Zwei Greenpeace Aktivistinnen blockieren am vergangenen Donnerstag einen Bagger des Klimaverbrechers APRIL (©Greenpeace / Ardiles Rante)
Zwei Greenpeace Aktivistinnen blockieren am vergangenen Donnerstag einen Bagger des Klimaverbrechers APRIL (©Greenpeace / Ardiles Rante)

Endlich in Pekanbaru, Riau auf Sumatra angekommen und nur noch ein paar Stunden vom Klimacamp entfernt! Während ich ein paar Tage länger in Jakarta ausharren musste, war dieses Wochenende im Camp voller Überraschungen und Emotionen. Nachdem am Donnerstag 50 Aktivisten einen Tag lang 7 Bagger und Baumaschinen des Papierkonzerns APRIL blockiert hatten, ordnete die Polizei auf Druck des Konzerns die Auflösung des Camps bis am Samstagabend an. Die internationalen Aktivisten sind inzwischen aus dem Land ausgeschafft worden, und  den indonesischen Aktivisten droht eine Gefängnisstrafe von bis zu 2 Jahren. Als nun am Samstagabend die Lagerteilnehmer anfingen ihre Sachen zu packen, erschienen 300 Menschen aus Teluk Meranti, der lokalen Dorfgemeinschaft und demonstrierten für das Bleiben von Greenpeace. Sie forderten «wenn Greenpeace geht, müssen auch die Konzerne gehen». Dies bewog die Polizei dazu, die Räumung des Camps aufzugeben. Das war für alle Beteiligten ein sehr bewegender Moment!  APRIL spürt nun hoffentlich einen starken Druck – nicht nur auf Riau. Am Freitag kündigte der finnische Papierkonzern UPM an, dass sie ihren Liefervertrag mit APRIL aufgrund deren urwaldzerstörenden Aktivitäten kündigen.

Mehr Berichte zu den letzten Tagen direkt aus dem Camp findest du auf dem Blog von Greenpeace Deutschland.

Falls nichts mehr dazwischen kommt, werde ich morgen endlich im Camp eintreffen. Wir müssen sehr auf der Hut sein – alle Greenpeacer können jederzeit von Militär- oder Sicherheitskräften einvernommen werden. Das Weiterbestehen des Camps steht auf absolut wackligen Füssen.

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