Ein Modell der Reaktoren in Fukushima Daiichi. Den gleichen Reaktortyp findet man auch in Mühleberg…

© Mitsuyasu Oda

In erster Linie handelt es sich um eine die Tatsachen verfälschende neue Begriffskreation der japanischen Behörden. Dabei wird suggeriert, dass es sich um ein Ereignis in der Vergangenheit handelt.

Tatsache ist:

Die Kernschmelze findet statt. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sie beendet ist. Die Schmelzmasse hat offenbar die Reaktorhülle durchbrochen – anders sind die hohen Radioaktivitätswerte des ausgetretenen Wassers nicht zu erklären. Über den Zustand der Schmelzmasse und ihre Aktivität gibt es keinen Hinweis.

Festzuhalten bleibt:

Mit den üblichen Kühlungsmassnahmen kann einer Kernschmelze nicht begegnet werden. Die einzige Hoffnung besteht darin, mit provisorischen Kühlmassnahmen der Umgebung ein ungehemmtes Austreten der Schmelzmasse zu verhindern. Diese Massnahmen müssen voraussichtlich über Monate erfolgen bis die Nachzerfallswärme soweit abgeklungen und kein weiterer Temperaturanstieg mehr zu befürchten ist. Dabei drohen allerdings Dampfexplosionen, welche zu weiteren Freisetzungen mit grossem Schadensausmass führen können.

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