betrieben als Beznau I – das ist ein gefährliches Feld-Experiment. Auch Mühleberg und Beznau II gehören zu den ältesten AKW der Welt. Zentrale Bauteile wie der Reaktor lassen sich nicht erneuern und altern vor sich hin. Damit ist das Risiko massiv erhöht, dass auch hierzulande ein Unglück geschieht.

Der geordnete Atomausstieg schafft einen vernünftigen Zeitplan für einen schrittweisen Ausstieg. Er setzt der Atomkraft mit 2029 ein Ablaufdatum.

 

Bis ins Jahr 2050 soll unsere Energieversorgung zum grossen Teil auf Energieeffizienz und erneuerbaren Energien basieren. So schreibt es die «Energiestrategie 2050» des Bundesrats vor. Darin fehlen jedoch die Regelungen zur schrittweisen Ausserbetriebnahme der bestehenden alten AKW. Die Initiative schliesst diese zentrale Lücke der Gesetzgebung und sorgt dafür, dass die AKW gestaffelt (2017, 2024 und 2029) vom Netz gehen. Die alte, gefährliche, teure und nicht länger nötige atomare Energieproduktion bekommt mit der Initiative ein sinnvolles Ablaufdatum. Das schafft mehr Sicherheit für die Bevölkerung und eine bessere Planbarkeit für die Energiewirtschaft.

 

Der geordnete Atomausstieg ist machbar. Die neuen Technologien haben sich bewährt.

Kaum ein anderes Land ist besser positioniert für die Energiewende als die Schweiz: Zwei Drittel der Stromproduktion sind bereits erneuerbar, ein Drittel müssen wir innert 13 Jahren noch zubauen. Wasserkraft und Solar- und Windkraftwerke ergänzen sich optimal: die in den Stauseen gespeicherte Energie versorgt die Schweiz dann mit Strom, wenn weder Sonne noch Wind verfügbar sind. Die Technologien zur Nutzung der erneuerbaren Energien sind vorhanden, praxiserprobt und bezahlbar.

 

Viele Unternehmen, darunter unzählige KMU aus Industrie und Gewerbe, bauen bereits an dieser Energiezukunft.

 

Sie schaffen Arbeitsplätze und Einkommen in allen Landesregionen. Darauf lässt sich bauen, aber dafür braucht es den geordneten und verbindlichen Atomausstieg.

 

Das vollständige Argumentarium finden Sie hier

 

Fakten & Zahlen

Abschalttermine: Die bestehenden Schweizer AKW werden spätestens nach 45 Betriebsjahren abgeschaltet und vom Netz genommen. Das bedeutet für die einzelnen AKW:
Beznau I: 2017, Beznau II: 2017, Mühleberg: 2017, Gösgen: 2024, Leibstadt: 2029.
Die 151 weltweit bereits stillgelegten Atomreaktoren wurden viel früher abgeschaltet als es die Initiative verlangt. Sie erreichten im Schnitt ein Alter von 25.6 Jahren (Stand 31.12.2015, IAEA). Zum Zeitpunkt der Abstimmung im November 2016 ist Beznau I 47, Mühleberg und Beznau II 45 Jahre alt.
Weltweit wurde kein AKW jemals länger kommerziell betrieben als Beznau I (IAEA).Beznau I steht seit mehr als einem Jahr wegen Sicherheitsproblemen still und die Schweiz produziert immer noch mehr Strom, als sie verbraucht (Swissgrid).
Für eine 100% einheimische, erneuerbare Stromversorgung bis 2029 müssen wir pro Jahr und pro Person die Stromproduktion um nur ca. 210 kWh ausbauen (60% liefert ja schon die Wasserkraft). Das ist weniger als die Produktion eines Solarpanels.Der Stromverbrauch der Schweiz ist gemäss Bundesamt für Energie heute trotz Wirtschafts- und Bevölkerungszuwachs noch etwa der gleiche wie vor 10 Jahren (BFE).
Die Schweiz importierte und exportierte in den vergangenen 10 Jahren jedes Jahr mehr Strom als alle Schweizer AKW zusammen produzierten (BFE). Die Schweiz könnte den Atomstrom also auch mit dem Import von sauberem Strom ersetzen.Global sind die Erneuerbaren auf dem Vormarsch. In Europa hat in den letzten 5 Jahren nur die erneuerbare Produktion zugenommen. Fossile und nukleare Kraftwerke haben 2014 fast 13% weniger produziert als 2010 – die Reduktion entspricht dem 5-fachen des gesamten Schweizer Verbrauchs (European Network of Transmission System Operators ENTSO-E).

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