Am 24. Februar jährt sich zum vierten Mal der Tag, an dem russische Truppen die Ukraine überfallen haben.


Greenpeace unterhält in der ukrainischen Hauptstadt Kyiv ein Büro. Die Mitarbeiter:innen stehen für Interviews zur Verfügung. Themen: Umweltzerstörungen durch den russischen Angriffskrieg, Atomkraftwerke, ziviler Widerstand, «grüner Wiederaufbau».

In den vergangenen Monaten waren vor allem Strom- und Heizkraftwerke das Ziel russischer Angriffe auf die Ukraine – mit fatalen Folgen für die Menschen. Für Greenpeace ist klar: Ein zentralisiertes Energiesystem, das auf Atomkraft und fossilen Brennstoffen beruht, hat keine Zukunft.

Schlagzeilen über Verhandlungen wecken die Hoffnung auf Frieden in der Ukraine. Die Menschen in der Ukraine und im Greenpeace Büro in Kyiv erleben jedoch jeden Tag eine andere Realität.

Seit Monaten haben die Mitarbeiter:innen nur wenige Stunden Strom pro Tag. Die Heizung bleibt oft kalt, Warmwasser gibt es nicht und auch kaum Möglichkeiten, sich eine Mahlzeit zu kochen. 

Die russische Armee greift gezielt Zivilist:innen, Wohnhäuser sowie Strom- und Heizkraftwerke an. Die Angriffe sind Teil einer gezielten Strategie, die auf einen Zusammenbruch der Energieversorgung abzielt. Allein seit Beginn des Jahres 2026 verzeichneten die ukrainischen Behörden 217 gezielte Angriffe auf die Energieinfrastruktur. 

Dezentrale und erneuerbare Energien

Es geht nicht nur um das Klima, Umweltschutz und Kosten. Dezentrale und erneuerbare Energien wie Solar und Wind sind in der Ukraine zu einer Frage des Überlebens, der Sicherheit und der Widerstandsfähigkeit geworden. 

Deshalb setzt Greenpeace seine Arbeit in der Ukraine auch während des Krieges fort. Greenpeace bleibt vor Ort, weil diese Arbeit gerade jetzt von entscheidender Bedeutung ist. 

Schritte in die Energieunabhängigkeit

Seit 2022 führt ein internationales Team zusammen mit lokalen Gemeinden, Partner:innen und Spender:innen Projekte im Bereich erneuerbare Energien durch – von Solaranlagen für medizinische Einrichtungen bis hin zu Lösungen für ganze Gemeinden.

Erneuerbare Energien sind nicht für die Zeit «nach dem Krieg» oder «wenn es besser wird». Jedes Solarpanel, jede Wärmepumpe, jedes Batterie-Energiespeichersystem ist ein Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit, Sicherheit und Frieden.

Weitere Informationen im Beitrag «Another year of war in Ukraine: Energy grid attacks among Russia’s escalating crimes» vom Greenpeace Urkaine Team. 

Kontakt

Daryna Rogachuk, Medienstelle Greenpeace Ukraine, [email protected], +38 06 359 82 600

Roland Gysin, Medienstelle Greenpeace Schweiz, [email protected], 044 447 41 17