Rund 50 Stunden haben schwimmende Aktivisten das Ölbohrschiff „Stena Carron“ an der Weiterfahrt gehindert. Nun hat ein Gerichtsentscheid die Aktion gestoppt und die Aktivisten gestern Abend gezwungen, auf die Esperanza zurück zu kehren.

Rund 50 Stunden haben schwimmende Aktivisten das Ölbohrschiff „Stena Carron“ an der Weiterfahrt gehindert. Nun hat ein Gerichtsentscheid die Aktion gestoppt und die Aktivisten gestern Abend gezwungen, auf die Esperanza zurück zu kehren.

Die Aktion begann am 21. September, als Aktivisten sich an die Ankerkette der „Stena Carron“ hängten um diese daran zu hindern, Kurs auf das Lagavulin-Ölfeld im Nordatlantik zu nehmen. Hier, im Nordatlantik rund 200 Kilometer nördlich der Shetland-Inseln, sollen neue Ölquellen in der Tiefsee erschlossen werden. Nach rund 100 Stunden Blockade zwang ein Gerichtsentscheid die Aktivisten die Überlebenskapsel an der Ankerkette des Schiffes aufzugeben. Die Aktivisten liessen sich davon nicht aufhalten und haben die Weiterfahrt des Schiffes schwimmend blockiert. Ein weiterer Gerichtsentscheid beendete gestern Abend auch diese Aktion.

Die Aktivisten sind erschöpft, aber auch stolz. James, ein Aktivist auf der Esperanza, meint dazu: „Ein riesiges Ölbohrschiff mit nichts als dem eigenen Körper aufzuhalten ist ein unglaubliches Gefühl und ziemlich verrückt. Ich bin mir bewusst, dass dies nur ein Schiff und ein Ölbohrfeld ist. Wenn wir jedoch eine nächste Ölkatastrophe verhindern möchten  müssen die Ölkonzerne die riskanten Ölbohrungen in der Tiefsee zu stoppen. Wir geben nicht auf.“

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