Heute hat der Bundesrat offiziell das Mandat verabschiedet, mit dem er die Schweizer Delegation an die Klimakonferenz schickt, die in Kopenhagen am 7. Dezember startet.

Alexander Hauri, Klimaexperte bei Greenpeace:

„Der Bundesrat bleibt bei seinen ungenügenden minus 20% CO2 bis 2020 (gegenüber 1990). Dieses Mandat ist der Schweiz und ihrem guten internationalen Ruf unwürdig. Wie eine gestern von Greenpeace veröffentlichte Studie von Climate Analytics zeigt, führt ein solcher klimapolitischer Kurs innert weniger Jahrzehnte zu 3°C globaler Erwärmung. Damit nimmt der Bundesrat wissentlich Klimaveränderungen in Kauf, die für künftige Generationen und insbesondere die besonders betroffenen und ärmsten Länder nicht mehr zu bewältigen sein werden.

Mit diesem mutlosen und inakzeptablen Angebot reiht sich die Schweiz im Vorfeld von Kopenhagen unter den Schlusslichtern ein – hinter europäischen Nationen mit mehr Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht wie Norwegen oder Deutschland.

Dass die Schweiz es heute zudem verpasste, ihren finanziellen Beitrag zum notwendigen Klimafonds für Anpassungsleistungen und Waldschutz anzugeben, lässt ihre Vorarbeit für Kopenhagen noch kläglicher erscheinen – weiss sie sehr wohl, dass ohne eine Lösung der Finanzierungsfrage ein gemeinsames Abkommen in Kopenhagen in weite Ferne rückt. So ist der Klimawandel nicht aufzuhalten.

Greenpeace fordert vom Bundesrat, an seiner nächsten Sitzung vom 4. Dezember nochmals über die Bücher zu gehen und das Angebot nach oben zu korrigieren. Nötig sind minus 40% CO2 bis 2020 und einen Beitrag von 1.7 Mrd. Franken an den globalen Klimafonds.“

Alexander Hauri, Klimaexperte Greenpeace: 076 399 60 61

Link zur erwähnten Studie.