Letzte Woche hat das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Wald und Fischerei das frühzeitige Ende der Walfangsaison für die Antarktis verkündet und ihre Flotte zurück in die Häfen berufen. Das sind fantastische Neuigkeiten und hoffentlich der Vorläufer für eine zukünftige Regierungsentscheidung, die die japanische Waljagd in der Antarktis für immer beendet.

Letzte Woche hat das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Wald und Fischerei das frühzeitige Ende der Walfangsaison für die Antarktis verkündet und ihre Flotte zurück in die Häfen berufen. Das sind fantastische Neuigkeiten und hoffentlich der Vorläufer für eine zukünftige Regierungsentscheidung, die die japanische Waljagd in der Antarktis für immer beendet.

Die diesjährige Walfangsaison sollte von Anfang an kurz gehalten werden. Erst im Dezember hatte die Flotte den Hafen verlassen und ist sogar mit einem Fangboot weniger gestartet. Nach Aussagen von Greenpeace Informanten war eine frühe Rückkehr der Flotte mit nur etwa der Hälfte der Fangquote geplant. Grund dafür ist der immense Vorrat gefrorenen Walfleisches, das in den Kühlhäusern gelagert wird. Bis Dezember 2010 haben sich dort etwa 5000 Tonnen Walfleisch angehäuft. Die fehlende Nachfrage nach Walfleisch scheint die Branche an den Rand des Bankrotts zu bringen.

Im letzten Jahrzehnt versuchte Greenpeace Japan, das Thema Waljagd in die öffentliche Debatte zu bringen. Ein wichtiger Teil dieser Arbeit war, die weit verbreitete Korruption im Walgeschäft für die Bevölkerung sichtbar zu machen. Vor etwa drei Jahren deckten Junichi Sato und Toru Suzuki einen dieser Skandale auf, die das marode Walfanggeschäft stützen: die regelmässige Verteilung teuren Walfleischs an japanische Beamte und dessen Diebstahl durch die Schiffsbesatzung. Toru und Junichi wurden des Diebstahls angeklagt und verurteilt. Sie legen gerade Berufung ein, ihnen droht allerdings immer noch ein Jahr Gefängnis. Im Dezember haben sich für den Walfang zuständige Beamte dafür entschuldigen müssen, dass sie Walfleisch als Geschenk angenommen haben und einer der Verantwortlichen hat seinen Job verloren. Es gibt also viele Anzeichen, dass der Walfang in Japan keine Zukunft mehr hat.

Noch ist der Kampf gegen die Walfangindustrie aber nicht gewonnen und Greenpeace wird sich weiter für ein endgültiges Ende des japanischen Waldfangs einsetzen.

Wale – Geliebt, gejagt, gegessen

Teilen
Twittern
Teilen
+1
WhatsApp