Der Stromkonzern Atel hat beim Bundesamt für Energie ein Rahmenbewilligungsgesuch für ein neues Atomkraftwerk im Solothurner Niederamt eingereicht. Die Allianz Stopp Atom lehnt die Atompolitik der Atel ab und wird das Referendum gegen den Neubau von AKW in der Schweiz ergreifen. Das Schweizer Stimmvolk soll in letzter Instanz über das Rahmenbewilligungsgesuch entscheiden.


AKW Mühleberg ©Greenpeace

Durch den Bau neuer Atomkraftwerke wird die Entwicklung einer sicheren Stromversorgung mit erneuerbaren Energien behindert und Anreize zur Energieeffizienz unterbunden. Die Atomenergie ist eine veraltete und äusserst risikoreiche Technologie, welche mehr Probleme schafft als löst. Dies zeigen auch die aktuellen Störfälle in Frankreich und Slowenien. Atomenergie belastet die Umwelt auf allen Vor- und Nachstufen. Das Atommüllproblem ist weltweit immer noch nicht gelöst. Fehlenden Uranvorkommen in der Schweiz führen zu einer erneuten Abhängigkeit vom Ausland.

Die «Stromlücke» gibt es nicht

Vielmehr entsteht durch das Abschalten der veralteten Schweizer AKW, die spätestens ab 2020 aus Sicherheitsgründen vom Netz gehen müssen, ein «Atomloch». Dies ist die grosse Chance für die Schweizer Volkswirtschaft: Eine nachhaltige Energiepolitik, welche auf Energieeffizienz und neuen erneuerbaren Energien basiert, vermag das «Atomloch» zu füllen. Nur diese Energiepolitik kann langfristig wirkliche Versorgungssicherheit bei minimaler Umweltbelastung bieten.

Chance für die Schweizer Wirtschaft

Wind- und Solarenergie sind weltweit im Vormarsch. Die internationale Finanzwirtschaft setzt darauf. Auch in der Schweiz kann diese Energiepolitik eine grosse Wertschöpfung generieren. Gerade für einheimische KMU und für die Landwirtschaft entsteht dadurch ein grösserer Mehrwert als durch das Fortsetzen der Atompolitik.

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