Orang-Utans vor der indonesischen Botschaft in Bern
Orang-Utans vor der indonesischen Botschaft in Bern

Gestern haben die Orang Utans Merz und Co. besucht und sie aufgefordert, sich für einen starken Klimadeal in Kopenhagen einzusetzen. Zwei von ihnen haben auf einem Baum vor dem Fenster von Bundesrat Merz übernachtet.

Nach einer kalten Nacht gingen die Affen heute Morgen zur indonesischen Botschaft und haben dort einen Brief übergeben, der die indonesische Regierung auffordert, die Einschüchterung und Ausschaffung von gewaltlosen Umweltschützern und Journalisten zu unterlassen. Anstatt krampfhaft zu versuchen, Greenpeace und die Medien zum Schweigen zu bringen, sollte die indonesische Regierung lieber den Regenwald und damit unser Klima schützen.

Vor kurzem hat sich der indonesische Präsident Yudyhono für eine drastische Reduktion der Treibhausgas-Emissionen seines Landes ausgesprochen. Folglich wäre es an der Zeit, dass die Behörden aufhören, Umweltschützer zu hänseln und anfangen, Schritte gegen die Palmöl- und Zellstoffkonzerne unternehmen, welche für die Zerstörung des Urwaldes verantwortlich sind. Präsident Yudyhono soll zu seinem Wort stehen und Massnahmen zur Aufhaltung der Entwaldung implementieren, um die Emissionen von Indonesien – der drittgrösste CO2-Emittent der Welt! – zu bremsen. So könnte er sein Land glaubwürdig an der Klimakonferenz in Kopenhagen vertreten und eine Führungsrolle bei den Verhandlungen einnehmen.

Seit Anfangs November helfen Greenpeace-Aktivisten den Einheimischen, die Entwässerung durch den Bau von Dämmen zu drosseln, um den Urwald vor der Zerstörung zu retten. Durch unsere Aktivitäten haben wir die Sympathien der Dorfbewohner auf uns gezogen und die Behörden sichtlich aufgekratzt. Obwohl am Sonntag etwa 300 Menschen aus Teluk Meranti die Räumung des Greenpeace-Camps spontan verhinderten, wurden kurz darauf 11 internationale Aktivisten aus dem Land geschafft. Am Montagnachmittag wurden weitere zwei Aktivisten (aus Deutschland und Italien) sowie zwei Journalisten (aus Indien und Italien) in Polizeigewahrsam genommen. Dazu kam ein belgischer Aktivist, der ebenfalls festgenommen wurde.

Fast alle ausländischen Greenpeace-Aktivisten sowie die zwei festgenommenen Reporter sind inzwischen ausgewiesen worden. Und das, obwohl sie im Besitz von Visa und Presseakkreditierungen sind, die von der indonesischen Regierung ausgestellt wurden.

Protestmail: Fordern Sie den indonesischen Präsidenten auf, die Urwaldzerstörer zu stoppen – nicht die Klimaschützer

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