2018 hat sich Greenpeace rund um den Globus für den Schutz unseres Planeten eingesetzt – und konnte kleine aber auch grosse Erfolge feiern. Wir werfen einen Blick zurück. 

<b>Gesunde Pflanzenöle, samenlose Früchte und vitaminreiche Gemüse – mit solchen Produkten wollen Gentech-Konzerne um die Akzeptanz der KonsumentInnen werben. Dahinter steckt vor allem der Versuch, das Image von Gentech-Pflanzen zu verbessern. Das zeigt der neu erschienene Bericht «Verschobene Marktreife» des Gen-ethischen Netzwerk e.V. (GeN), der mit Unterstützung von Bund für Umwelt und Natur­schutz Deutschland (BUND), Bio Suisse, Greenpeace Schweiz, Pro Natura, WWF Schweiz, Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG) und der Zukunftsstiftung Landwirtschaft Deutschland erstellt worden ist.</b>

<div>
	<p class="bodytext">Die Mehrheit der europäischen Bevölkerung will
keinen Gentech-Food auf dem Teller. Den Grund für die breite
Ablehnung orten die Gentech-Konzerne im fehlenden Nutzen für die
Verbraucher. Da die bisherigen transgenen Pflanzen der ersten
Generation vor allem veränderte agronomische Eigen-schaften wie
Herbizid- und Insektenresistenz aufweisen, versprechen sie
höchstens den Landwirten einen Nutzen. Dass die KonsumentInnen in
Zukunft nicht mehr leer ausgehen, dafür soll die zweite und dritte
Generation transgener Pflanzen sorgen. Nicht mehr die agronomischen
Eigenschaften sollen im Vordergrund stehen. Jetzt soll die Qualität
der Pflanzen verändert werden. Was hinter der zweiten und dritten
Generation steckt, welche neuen transgenen Pflanzen entwickelt
werden und wann sie auf den Markt kommen, untersuchten Benno Vogel
und Christof Potthof. Eines ihrer zentralen Resultate: «Die
lautstarke Ankündigung der Gentech-Konzerne, transgene Pflanzen mit
direktem Nutzen für die KonsumentInnen zu entwickeln, entpuppt sich
bisher vor allem als rhetorischer Versuch, das Image der grünen
Gentechnik zu verbessern», sagt Mitautor Benno Vogel. Denn obwohl
seit Ende der 90er Jahre mit den Produkten der zweiten und dritten
Generation geworben wird, entwickelt sich der Trend gegenläufig:
die Anzahl der Versuche mit transgenen Pflanzen, deren Qualität
verändert worden ist, nimmt seit Mitte der 90er Jahre ab. Da die
Veränderung der Qualität technisch schwierig, der ökonomische
Erfolg der Produkte ungewiss ist und die Interessen der
Gentech-Konzerne eigentlich bei den agro-nomischen Eigenschaften
liegen, werden in den nächsten fünf Jahren kaum transgene Pflanzen
der zweiten und dritten Generation auf den Markt kommen. Wie Benno
Vogel und Christof Potthof zeigen, werden in den nächsten fünf
Jahren weiterhin transgene Pflanzen der ersten Generation das
Markt-ge-schehen dominieren. Die Palette der bereits
kommerzialisierten gen-tech-nisch veränderten Pflanzenarten dürfte
erweitert werden; Kandidaten sind: Banane, Erbse, Erdnuss,
Futterrübe, Gerste, Gurke, Kopfsalat, Luzerne, Pfeffer, Sonnenblume
und Weizen. Sie sollen resistent gemacht werden gegen Pilze, Viren,
Insekten sowie gegen Herbizide. Die Autoren schließen nicht aus,
dass in den nächsten fünf Jahren auch vereinzelte Agrarprodukte mit
veränderten Qualitätsmerkmalen auf den Markt kommen werden: Die
Gentech-Industrie arbeitet daran, die Haltbarkeit zu verlängern,
die Verdaubarkeit (bei Futtermitteln) zu verbessern oder
Fett-säuren-, Stärke- und Proteinstoffwechsel zu verändern.
Allerdings werden diese Produkte nicht KonsumentInnen einen
Zusatznutzen bringen, sondern allenfalls den Lebensmittel-,
Futtermittel- und anderen industriellen Verarbeitern. Die Autoren:
Benno Vogel ist freiberuflicher Biologe in Zürich und Berlin.
Christof Potthof ist ebenfalls Biologe und Mitarbeiter des
Gen-ethischen Netzwerks e.V. (GeN) in Berlin. Das GeN setzt sich
seit zwanzig Jahren kritisch mit Reproduktions-, Bio- und
Gentechnologie auseinander. Der Bericht steht unter folgenden
Adressen zum kostenlosen Download bereit. Die Printversion ist
erhältlich beim Gen-ethischen Netzwerk e.V.</p>

<ul class="action-items">
<li><a href="http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/" target="gen-ethisches-netz" class="normal" rel="noopener noreferrer">www.gen-ethisches-netzwerk.de</a></li>

<li><a href="http://www.bund.net/" target="bund" class="normal" rel="noopener noreferrer">www.bund.net</a></li>

<li><a href="http://www.wwf.ch/" target="wwf" class="normal" rel="noopener noreferrer">www.wwf.ch</a></li>

<li><a href="http://www.typo3.greenpeace.namics.com/http://" target="www.gentechnologie.ch" class="normal" rel="noopener noreferrer">www.gentechnologie.ch</a></li>

<li><a href="http://www.zs-l.de/" target="zsI" class="normal" rel="noopener noreferrer">www.zs-l.de</a></li>

<li><a href="http://www.pronatura.ch/" target="_blank" class="normal" rel="noopener noreferrer">www.pronatura.ch</a></li>

<li><a href="http://www.biosuisse.ch/" target="biosuisse" class="normal" rel="noopener noreferrer">www.biosuisse.ch</a></li>

<li><a href="http://www.greenpeace.ch/" target="greenpeace" class="normal" rel="noopener noreferrer">www.greenpeace.ch</a></li>
</ul>

<p class="bodytext"><strong>Autor/Autorin:</strong></p>

<p>Bruno Heinzer, Beat Jans, Jacqueline Oggier, Martin Ott,
Christof Potthof, Benno Vogel</p>

<p><strong>Kontakt:</strong></p>

<p>Beat Jans, Pro Natura Abteilungsleiter Politik und
Internationales, 0041 61 317 92 22, <img class="obfimg Eoi_3" src="https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2019/05/10114639-10114639-5ed6717df4280a3dbc97b2e9868cde62.png" alt=""><script type="text/javascript"><!--
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<p class="bodytext">Jacqueline Oggier, Projektleiterin Gentechnik
WWF Schweiz, 0041 22 939 39 77, <img class="obfimg Eoi_4" src="https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2019/05/fbab7986-fbab7986-49d6b372f31c7a7b43fd4f45460c8539.png" alt=""><script type="text/javascript"><!--
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<p class="bodytext">Bruno Heinzer, Greenpeace Schweiz, 0041 79 400
88 31, <img class="obfimg Eoi_5" src="https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2019/05/e8b6c4f8-e8b6c4f8-feefd5f972709830977841dbad5887f1.png" alt=""><script type="text/javascript"><!--
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<p class="bodytext">Martin Ott, Landwirt und Vorstandsmitglied BIO
SUISSE, 0041 52 304 91 20, <img class="obfimg Eoi_6" src="https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2019/05/3baccb23-3baccb23-d3d8babd675323db6f4a0e6481b641fc.png" alt=""><script type="text/javascript"><!--
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<p class="bodytext">Christof Potthof, Gen-ethisches Netzwerk, e.V.,
0049 30 685 80 30, christof.potthof@gen-ethisches-netzwerk.de</p>



<p class="bodytext">Benno Vogel, 0041 79 614 78 01,
<img class="obfimg Eoi_7" src="https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2019/05/8128388d-8128388d-3320905d99ec0157fd945f67bb9cbe2a.png" alt=""><script type="text/javascript"><!--
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</div>
(© Hernan Vitenberg/Greenpeace)
JANUAR: EINSTEHEN FÜR DEN WALD

Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten demonstrieren in Salta (Argentinien) gegen die von der Regierung angeordneten Abholzung der regionalen Wälder. Durch die Proteste konnte die illegale Rodung gestoppt und der Wald gerettet werden.

(© Esther Horvath/Greenpeace)
FEBRUAR: FORSCHEN FÜR DAS EIS

Das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise begibt sich auf eine dreimonatige Reise in die Antarktis, wo die Crew wissenschaftliche Daten sammelt. Diese Arbeit dient dazu, der Staatengemeinschaft die Notwendigkeit von Meeresschutzgebieten in der Antarktis klar zu machen.

(© Jurnasyanto Sukarno/Greenpeace)
MÄRZ: REISEN FÜR DIE UMWELT

Auch die das Greenpeace-Flaggschiff Rainbow Warrior der Greenpeace-Flotte sticht im Frühling in See: In Indonesien besucht die Crew verschiedene Orte des Inselstaates, um Hilfe bei lokalen Umweltproblemen anzubieten. In Papua West wird sie feierlich von Einheimischen willkommen geheissen.

(© Trunk Xu/Greenpeace)
APRIL: VERKLEIDEN FÜR DAS MEER

Der chinesische Schauspieler und Antarktis-Botschafter Li Guangjie ist als Pinguin verkleidet unterwegs in Peking, um auf das Protect-the-Antarctic-Projekt von Greenpeace aufmerksam zu machen. Das Ziel der Kampagne ist ein Schutzgebiet im Weddellmeer.

(© Ilse Huesca Vargas/Greenpeace)
MAI: KLETTERN FÜR DEN SAUERSTOFF

Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten platzieren eine Sauerstoffmaske auf der Statue von Diana Cazadora in Mexico-City. Mit der Aktion rufen sie den Staat dazu auf, Massnahmen gegen die Luftverschmutzung zu ergreifen.

<b>Greenpeace-AktivistInnen haben heute morgen in Spanien ein Gentech-Maisfeld besetzt. Sie protestieren damit gegen den Anbau von Gentech-Mais durch die Schweizer Firma Syngenta. Der Agromulti verletzt die spanische Gesetzgebung durch nicht erfüllte Auflagen. Greenpeace-VertreterInnen übergaben gleichzeitig am Basler Hauptsitz dem Syngenta Verwaltungsratspräsidenten Heinz Imhof persönlich einen Forderungsbrief und einen Bericht über den Gentech-Anbau in Spanien. Greenpeace fordert Syngenta auf, den Verkauf von Bt-176-Mais in Spanien ab sofort zu unterlassen.</b>

<div>
	<p class="bodytext">Basel/Madrid.  Auf ungefähr 25'000 Hektaren
wird in Spanien Gentech-Mais der Firma Syngenta angebaut. Die
Zulassung des Insektengift-produzierendem Gentech-Mais Bt-176 hatte
zuvor in der EU hitzige Diskussionen ausgelöst. In Luxemburg,
Österreich und Italien ist der Anbau dieser Maissorte verboten
worden. Gründe für ein Verbot waren rasch auftretende
Insektenresistenz, mangelnde Kenntnisse über die Auswirkungen auf
Nichtzielorganismen (z.b. Nützlinge) sowie ein eingefügtes
Antibiotika-Marker-Gen. Sogar in den USA ist der Bt-176-Mais wegen
der Gefahr von Resistenzbildungen bei Schadinsekten nicht mehr
zugelassen.</p>

<p class="bodytext">In Spanien wurde 1998 der Bt-176-Anbau nur
unter bestimmten Auflagen erlaubt. So ist die Saatgutfirma
verpflichtet, am Ende jeder Saison eine Liste der Käufer, der
verkauften Saatgutmenge und der genauen Anbaugebiete an das
spanische Landwirtschaftsdepartement einzureichen. Zudem wäre sie
verpflichtet gewesen, einen Monitoringplan mit Informationen über
Insekten-Refugien und Fruchtwechselfolgen zu erstellen. Syngenta
ist gemäss Auskunft des spanischen Landwirtschaftsdepartements
diesen Auflagen nicht nachgekommen.</p>

<p class="bodytext">Die Bedenken und Ängste spanischer Bauern und
KonsumentInnen scheinen Syngenta kalt zu lassen. Wie in ganz Europa
ist die Ablehnung der KonsumentInnen ge-genüber Gentech-Pflanzen
auch in Spanien sehr hoch. Gerade beim Bt-Mais sind die
Auswirkungen auf die Gesundheit unzureichend untersucht worden. In
der Region Navarra wurden mit Gentech-Mais kontaminierte Felder
entdeckt. Die betroffenen Biobauern sind dadurch gezwungen,
weitgehend auf den Anbau von Mais zu verzichten.</p>

<p class="bodytext">Greenpeace hat in Spanien all diese
Informationen in einem Bericht zusammengefasst. Heute wenden sich
Grenpeace-AktivistInnen mit einer Protestaktion auf einem
Gentech-Maisfeld gegen den Gentech-Anbau in Spanien. Es ist ein
Skandal, dass der Bt-176-Mais heute noch angebaut wird. Sogar
gemäss Alex Krauer (dem damaligen Chef der Syngenta Vorgängerin
Novartis) wurde mit dem Bt-176 Mais aus Konkurrenzgründen ein
unfertiges Produkt, das ein Antibiotika-Resistenz-Gen enthält, auf
den Markt gebracht (Basler Zeitung, 29.1.1998).</p>

<p class="bodytext"><strong>Kontakt:</strong></p>

<p>Marianne Künzle, Gentech-Kampagne Greenpeace Schweiz 079 / 410
76 48</p>

<p>Greenpeace Medienabteilung 01 / 447 41 11</p>
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(© Mike Schmidt/Greenpeace)
JUNI: MARSCHIEREN FÜR DEN KOHLEAUSSTIEG

Als Teil eines breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses marschieren Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten gemeinsam mit Freiwilligen anderer Organisationen im Sommer in Berlin. Sie fordern von der Regierung einen schnellen Kohleausstieg – mit einem Banner voller schwarzer Händeabdrücke.

(© Nicolas Chauveau/Greenpeace)
JULI: FLIEGEN FÜR DIE SICHERHEIT

Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten steuern eine Superman-Drohne in die No-Fly-Zone rund um das Atomkraftwerk Bugey (Frankreich). Damit zeigen sie auf, wie ausgesetzt das der Atommeiler einem möglichen Angriff aus der Luft ist.

(© Falk Heller/Greenpeace)
AUGUST: AUFSTEIGEN FÜR DIE GLETSCHER

Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten steigen auf die Zugspitze in Bavaria, um ein Banner auf dem Gletscher anzubringen. Mit der Aktion wollen sie Deutschland zum Kohleausstieg bewegen und so unter anderem das Schmelzen der Gletscher stoppen.

<b>Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz fordert, dass fünf alte deutsche Atomkraftwerke abgeschaltet werden, weil sie einem Terrorangriff aus der Luft nicht standhalten würden. Greenpeace stellt fest, dass die drei ältesten schweizerischen Reaktoren Beznau-1, Beznau-2 und Mühleberg ähnlich gebaut sind wie die gefährlichen deutschen Atommeiler und die selben Schwachstellen aufweisen. Die optimistische Einschätzung der Schweizer Behörden, Schweizer AKW seien nicht gefährdet, ist vor diesem Hintergrund unhaltbar. Greenpeace formuliert deshalb die Abschaltregel Nummer 1: Terroranfällige Atomkraftwerke abschalten, bevor es andere tun!</b>

<div>
	<p class="bodytext">Zürich. Nach den Flugzeugattacken auf das World Trade Center drängte sich sofort die Frage auf, ob Atomreaktoranlagen gleichartigen Angriffen widerstehen würden. In allen atomenergienutzenden Ländern wurden entsprechende Untersuchungen durchgeführt. Zu scheinbar optimistischen Schlüssen kam die schweizerische Sicherheitsbehörde HSK (Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen). Im Vorfeld der letztjährigen Atomausstieg-Abstimmung verkündete sie an einer Medienkonferenz pauschal, die schweizerischen Atomkraftwerke seien gegen Flugzeugattacken «ausreichend geschützt».</p>
<p class="bodytext">Dies allerdings ist unhaltbar, wie sich mit der Studie der deutschen Gesellschaft für Reaktorssicherheit (GRS) zeigt. Diese belegt, dass insbesondere die ältesten deutschen Reaktoranlagen einer Flugzeugattacke nicht standhalten würden. Die Studie warnte davor, dass es bei diesen Altanlagen zu einem schnellen Schmelzen des hochradioaktiven Reaktorkerns und in der Folge zur Freisetzung von grossen Mengen Radioaktivität kommen könnte.</p>
<p class="bodytext">Es ist zu befürchten, dass die HSK den Zustand der alten Schweizer AKW vor der Abstimmung zum Atommausstieg schöngeredet hat. Sie ist nun eine Erklärung schuldig für die deutliche Differenz zwischen ihrer Sicherheitsbeurteilung und jener der deutschen GRS.</p>
<p class="bodytext">Zwar hat das Schweizer Volk im Mai 2003 den «politischen» Atomausstieg abgelehnt. Doch alle - auch die Nein-Stimmenden - setzten dabei voraus, dass bei der Sicherheit keinerlei Kompromisse gemacht werden dürfen. «Weiterbetrieb ja, aber nur so lange wie die Atomkraftwerke noch sicher sind» war die Devise. Greenpeace fordert daher, dass nun für die Restbetriebsdauer klare Abschaltregeln gesetzt werden. Eine davon muss lauten: Schalte ein terroranfälliges Atomkraftwerk ab, bevor es andere tun! Weitere Abschaltregeln müssen folgen.</p>
<p class="bodytext"><strong>Kontakt:</strong></p>
<p>Leo Scherer, Atom-Kampagne Greenpeace Schweiz 078 / 720 48 36 Greenpeace-Medienabteilung 01 / 447 41 11</p>
</div>
(© Kevin McElvaney/Greenpeace)
SEPTEMBER: HÄNGEN FÜR DEN FORST

Der Energiekonzern RWE will den Hambacher Forst für Braunkohletagebau roden. Doch Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten protestieren gemeinsam mit Menschen aus der ganzen Welt vor Ort gegen die geplante Abholzung. Mit Erfolg: Die Rodung wurde vorerst gerichtlich gestoppt.

(© Attila Pethe/Greenpeace)
OKTOBER: ZUSAMMENKOMMEN FÜR DIE OZEANE

Greenpeace Ungarn fordert am Heldenplatz in Budapest das Parlament dazu auf, den Gesetzesentwurf zur Reduktion von Einwegplastik anzunehmen. Zuvor wurden in einer Petition innerhalb von 120 Tagen 120’000 Unterschriften für das Gesetz gesammelt.

(© Pablo Blazquez/Greenpeace)
NOVEMBER: MALEN FÜR DIE ERNEUERBAREN ENERGIEN

Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten bemalen das Kohle- und Gaskraftwerk in der Provinz A Coruña (Spanien). Mit der Aktion demonstrieren sie für die Schliessung des Kraftwerks und fordern vom Staat den kompletten Ausstieg aus der Kohle.

<b>Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat heute die Greenpeace-Beschwerde gegen den Versuchsanbau von Gentech-Weizen abgelehnt und so der ETH grünes Licht für die Aussaat von Gentech-Weizen in Lindau/ZH erteilt. Auch der Einspruch von AnwohnerInnen aus der Umgebung des geplanten Versuchsfeldes wurde zurückgewiesen. Offenbar gewichtet das «Umwelt»-Departement Leuenberger die Förderung akademischer Karrieren und die finanziellen Interessen der Agro-Industrie höher als den Schutz von Umwelt, Gesundheit und ökologischer, einheimischer Landwirtschaft. Greenpeace wird zusammen mit der Bevölkerung vor Ort gewaltlos Widerstand gegen das überflüssige und gefährliche Gentech-Experiment leisten und einen Weiterzug des Entscheids ans Bundesgericht prüfen.</b>

<div>
	<p class="bodytext">Bern. Der Freisetzungsversuch der ETH Zürich
birgt eine ganze Palette von Gefahren in sich:
Antibiotikaresistenz, unbekannte Auswirkungen auf Bodenbakterien
oder Insekten sowie Auskreuzung auf benachbarte Weizen und
Wildgräser. Die Gentech-Pflanzen sind völlig unzureichend
beschrieben, ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt sind selbst
den ETH-Forschern unbekannt und sie haben in Vorversuchen in der
Gewächshalle gar nicht funktioniert. Dessen ungeachtet und trotz
grosser Vorbehalte von Ethik- und Biosicherheitskommission,
erteilte das UVEK der ETH nun grünes Licht zur Aussaat.</p>

<p class="bodytext">Greenpeace wird die UVEK-Begründung sorgfältig
prüfen und entscheiden ob ein Weiterzug ans Bundesgericht sinnvoll
ist, d.h. ob reelle juristische Chancen bestehen. Parallel dazu
wird die Umweltorganisation aber mit anderen Mitteln gegen die
Gentech-Zwängerei weiterkämpfen. So tourte seit 9. Februar ein
Greenpeace-Team durch die Schweiz, informierte die Bevölkerung und
gab GegnerInnen des ETH-Weizen-Experiments die Möglichkeit einem
Film-Team ihr persönliches Statement abzugeben. Die
ETH-Verantwortlichen werden am 4. März in Lindau mit diesen
Gesichtern des Widerstands konfrontiert. Und am 6. März findet in
der Nachbarschaft des Versuchsgeländes ein grosses Protestfest
statt, für das die betroffenen AnwohnerInnen nicht nur alle
GegnerInnen des Gentech-Weizen und Prominenz aus Umwelt-,
Landwirtschafts- und KonsumentInnenkreisen einlädt, sondern auch
die für das Gentech-Experiment Verantwortlichen der ETH. Kommen die
ETH-Forscher auch dann nicht zur Einsicht, wird der Protest mit
anderen gewaltlosen Mitteln fortgeführt.</p>

<p class="bodytext">Die Natur darf nicht zum Gentech-Labor
verkommen. Umweltfreundliche Landwirtschaft muss in der Schweiz
möglich bleiben. «Unter dem Deckmantel der Forschung soll dem
Gentech-Anbau Tür und Tor geöffnet werden. Die schleichende
Verunreinigung durch Gentech-Organismen ist dann nicht mehr zu
stoppen», betont Marianne Künzle von Greenpeace. «Gerade in der
kleinräumigen Schweiz ist ein Nebeneinander von Gentech und
ökologischer Landwirtschaft nicht möglich. Deshalb wehren wir uns
mit allem Nachdruck gegen jede Aussaat von Gentech-Samen.»</p>



<p class="bodytext"><strong>Kontakt:</strong></p>

<p>Marianne Künzle, Genschutz-Kampagne Greenpeace Schweiz 079 / 410
76 48</p>

<p>Greenpeace-Medienabteilung 01 / 447 41 11</p>
</div>
(© Konrad Konstantynowicz/Greenpeace)
DEZEMBER: LEUCHTEN FÜR DAS KLIMA

Während der UNO-Klimakonferenz in Katowice (Polen) projizieren Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten eine Nachricht an die Spodek-Arena, wo sich Vertreterinnen und Vertreter aus über 200 Ländern treffen. Sie verhandeln dort über Regeln für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

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