Der grösste indonesische Palmölproduzent Sinar Mas hat heute auf Greenpeace-Vorwürfe reagiert. Greenpeace veröffentlicht seit Jahren Berichte über Sinar Mas, welche die Auswirkungen der Palmöl- und Papierplantagen des Konzerns auf Klima, Wälder, Torfböden und bedrohte Arten wie Orang-Utans und Sumatra-Tiger zeigen. In Jakarta stellte Sinar Mas die Ergebnisse einer unabhängigen  auf elf Konzessionen vor. Die Auditoren welche die Überprüfung durchgeführt haben, waren von der Pressekonferenz ausgeschlossen, sodass der Konzern die Ergebnisse ganz in seinem Sinne interpretieren konnte.

Der grösste indonesische Palmölproduzent Sinar Mas hat heute auf Greenpeace-Vorwürfe reagiert. Greenpeace veröffentlicht seit Jahren Berichte über Sinar Mas, welche die Auswirkungen der Palmöl- und Papierplantagen des Konzerns auf Klima, Wälder, Torfböden und bedrohte Arten wie Orang-Utans und Sumatra-Tiger zeigen. In Jakarta stellte Sinar Mas die Ergebnisse einer unabhängigen  auf elf Konzessionen vor. Die Auditoren welche die Überprüfung durchgeführt haben, waren von der Pressekonferenz ausgeschlossen, sodass der Konzern die Ergebnisse ganz in seinem Sinne interpretieren konnte.

Ironischerweise bestätigt der Prüfungsbericht im Wesentlichen die Greenpeace-Ergebnisse und beweist, dass Sinar Mas wertvolle Wälder und Torfböden zerstört, gerodet und trockengelegt hat. Und: Er belegt, dass Sinar Mas oft ohne die notwendigen Genehmigungen gearbeitet sowie tiefe Torfböden entwässert hat, was gegen das indonesiche Gesetz verstösst. Aber anstatt diese Tatsachen anzuerkennen, versucht der Konzern die Ergebnisse «sauber zu waschen».

Hier einige Beispiele, wo die Sinar Mas-Studie die Greenpeace-Vorwürfe belegt:

Sinar Mas sagt: «Wir sind nicht verantwortlich für die Zerstörung von Orang-Utan-Lebensraum“. Was sie nicht sagen, ist, dass in sieben der elf Konzessionen, welche die Auditoren besucht haben, abgeholzt wurde, ohne vorher den Schutzwert des Landstückes bewerten zu lassen. Das ist aber notwendig, um Flächen identifizieren zu können, die für die Orang-Utans wichtig sind.

Sinar Mas sagt, sie «arbeiten verantwortungsvoll und im Rahmen des Gesetzes». Doch die Prüfer stellten fest, dass bei acht der elf Konzessionen abgeholzt wurde, ohne dass die notwendigen umweltrechtlichen Genehmigungen eingeholt wurden. Das ist nach indonesischem Recht illegal.

Sinar Mas sagt, dass die Greenpeace-Behauptungen betreffend ihrer Abholzungsaktivitäten «übertrieben oder falsch» seien. Aber die Prüfer stellten nicht nur fest, dass Sinar Mas tiefen Torfboden zerstörte. Sie fanden auch heraus, dass noch im Jahre 2010 Torfgebiete abgeholzt wurden – dies verstösst gegen Sinar Mas eigene Richtlinie vom November 2009, welche die Nutzung von Torfgebieten verbietet. Die Entwässerung von tiefem Torfboden verletzt das indonesische Gesetz.

Anstatt dass die Sinar Mas Gruppe die nötigen Konsequezen zieht und ihre zerstörerischen Machenschaften stoppt, verdreht sie die Ergebnisse der Überprüfung, um sich ein sauberes Image zu geben.  

Die Wahrheit ist, dass die Sinar Mas Gruppe immer wieder das eine sagt und das andere tut. Sie sagt, dass der Schutz der Umwelt wichtig ist, während sie Orang-Utan-Lebensraum zerstört und ankündigt, weiter in kohlenstoffreiche Regenwälder und Torfmoore zu expandieren.

Hier sind einige Bilder, welche die wahren Machenschaften der Sinar Mas Gruppe entlarven:

Konsequenterweise haben Firmen wie Unilever, Nestlé, Kraft und andere ihre Verträge mit dem Klima- und Urwaldkiller gestoppt. Das ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung Urwaldschutz. Nur wenn jetzt auch weitere Firmen und Banken diesen Weg gehen, kann Sinar Mas soweit unter Druck gesetzt werden, dass sich nicht nur ihre Selbstdarstellung ändert, sondern tatsächlich ihre Aktivitäten vor Ort in den indonesischen Wäldern.

Darüber hinaus muss die indonesische Regierung Firmen wie Sinar Mas daran hindern, weiterhin die Wälder zu vernichten und damit den Klimawandel anzuheizen. Die Regierung muss jetzt sicherstellen, dass das vorgeschlagene Moratorium tatsächlich alle Konzessionen betrifft und vor allem Torfwälder effektiv schützt. Firmen, die Palmöl verwenden, fordert Greenpeace auf, Sinar Mas Produkte aus ihrer Lieferkette auszuschliessen.

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