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Atommüll

25.11.1994: Zwischenlager Gorleben, Deutschland ©Signum/Greenpeace

Niemand weiss, wohin damit

Radioaktiver Abfall strahlt Hunderttausende Jahre lang. Weltweit gibt es kein einziges Endlager. In Zwischenlagern verbuddelter Atommüll ist eine tickende Zeitbombe für nachkommende Generationen.

Vor 60 Jahren kamen in Russland, England und USA die ersten kommerziellen Atomkraftwerke in Betrieb. Heute sind es weltweit etwa 440, aus denen jährlich rund 11 000 Tonnen abgebrannter Nuklearbrennstoff entladen werden. Dieser hochradioaktive Atommüll enthält über 100 Tonnen Plutonium und etwa 400 Tonnen Urantrümmer (=Spaltprodukte). Wer nur schon ein Millionstel Gramm Plutonium einatmet, kann an Lungenkrebs erkranken. Umso erschreckender, dass all dieser Atommüll in Zwischenlagern vor sich hinstrahlt oder als gefährliches Handelsgut in arme Länder gelangt. Denn ein Endlager als dauerhafte Lösung existiert auf der ganzen Welt nicht.

In der Schweiz ist die nationale Gesellschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle, Nagra, für die Atommüllfrage zuständig. Nach vielen Verzögerungen wird das Zwischenlager in Würenlingen nun gefüllt. Ein dauerhaftes Endlager ist noch nicht in Sicht. Gegen den Standort Wellenberg haben sich die NidwaldnerInnen erfolgreich gewehrt. Und in Benken, wo ein Lager für hochradioaktiven Abfall geplant wird, regt sich ebenfalls Widerstand. Die Nagra hat es nicht einfach, eine Lösung zu finden.

Für Greenpeace ist unter diesen Voraussetzungen Schadensbegrenzung angesagt. Das heisst, so schnell wie möglich aussteigen aus der Atomenergie.

» Gemeinsam mit Greenpeace kämpfen Sie für eine intakte Umwelt

«Die Endlagerung des radioaktiven Mülls ist ungelöst und kann von einem Land wie der Schweiz allein nur schwer gelöst werden.»

Gerhard Schröder, ex-Bundeskanzler

 

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