Mit einer friedlichen Aktion im Mittelmeer wollten Greenpeace-Aktivisten am vergangenen Freitag auf die Bedrohung des Blauflossenthunfischs aufmerksam machen. Wissenschaftler sind sich einig, dass der Blauflossenthun in wenigen Jahren ausgestorben ist, wenn die Fangquoten so hoch bleiben. Doch die französischen Fischer reagierten empfindlich. Sie durchstachen das Bein eines Umweltschützers mit einem Enterhaken und versenkten zwei der sieben Greenpeace-Schlauchboote mit ihren Schiffen. Ziel der friedlichen Aktion war es, die Thunfische aus den Ringwadennetzen zu befreien. Zerstörerische Fangmethoden haben den Blauflossenthun fast ausgerottet. Die rohe Gewalt erstaunt umso mehr, als die Fischer eigentlich auf das Überleben der Thunfische angewiesen sind.

Mit zwei Schiffen – der Rainbow Warrior und der Arctic Sunrise – versucht Greenpeace, dem vor dem Aussterben stehenden Blauflossenthun den Schutz zu geben, den er verdient. Die gnadenlose Jagd der vergangenen 20 Jahre hat den Bestand des Blauflossen- oder auch Roten Thunfisches im Mittelmeer um über 80 Prozent dezimiert. Der Grund: Profitgier. Mehr als 160’000 CHF werden für einen ausgewachsenen Thunfisch auf dem japanischen Fischmarkt bezahlt.

Mehr dazu bei Greenpeace Deutschland

Update

Nachdem am Freitag ein Greenpeace-Aktivist im Mittelmeer südlich von Malta bei dem Versuch Thunfische aus einem Netz zu befreien schwer verletzt worden war, verteilten am Samstag französische Greenpeace-Aktivisten im Hafen von Marseille Flugblätter, um die Öffentlichkeit über das Thema Thunfischfang zu informieren. Dabei wurden sie von Thunfisch-Fängern angegriffen. Auch diese Fischer reagierten mit roher Gewalt und gingen mit Schlagwaffen auf die Umweltschützer los.

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