Die Palmöl-Industrie verbreitet gerne das Argument, dass sich Umweltorganisationen wie Greenpeace mit ihrer Arbeit zur Palmölproblematik gegen die wirtschaftliche Entwicklung in Indonesien stellen, welche das Leben der lokalen Bevölkerung verbessert. Fragt man direkt bei den lokalen Gemeinden nach, sieht es anders aus. Die Leute machen sich Sorgen um ihre Landrechte, den Erhalt ihrer natürlichen Lebensgrundlagen und wie Kleinbauern ihre Kleinplantagen halten können.

Die Palmöl-Industrie verbreitet gerne das Argument, dass sich Umweltorganisationen wie Greenpeace mit ihrer Arbeit zur Palmölproblematik gegen die wirtschaftliche Entwicklung in Indonesien stellen, welche das Leben der lokalen Bevölkerung verbessert. Fragt man direkt bei den lokalen Gemeinden nach, sieht es anders aus. Die Leute machen sich Sorgen um ihre Landrechte, den Erhalt ihrer natürlichen Lebensgrundlagen und wie Kleinbauern ihre Kleinplantagen halten können.

Vor Ostern fand in der indonesischen Provinz Riau ein dreitägiges Treffen zwischen 105 Mitgliedern aus 32 Dörfern statt. Organisiert wurde das Treffen von Greenpeace und sechs anderen NGOs. Ziel des Treffens war es, die Auswirkungen der Urwald- und Torflandzerstörung auf die lokalen Gemeinschaften zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu finden.

Doch ganz ungestört konnte das Treffen nicht abgehalten werden. Am ersten Tag wurde entdeckt, dass zwei Mitglieder des Geheimdienstes der Polizei von Riau das Treffen versuchten zu bespitzeln. Auch am zweiten Tag ereigneten sich mehrere Zwischenfälle: Das Organisationskomitee schnappte vier Leute auf, die von Sinar Mas rein geschmuggelt wurden. Dann kamen drei Polizisten und fragten nach einer Erlaubnis für das Treffen. Schliesslich demonstrierten 15 Personen ausserhalb des Veranstaltungsortes. Sie forderten, Greenpeace aus Riau zu verbannen, denn man bräuchte keine ausländische Hilfe, um das Problem der Waldzerstörung in den Griff zu kriegen. Als die Demonstranten von Journalisten interviewt wurden, stellte sich allerdings heraus, dass sie kaum wussten, wer Greenpeace ist und wofür die Organisation steht. Ihre Motivation war das Geld und Essen, welches sie für diesen Einsatz erhielten.

Das Ergebnis des Treffens war die Gründung eines Netzwerkes, mit dem Ziel, gemeinsam die Probleme rund um die Ausbreitung der Palmölplantagen auf Kosten von Urwald- und Torflandflachen in den Griff zu kriegen.

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