AktivistInnen der Greenpeace-Regionalgruppe Winterthur haben heute Vormittag dem Zürcher Kantonsrat eine Petition mit über 2000 Unterschriften gegen Fracking überreicht. Mit selbstgebackenen Bohrtürmen machten sie den ParlamentarierInnen das Verbot der umweltschädlichen Fördermethode schmackhaft.

AktivistInnen der Greenpeace-Regionalgruppe Winterthur haben heute Vormittag dem Zürcher Kantonsrat eine Petition mit über 2000 Unterschriften gegen Fracking überreicht. Mit selbstgebackenen Bohrtürmen machten sie den ParlamentarierInnen das Verbot der umweltschädlichen Fördermethode schmackhaft.


Kantonsratspräsidentin Brigitta Johner nimmt die Petition für ein Fracking-Verbot entgegen

In den nächsten Wochen stimmt der Zürcher Kantonsrat über einen Vorstoss der Grünen ab, der ein Verbot von Fracking im Kanton fordert. Dass auch die Bevölkerung dieses Anliegen unterstützt, das haben rund zehn AktivistInnen und SympathisantInnen der Greenpeace-Regionalgruppe Winterthur den Volksvertretern klar machen wollen. Während der Ratspause gab es dazu für die KantonsrätInnen einen kleinen Apéro mit selbstgebackenen Biskuits in der Form von Bohrtürmen. 

Fracking-Pläne im Zürcher Weinland
Bohrtürme aus Stahl und nicht aus Biskuit-Teig könnten dereinst im Zürcher Weinland stehen, wenn der Kantonsrat nicht handelt. Dort, in Humlikon, will die Aktiengesellschaft für schweizerisches Erdöl (Seag) Erdgas per Fracking aus dem Untergrund holen. Sie nimmt dabei eine akute Gefährdung des Zürcher Grundwassers und der Gesundheit der Bevölkerung in Kauf.

Brachiale Fördermethode
Fracking ist nämlich eine ziemlich brachiale Methode: Ein Gemisch aus Chemikalien, Wasser und Sand wird mit hohem Druck in den Untergrund gepresst. Durch die so entstehenden Risse im Gestein wird Öl oder Gas herausgelöst. Dabei kann das Grundwasser verseucht werden und das hochwirksame Klimagas Methan austreten. Und apropos Klima: Um den Klimawandel nicht noch mehr anzuheizen, sollte möglichst viel Erdöl und Erdgas ohnehin dort bleiben wo es hingehört – im Boden. Es bleibt zu hoffen, dass die Zürcher KantonsrätInnen das anerkennen und das Fracking-Verbot gebacken kriegen. 

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