Die UNO hat einen entscheidenden Schritt gemacht: Das geplante Abkommen zum Schutz der Biodiversität in internationalen Gewässern ist auf Zustimmung gestossen. 

Die UNO hat einen entscheidenden Schritt gemacht: Das geplante Abkommen zum Schutz der Biodiversität in internationalen Gewässern ist auf Zustimmung gestossen. 

Weltweit haben Ocean Lovers nun Grund zu feiern! Nach jahrelangem politischen Hinauszögern und vier hektischen Verhandlungstagen an der UNO gelangte man in den frühen Morgenstunden des 24. Januar zu einem Durchbruch: Weltweit stimmten Regierungen zu, ein rechtlich verbindliches Abkommen zu entwickeln, um maritimes Leben in internationalen Gewässern zu schützen. Mit dieser historischen Entscheidung wurde der Grundstein gelegt, um Meeresschutzgebiete zu errichten und die Hohe See zu schützen – diejenigen ausgedehnten Teile der Ozeane, die dir, mir und allen gehören. Denkbar sind auch obligatorische Umwelteinschätzungen, die vor menschlichen Eingriffen in diesen Gebieten durchgeführt werden müssten. 

Dieser bedeutende Prozess wäre nicht möglich gewesen ohne einen leidenschaftlichen, weltweiten Ruf nach Meeresschutz. Alleine in dieser Woche hat #OceanLovers mit über 6000 Tweets und tausenden Facebook-Posts den Fokus auf das UNO-Meeting gelenkt und Abgeordnete wissen lassen, dass die Welt Taten sehen will. 

Die UNO hat formell erkannt, dass es bei dem Regieren über Ozeane nicht nur um die «Kontrolle der Ressourcenausbeutung», sondern auch um Schutz geht. Wir haben nun die grosse Chance, weltweite Standards für Meeresschutz zu setzen und die Zusammenarbeit von Meeresorganisationen und Regulationsbehörden (Fischerei, Abbau, Schifffahrt und Verschmutzung) zu integrieren und zu fördern. 

Ein grosses Vorhaben  denn es wird weder schnell noch einfach möglich sein, Regeln für den Schutz der grössten Biosphäre der Erde aufzustellen. Und es wird noch länger dauern, bis diese Regeln auch auf hoher See verankert sind. Aber die Welle der Veränderungen (#WaveOfChange), auf die wir so lange hingearbeitet haben, rollt nun endlich – hier und jetzt. 

«Grosse Veränderungen scheinen unmöglich zu Beginn, und unvermeidbar am Ende» – Bob Hunter

Beinahe ein Jahrzehnt ist vergangen, seitdem wir mit unserer Roadmap to Recovery erstmals die Regierungen dazu aufgefordert haben, ein globales Netzwerk von Meeresschutzgebieten, das 40% der weltweiten Ozeane schützen soll, zu erstellen. 


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Dieses bahnbrechende Projekt hat gezeigt, dass genügend wissenschaftliche Informationen vorhanden sind, um ein effektives System zu errichten. Seither hat die Convention of Biological Diversity ähnliche Kriterien übernommen und hat begonnen, schutzbedürftige Gebiete auf hoher See zu identifizieren. Mit unserer Vision ging die Planung einher – wie kann ein solches Netzwerk aus Schutzgebieten umgesetzt werden, wenn noch keine Prozesse dazu existieren? Aus dieser Frage heraus entstanden die Idee und die Kampagne für das UNO High Seas Biodiversity Agreement, die seither stetig gewachsen und tausende UnterstützerInnen weltweit angezogen hat.

Im Jahr 2012 konnten wir eines der wenigen positiven Resultate der Rio+20 sichern: Die UNO muss bis September 2015 eine Eintretensentscheidung über das Abkommen fällen. 

Als sich das Ende von Rio+20 abzeichnete, stiess der Ruf der Ocean Lovers nach Meeresschutz auf überwältigenden Support der Mehrheit der Länder. Zusammen sind diese Forderungen zu einer unausweichlichen Kraft gewachsen, die nun diejenigen (mächtigen) Länder überzeugen konnte, die sich jahrelang gegen das Abkommen stark gemacht hatten. Ein Schlüssel dazu war der #OceanLovers-Beschluss für 2015

Speziell gefreut hat uns, dass die USA, die während Jahren die Opposition angeführt hatte, an Bord gekommen ist. Es ist klar, dass die tausenden von Nachrichten an den US-Aussenminister und Ocean Lover John Kerry einen grossen Einfluss ausgeübt hatten. Im Juni 2014 haben Greenpeace und viele andere weltweit (Schweden, Deutschland, Frankreich, Indien, Australien, Korea und Argentinien) Briefe an US-Botschaften und direkt an John Kerry geschickt und sie dazu gedrängt, sich während der Our-Ocean-Konferenz in Washington D.C. für die Hohe See einzusetzen. Alleine in der letzten Woche gingen auf John Kerrys Twitter-Account über tausend Nachrichten pro Tag ein, die ihn dazu aufgefordert haben, hinzuhören und sich für die Ozeane einzusetzen. Ein grosses Dankeschön an alle #OceanLovers, die das möglich gemacht haben. Wie John Kerry an seiner Konferenz sagte: «Die Ozean-Bewegung ist ein hartnäckiges Volk!»

Zu unserem Ziel  ein Netzwerk aus Schutzgebieten, das 40% der Ozeane abdeckt – führt nach wie vor ein langer Weg. Die Ergebnisse der Meetings in der letzten Woche müssen vom UN-Generalsekretariat bis im September 2015 angenommen werden, damit die Verhandlungen für ein rechtlich bindendes Abkommen unter der United Nations Convention on the Law of the Sea (UNCLOS) vorangehen können, das in den nächsten Jahren eingeschlossen wird. Unserer Reise zum Meeresschutz hat begonnen und die wachsende Kraft der Ocean Lovers wird uns durch die vielen kommenden Auseinandersetzungen hindurch unterstützen.

Begleitet uns auf dieser Reise, liebe #OceanLovers: Wir haben es über eine grosse Welle geschafft, benötigen aber weiterhin eure ganze Unterstützung, um einen vollumfänglichen Sieg für unsere Ozeane zu erzielen. 

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