Tausende seltene Pinguine sind im Südatlantik durch eine Ölpest in Gefahr. Vergangene Woche war der in Malta registrierte Tanker «Olivia» ganz in der Nähe der zur Inselgruppe Tristan da Cunha gehörenden Insel Nightingale auf Grund gelaufen und auseinander gebrochen. Die 22-köpfige Besatzung konnte rechtzeitig gerettet werden. Doch an Bord des Tankers befanden sich neben 66’000 Tonnen Sojabohnen auch 1650 Tonnen Öl, wovon bis zu 1500 Tonnen bereits ins Meer gelaufen sind.

Tausende seltene Pinguine sind im Südatlantik durch eine Ölpest in Gefahr. Vergangene Woche war der in Malta registrierte Tanker «Olivia» ganz in der Nähe der zur Inselgruppe Tristan da Cunha gehörenden Insel Nightingale auf Grund gelaufen und auseinander gebrochen. Die 22-köpfige Besatzung konnte rechtzeitig gerettet werden. Doch an Bord des Tankers befanden sich neben 66’000 Tonnen Sojabohnen auch 1650 Tonnen Öl, wovon bis zu 1500 Tonnen bereits ins Meer gelaufen sind.

Die zum britischen Überseegebiet St. Helena gehörende Inselgruppe liegt zwischen Afrika und Südamerika mitten im Atlantik und ist mehr als 2800 Kilometer vom nächsten Land entfernt. Mit ihren nur einigen hundert Einwohnern gilt sie ausserdem als die abgelegenste bewohnte Inselgruppe der Welt. Allerdings beheimatet sie rund 200’000 Pinguine, unter ihnen beinahe die Hälfte des weltweiten Bestands des Nördlichen Felsenpinguins, der als bedrohte Spezies eingestuft wird. Das auslaufende Öl bedroht nun Tausende Pinguine und eine Vielzahl anderer Lebewesen.

Der Naturschutzbeauftragte von Tristan da Cunha, Trevor Glass, sprach von einer Katastrophe. Die Behörden berichteten, dass bereits 20’000 Pinguine mit Öl verschmiert worden seien. Auch die Hummerfischerei, die einzige Lebensgrundlage für die Menschen der Insel, sei durch die Katastrophe bedroht.

Ein Bergungsschlepper aus Südafrika erreichte Tristan da Cunha am Montag. An Bord ist auch ein Seevogel-Spezialist, der den Schaden begutachten soll. Zudem erwarten die Behörden ein Team zur Reinigung der Pinguine. 

Die Sorge gelte aber nicht nur den Pinguinen, sondern auch der übrigen Tierwelt von Nightingale, betont der Biologe Richard Cuthbert von der Königlichen Gesellschaft zum Schutz von Vögeln. Sollten Ratten vom Schiff auf die Insel kommen, wäre das verheerend für die Insel, auf der es bislang keine Nagetiere gibt.

ölpest Pinguine

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