Die Greenpeace-Kampagne gegen die Zerstörung von Urwald für die Verwendung von Palmöl in Nestlé-Produkten wie Kit Kat geht unvermindert weiter. Auch beim Nestlé-Sitz in Jakarta demonstrierten als Orang-Utans verkleidete Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten.

 

Die Orang-Utans sind stark gefährdet: Die Heimat der Waldmenschen, wie die Tiere genannt werden sind die tropischen Regenwälder auf Borneo und Sumatra. Die Abholzung dieser Wälder ist die Hauptursache für den starken Rückgang der Bestandszahlen der Orang-Utans in den letzten Jahren. Jüngsten Schätzungen zufolge gibt es in freier Wildbahn auf Borneo zwischen 45’000 und 69’000 Orang-Utans und nur noch 7300 auf Sumatra. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) stuft die Orang-Utans auf Borneo als «stark gefährdet» und die Orang-Utans auf Sumatra als «vom Aussterben bedroht» ein. Wo Palmölplantagen die Wälder der Orang-Utans verdrängen, verlieren diese ihre natürlichen Nahrungsquellen und müssen sich von Palmensetzlingen ernähren. Damit sehen die Plantagenbesitzer sie als ‘Plage’ und schiessen die Tiere zum Schutz der Palmölernte einfach ab .

Gemäss Angaben des Zentrums für den Schutz der Orang-Utans starben 2006 mindestens 1600 Orang-Utans durch vorsätzliche Angriffe von Plantagenarbeitern und infolge Habitatsverlust durch Vergrösserung der Palmölplantagen.

2008 legte Greenpeace zwei Karten übereinander: eine Karte der Orang-Utan-Habitate auf Borneo und eine Karte mit den Konzessionen von Sinar Mas. Die Gegenüberstellung zeigte, dass sich Orang-Utan-Habitate und Sinar-Mas-Konzessionen nicht nur überlappen, sondern dass gewisse Habitate auch bereits zerstört wurden.

Nestlé muss sämtliche direkten aber vor allem auch die indirekten Lieferverträge mit Sinar Mas kündigen.

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