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Montag, 15. September 2014

© Greenpeace / Dominik Labhardt

 Die Internationale Walfangkommission IWC  tagt wieder und Japan stellt ein neues Forschungsprogramm vor. Damit will die Regierung in Tokio die Waljagd in der Antarktis durchsetzen. Bis März dieses Jahres konnte Japan unter dem Deckmantel der Wissenschaft Wale im antarktischen Schutzgebiet jagen. Damals hatte der UNO-Gerichtshof in Den Haag entschieden, dass Japans Walforschungsprogramm nicht den wissenschaftlichen Kriterien entspricht und in seiner bestehenden Form eingestellt werden muss. Nun wollen die japanischen Vertreter auf der IWC-Tagung ein neues Forschungsprogramm präsentieren.

Montag, 15. September 2014

© Greenpeace / Dominik Labhardt

 Die Internationale Walfangkommission IWC  tagt wieder und Japan stellt ein neues Forschungsprogramm vor. Damit will die Regierung in Tokio die Waljagd in der Antarktis durchsetzen. 

Bis März dieses Jahres konnte Japan unter dem Deckmantel der Wissenschaft Wale im antarktischen Schutzgebiet jagen. Damals hatte der UNO-Gerichtshof in Den Haag entschieden, dass Japans Walforschungsprogramm nicht den wissenschaftlichen Kriterien entspricht und in seiner bestehenden Form eingestellt werden muss. Nun wollen die japanischen Vertreter auf der IWC-Tagung ein neues Forschungsprogramm präsentieren.

«Die tödliche japanische Walforschung hat bis heute keine anerkannten Daten hervorgebracht und gehört abgeschafft. Für moderne Walforschung muss kein Tier sein Leben lassen», kommentiert Thilo Maack, Meeresexperte bei Greenpeace.

Japans blutige Pläne

Die Neuauflage des japanischen Walforschungsprogramms würde den Rechtspruch aus Den Haag umgehen. Die Walschutznationen, darunter die USA und Deutschland reagieren mit einer Resolution auf die japanischen Pläne. Diese soll sicherstellen, dass Walforschung immer durch das  IWC-Wissenschaftskomitee abgesegnet sein muss. Denn, so Maack: «Japans Versprechen, in der Arktis weniger Wale zu schiessen, ist ein Täuschungsmanöver.»

Gleichzeitig verurteilten die 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie Australien, Brasilien, Israel, Monaco, Neuseeland und die USA mit einer Demarche den kommerziellen Walfang Islands und den Export von tausenden Tonnen Walfleischs nach Japan.

Greenpeace ist generell gegen kommerziellen Walfang und fordert deshalb mit anderen Walschutzorganisationen bei der kommenden Jahrestagung der IWC auch ein Schutzgebiet im Südatlantik. Das hat allerdings wenig Aussicht auf Erfolg, denn es ist zu befürchten, dass Japan, wie bereits in der Vergangenheit geschehen, Bestechungsgelder einsetzt, um den Antrag zu verhindern.

Japan wird zudem einen Antrag auf eine Küstenwalfangquote für Zwergwale stellen. Doch für das dabei anfallende Fleisch gibt es keinen Bedarf. Zudem würde das Moratorium aufgehoben und eine neue Walfangkategorie, die des Küstenwalfangs, geschaffen.

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