Wir müssen unser Ernährungssystem umstellen

Die Produktion von Nahrungsmitteln aus und von Tieren sowie die Fütterung dieser Tiere ist für 19% des weltweiten Treibhausgasausstosses verantwortlich. Fast 60% der Treibhausgase aus der Nahrungsmittelproduktion fallen in der Tierhaltung an.

In der Schweiz verursacht die Landwirtschaft 8,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent. Nach Berechnungen des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL entfallen 4,5 dieser 8,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente auf die Tierhaltung. Die Schweiz hat etwa 400’000 Hektar landwirtschaftliche Flächen, das entspricht 40% der Landesfläche. Etwa 75% dieser landwirtschaftlichen Flächen werden intensiv bewirtschaftet. Weideflächen, insbesondere in den Alpenregionen, werden für die Fütterung von Wiederkäuern genutzt, die hauptsächlich Rindfleisch und Milchprodukte produzieren. Geflügel, Eier und Schweine werden in intensiven Tierhaltungsbetrieben produziert, die weniger Fläche beanspruchen.


Miss Chicken – ein Huhn, das gegen Massentierhaltung kämpft

Miss Chicken – ein Masthuhn – sollte im Schlachthof der Migros-Tochter Micarna in St-Aubin (Freiburg) geschlachtet werden. Während des Transports floh sie vom Lastwagen und wandte sich an Greenpeace Schweiz. Gemeinsam mit uns deckt sie die Wahrheit hinter der Massentierhaltung und deren zerstörerischen Auswirkungen auf unseren Planeten auf. 

Miss Chicken, das Masthuhn, will den Bau des Mega-Schlachthofs in St-Aubin stoppen

Stoppen wir den Bau des Mega-Schlachthofs in St-Aubin

Die Migros-Tochter Micarna will in St-Aubin, im Kanton Freiburg, einen riesigen Geflügelschlachthof bauen. Alle Klima- und Biodiversitätsexpert:innen sind sich einig, dass wir unseren Fleischkonsum reduzieren müssen. Dennoch investiert die Migros weiterhin in unverhältnismässige Projekte, die dem Klima und der Umwelt schaden.


Von manipulativer Werbung auf unsere Teller

Ein Forschungskollektiv hat in unserem Auftrag Werbungen für Fleisch, Milchprodukte und Eier untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Werber:innen setzen manipulative Techniken ein, um den Konsum von Tierprodukten zu rechtfertigen und zu steigern. Dabei wird nicht zwischen umweltfreundlichen Produkten und solchen aus Massentierhaltung unterschieden. Diese Werbung, die zum Teil mit Steuergeldern finanziert wird, steht nicht im Einklang mit der aktuellen Klimakrise und dem massiven Artensterben. Greenpeace Schweiz fordert daher, dass sowohl steuerfinanzierte Werbung als auch Werbung der Detailhändler für Fleisch, Milchprodukte und Eier verboten werden.

Das grosse Schlachten – wie Migros und Coop von unserem Fleischhunger profitieren

Migros und Coop gehören im Schweizer Fleischmarkt zu den wichtigsten Akteuren in allen Bereichen – Import, Schlachtung, Verkauf und Vertretung in der Branchenorganisation Proviande. Nutzen die beiden Detailhändler diese Marktmacht aus, um zu verhindern, dass der Fleischkonsum in der Schweiz sinkt? In einem Themenpapier sucht Greenpeace Schweiz nach Antworten.

Umfrage zu Tierprodukten als Lebensmittel

Nach unserem Bericht über die manipulativen Techniken in der Werbung für Tierprodukte als Lebensmittel wollten wir wissen, wie die Öffentlichkeit darüber denkt. Der Konsum von Fleisch, Milchprodukten und Eiern spaltet immer noch die Gemüter. Laut einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen Umfrage ist mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung (51%) der Meinung, dass die öffentliche Hand keine Werbung finanzieren sollte, die den Konsum von Fleisch, Milchprodukten und Eiern fördert.


Unsere Vision ist TOP

Die Landwirtschaft verursacht in der Schweiz 13,5% des Treibhausgas-Ausstosses. Um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen, müssen wir darum auch die Emissionen aus der Landwirtschaft reduzieren.

Wir fordern deshalb, dass die Schweizer Bäuerinnen und Bauern bis 2050 flächendeckend auf eine tiergerechte und ökologische Produktion (TOP) umstellen. Die Umsetzung von TOP reduziert den Treibhausgas-Ausstoss der Landwirtschaft um 30 bis 50%.

In Schweizer Fleisch steckt nicht nur Schweiz

Die inländische Fleischproduktion ist abhängig von importiertem Kraftfutter. Die mit Steuermillionen geförderte Marke «Schweizer Fleisch» ist ein Etikettenschwindel. Die Schweiz hat schlicht zu wenig Ackerflächen, um diesen hohen Tierbestand zu unterhalten.


Inhalte Kampagne Ernährung

Hier findest du Inhalte und weitere Informationen zur Kampagne Ernährung.


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