Essen mit Zukunft


Rund ein Drittel des Umwelt-Fussabdrucks der Schweiz stammt aus der Ernährung. Vor allem der hohe Fleisch- und Milchkonsum heizt unser Klima auf und belastet damit unsere Umwelt am stärksten. Die Ernährung ist damit der Bereich, mit dem wir unsere Umwelt am stärksten belasten – mehr als mit Autos oder Öl- und Gasheizungen. 

Das müsste nicht so sein. Wir haben eine Vision, wie wir Lebensmittel so produzieren und essen könnten, dass wir sowie unsere Mitwelt davon profitieren. Darin essen wir hauptsächlich ökologisch produziertes, regionales und saisonales Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide, die für alle Menschen bezahlbar sind. 

Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Es braucht nicht nur ein Umdenken von uns, vor allem auch vom Detailhandel und der Politik.


Die Rolle der Detailhändler

Der Lebensmittelhandel in der Schweiz wird von Migros und Coop dominiert: Zusammen haben sie einen Marktanteil von 80 Prozent. Sie entscheiden, was produziert wird, beeinflussen das Angebot sowie die Werbung. Damit entscheiden sie schlussendlich, was in unserem Kühlschrank landet. 

Bohnen und Linsen als Klimaheld:innen

Der grösste Hebel für eine Ernährung, die uns und unseren Planeten gesund hält, liegt darin, mehr pflanzliche Proteine statt tierische Proteine zu essen. Das heisst: Mehr Bohnen, Kichererbsen, Vollkornprodukte und Nüsse statt Fleisch, Käse und Milch. Eine Ernährung mit mehr Pflanzen ist auch gesünder, denn das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs sinkt.

Wenn es um das Klima und unsere Gesundheit geht, sind Migros und Coop keine Hilfe: Rund 90 Prozent (!) der Proteine in ihrem Sortiment stammen von Tieren. Ähnlich sieht es bei den Rabatten aus. Fordere 60 Prozent pflanzliche Proteine vom Detailhandel. Jetzt Petition unterschreiben!

Mega-Schlachthof der Migros

Die Migros plant den Bau eines riesigen Schlachthofes.  Jährlich will Micarna dort zwischen 30 und 34 Millionen Hühner schlachten – ein Huhn pro Sekunde. Das würde den Überkonsum von Pouletfleisch weiter zementieren. 

Seit 2022 engagieren wir uns gemeinsam mit Menschen aus der. Lies hier mehr über den geplanten Migros-Mega-Schlachthof.

© Anne-Laure Lechat / Greenpeac

Die Rolle der Politik

Die Aussage «Die Landwirt:innen produzieren, was die Menschen kaufen» ist ein Ammenmärchen. Welche Lebensmittel wir produzieren und essen, ist stark politisch geprägt: Fast alle Fördermassnahmen, wie Subventionen, unterstützen die Fleisch- und Milchproduktion. 


Politik und Landwirtschaft

Aktuell erarbeitet das Bundesamt für Landwirtschaft einen Vorschlag, wie die Schweizer Landwirtschaft in Zukunft aussehen soll. Dieser Vorschlag (genannt: Agrarpolitik 30) wird bestimmen, welche Regeln und Förderungen zum Beispiel beim Einsatz von Dünger, beim Klimaschutz oder bei Direktzahlungen in Zukunft gelten.

Die Wissenschaft zeigt klar, dass es eine Verschiebung zu einem Ernährungssystem mit mehr Pflanzen braucht.

Politik und Detailhandel

as erreichen wir nicht ohne die Detailhändler. Das sieht auch der Bund so. Darum plant er eine sogenannte Zielvereinbarung mit dem Detailhandel. Darin soll festgelegt werden, welche Ziele sie in bestimmten Fokusthemen erreichen müssen. Diese Vereinbarung muss konkrete, ehrgeizige und verbindliche Ziele beinhalten – zum Beispiel mindestens 60 Prozent pflanzlichen Proteine im Verkauf.


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