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Die Goldraffinerie Metalor, mit Sitz in der Schweiz, hat mit Gold aus Peruanischer Horror-Mine gehandelt

Die Rundschau berichtete über die höchstgelegene Minen-Stadt «La Rinconada» in Peru, wo tausende KleinschürferInnen auf 5’500m ü.M. unter widrigsten Bedingungen nach Gold graben. Die Menschen arbeiten hier unter sklavenähnlichen Bedingungen. Die Umwelt ist hochgradig mit giftigem Quecksilber verseucht, wie Laboranalysen von GfbV, Aefu und Greenpeace zeigen.

Metalor war massgeblich am Goldhandel rund um die Goldmine „La Rinconada“ in Peru beteiligt und ist damit mitverantwortlich für die grassierenden Menschenrechts-Probleme und Umweltverschmutzung bei der weltweit am höchsten gelegenen Horror-Mine auf 5’500 Meter über Meer in der Nähe des Titicaca-Sees.

Die peruanischen Behörden haben Anfangs 2018 eine Lieferung von über 90 Kilo Gold an Metalor wegen Verdacht auf Geldwäscherei und illegalen Goldabbau beschlagnahmt. Die zuständige peruanische Staatsanwaltschaft ermittelt nun in Peru gegen die Firma «Minerales del Sur», die das beschlagnahmte Gold an Metalor liefern wollte. Die Vorwürfe lauten auf Handel mit illegalem Gold, Geldwäscherei und Bildung einer kriminellen Organisation. «Minerales del Sur» lieferte seit Jahren alles Gold exklusiv an Metalor.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Ärzte für Umweltschutz (AefU) und Greenpeace haben im selben Jahr umfassende Boden- und Gewässerproben genommen und auf Schadstoffe untersuchen lassen. Die Resultate sind erschreckend: Alle Proben sind mit hochgiftigem Quecksilber belastet, teils mit Konzentrationen 1000-fach über den zulässigen Schweizer Grenzwerten.

Wer die Umwelt verschmutzt, muss dafür gerade stehen. Auch Konzerne mit Sitz in der Schweiz sollen bei ihren Auslandstätigkeiten Mensch und Umwelt respektieren. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit…

Matthias Wüthrich, Senior Campaigner Greenpeace Schweiz

Nach jahrelangen Protesten hat Metalor im April 2019 verkündet, kein Gold aus „La Rinconada“ und allgemein heiklem Bergbau mehr zu beziehen. Wäre die Konzernverantwortung-Initiative in Kraft, hätte Metalor die gravierenden Menschenrechtsproblem und Umweltverschmutzungen bei ihrer Horror-Mine „La Rinconada“ von Anfang an erkannt und Massnahmen zur Beseitigung der Probleme ergreifen müssen.

Der Beitrag der Rundschau kann hier nachgeschaut werden.

Mehr Infos auf der Webseite der Gesellschaft für bedrohte Völker