Die Flüchtlingskrise geht mit unverminderter Härte weiter. Seit September sind im Mittelmeer erneut 330 Menschen, davon viele Kinder, ertrunken. Greenpeace und Médecins Sans Frontières (MSF) starten deshalb eine gemeinsame Seenotrettung.

Die Flüchtlingskrise geht mit unverminderter Härte weiter. Seit September sind im Mittelmeer erneut 330 Menschen, davon viele Kinder, ertrunken. Greenpeace und Médecins Sans Frontières (MSF) starten deshalb eine gemeinsame Seenotrettung.

 

Die riskante Überfahrt von der Türkei nach Griechenland nehmen immer noch viele Flüchtlinge in Kauf. Das Wetter wird jedoch gefährlicher, die Meeresströmung kälter und die Winde unberechenbarer. Laut Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR haben im November 140’000 Menschen die Überfahrt zu den griechischen Inseln gewagt. 330 Menschen sind dabei ertrunken, darunter meist Kinder. Aus diesem Grund sind MSF und Greenpeace vor Ort: «Wir fühlten uns gezwungen zu tun, was wir können», erklärt Alexandra Messare, Einsatzleiterin von Greenpeace Griechenland. «Wir glauben, dass alle die Hilfe leisten sollten, die sie können. Wir bringen hier unsere Erfahrung auf hoher See ein, in der Hoffnung, Leben zu retten.»

 


Greenpeace und Médecins Sans Frontières (MSF) starten im Mittelmeer eine gemeinsame Seenotrettung.

© Borja Ruiz Rodriguez / MSF / Greenpeace

 

Die gute Nachricht ist, dass die Organisationen die Rettungsaktivitäten ausweiten und bereits viele Flüchtlinge retten konnten. Zum Beispiel ist am Sonntag ein Boot wegen eines Felsen gekentert. Die HelferInnen konnten ein zwei Monate altes irakisches Baby retten.

Sobald die verletzten Flüchtlinge an Land ankommen, warten Krankenwagen und medizinische Teams von MSF, um sie zu versorgen. Auch die Bewohner von Lesbos zeigen mit beispiellosem Engagement ihre Gastfreundschaft und helfen wo sie können. Fischer haben viele vor dem Ertrinken gerettet, andere spenden Nahrung und Kleider. Trotz der idyllischen Landschaft und den paradiesischen Stränden: Es ist eine traurige und surreale Szenerie.


Freiwillige von Greenpeace hatten im September bereits in Ungarn Hilfe geleistet und dafür gesorgt, dass Flüchtlinge zum Beispiel Zugang haben zu sauberem Strom und Wireless, damit sie mit ihren Familien Kontakt aufnehmen konnten.

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