Unter dem Titel «Das grosse Regenwald-Spektakel» bieten Greenpeace-Aktivist:innen und Tänzer:innen der Company Öff Öff Aerial Dance am Samstag, 4. Februar 2023, an der Fassade des Kulturzentrums Progr in Bern eine artistische Kletteraktion an Seilen. In luftiger Höhe tanzen sie zu Musik und Klängen und verkörpern dabei Tiere aus dem Regenwald, deren Heimat aufgrund der Abholzung immer weiter zerstört wird. «No forests, no future» – die Greenpeace-Aktivist:innen richten sich mit ihrer Aktion an die Bevölkerung und rufen die Menschen dazu auf, von den Pensionskassen Nachhaltigkeit zu fordern.

Aufführungen um:

  • 12:00 Uhr
  • 14:00 Uhr
  • 16:00 Uhr

Die Progr Buvette ist ab 12 Uhr offen und serviert kalte und heisse Getränke.

Pensionskassen investieren in die Waldzerstörung

In der Tat schreitet die Zerstörung der Urwälder stetig voran – für die Rinderzucht, für Ölpalm-, Soja- und Kaffeeplantagen, für Holz und Papier, für Eisenerz, Gold, Öl und Gas. Die dafür verantwortlichen Unternehmen erhalten finanzielle Unterstützung auch aus der Schweiz: Pensionskassen sind mit mindestens 60 Milliarden Franken in Unternehmen investiert, die für die Abholzung von tropischen Wäldern besonders verantwortlich sind. Das zeigt ein Bericht von Greenpeace Schweiz.

Die ungebremste Abholzung hat verheerende Folgen: Tropische Wälder sind nicht nur Lebensraum von unzähligen Tieren und Heimat von indigenen Völkern, sie sind eine Lebensversicherung für alle: Wälder haben eine immens wichtige Funktion für die Biodiversität. Als gigantische Kohlenstoffspeicher spielen sie zudem eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Klimaerhitzung.

«No forests, no future», auf Deutsch «Keine Wälder, keine Zukunft», heisst es darum auf dem riesigen Plakat, das die Greenpeace-Aktivist:innen am Ende ihrer Kletter-Performance an der Fassade des Progr entrollen werden.

Greenpeace Schweiz fordert alle Pensionskassen auf, ab Mitte 2023 eine Nachhaltigkeitsstrategie zu verfolgen, die dazu beiträgt, die Pariser Klimaziele und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt zu erreichen, für letzteres sind bis 2030 mehr als 30 Prozent aller Landflächen und Meere zu schützen (eine Forderung, die allgemein als 30by30 bekannt ist). Die Transition zu einer nachhaltigen Wirtschaft muss zudem sozialverträglich verlaufen.