Regierungen: Hört auf die Menschen, nicht die Klimaschutz-Verhinderer!

 
 

Jedes Jahr erreichen uns Meldungen über neue Minusrekorde aus der Arktis. Der rasante Eisschwund ist nur EINE Folge des Klimawandels, der zunehmend an negativer Dynamik gewinnt. Trotz Wirtschaftskrise steigt weltweit der Treibhausgas-Ausstoss. 2010 betrug der CO2-Ausstoss alarmierende 6 Prozent mehr als im vorigen Jahr. Das gemeinsam von allen Staaten anerkannte Ziel, die maximale weltweite Erwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten, rückt damit in weite Ferne.

Das ist nur umkehrbar, wenn Politik und Wirtschaft rascher umdenken als der Klimawandel verläuft, und endlich mehr Tempo in die grüne Revolution bringen, die bereits im Gang ist. Wind- und Sonnenenergie boomen, weltweit wachsen grüne Bewegungen. Umfragen zeigen, dass sich 90 Prozent der Bevölkerung in Europa strengeren Klimaschutz wünschen. Die internationale Politik muss jetzt auf die Menschen hören, statt sich von jenen Industrien beeinflussen zu lassen, die als Profiteure der Milliardengeschäfte mit fossilen Energieträgern wirksamen Klimaschutz verhindern.

Die 193 in Durban verhandelnden Staaten müssen die Krise als Chance und als Impuls für den Umbau des weltweiten Energiesystems nutzen.  Gefragt ist in Durban ein innovatives Finanzierungsmodell für den Klimafonds, der jährlich mit 150 Milliarden Dollar zu speisen ist. Ausserdem müssen die Grundsteine für ein faires, bindendes und wirkungsvolles Klimaschutzabkommen gelegt werden.


 

Forderungen an die Schweizer Delegation:

  •  Die Schweiz muss wie andere europäischen Länder ein Reduktionsziel von minus 40% bis 2020 in die Waagschale werfen.
  • Der Bundesrat muss sich dazu äussern, welche Mittel die Schweiz ab 2013 beitragen wird und wie diese finanziert werden.
  • Die Schweiz und die EU müssen trotz Finanzkrise ihre Leaderposition wieder finden und ausspielen. Die EU kann und muss der zukunftsgerichtete Treiber sein, um die Blockierer wie USA, China und Indien zu bewegen.