In den vergangenen 50 Jahren wurden in Indonesien etwa 74 Millionen Hektaren Regenwald zerstört, zehn Prozent davon (7 Mio. ha) für Ölpalmenplantagen. Die indonesische Regierung will bis 2025 die mit Ölpalmen bepflanzte Fläche um 20 Millionen Hektaren vergrössern. Das entspricht einer Fläche so gross wie Grossbritannien, die Niederlande und die Schweiz zusammen. Die treibende Kraft hinter dem zerstörerischen Vormarsch der Ölpalme ist der weltweite Boom der Agrotreibstoffe.
Sinar Mas ist der grösste Palmölkonzern der Welt und hat sehr beunruhigende Expansionspläne. Der Konzern hat die Erschliessung von 1,3 Millionen Hektaren in den waldreichen Provinzen Kalimantan und Papua bekannt gegeben. «Eine uns vorliegende interne Präsentation zeigt, dass Sinar Mas alleine in Papua mehr als das doppelte dieser Fläche (2,8 Mio. ha) abholzen und mit Palmöl-Monokulturen bepflanzen will», sagt Bustar Maitar, Waldexperte von Greenpeace Indonesien.
In Kalimantan besitzt Sinar Mas fünf Konzessionen im Lebensraum der extrem gefährdeten Oran Utans. Bei vielen Plantagen sind die Landrechte nicht geklärt und es gibt Konflikte mit Kleinbauern-Familien und indigenen Gruppen. Plantagen die auf den in indonesischen sehr häufigen Torfböden angelegt werden, sind wahre Treibhausgasbomben. Zur Anlage von Palmölplantagen werden diese entwässert und dadurch werden grosse Mengen CO2 und andere Treibhausgase frei.
Die von der Credit Suisse und der UBS organisierte Kapitalerhöhung bringt Golden Agri Resources falls erfolgreich sofort 230 Millionen Franken und in drei Jahren bis zu 280 Millionen Franken ein. «Nach dem Platzen der Finanzblase heizen die Schweizer Grossbanken mit der Finanzierung des indonesischen Palmölbooms dem Klima ein. Im Unterschied zu anderen internationalen Banken publizieren weder Credit Suisse noch UBS ihre Standards zur Prüfung ihrer Aktivitäten auf Auswirkungen auf Menschen und Umwelt. Hochrisiko-Firmen wie indonesische Palmöl-Giganten sollten eine seriöse Prüfung nicht bestehen dürfen», sagt Andreas Missbach, Bankenfachmann der Erklärung von Bern.
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