Botschafter Julio Cordano aus Chile wurde am Samstag, dem 7. Februar, in Genf zum Vorsitzenden des zwischenstaatlichen Verhandlungsausschusses (INC) gewählt. Greenpeace hofft, dass diese Wahl einen Wendepunkt in den Verhandlungen über das globale Plastikabkommen markiert und das Vertrauen in den Prozess wiederherstellt. Die Wahl fand heute während der dritten Sitzung der fünften Verhandlungsrunde (INC5.3) statt. 

Joëlle Hérin, Konsumexpertin bei Greenpeace Schweiz, kommentiert: 

«Botschafter Julio Cordano übernimmt einen Verhandlungsprozess, der unter Druck steht. Seit Beginn der Verhandlungen haben wir wertvolle Zeit verloren, während die Plastikverschmutzung von Tag zu Tag schlimmer wird.»

«Wir fordern den neuen Vorsitzenden auf, die Staats- und Regierungschef:innen der Welt zu einem soliden und wirksamen Abkommen zu bewegen, das den Planeten und seine Bewohner:innen ins Zentrum stellt. Es gibt keine Ausreden mehr. Dies ist eine einmalige Gelegenheit, unsere Gesundheit, das Klima und die Biodiversität vor giftiger Verschmutzung zu schützen und eine neue Ära globaler Innovation einzuläuten.»

«Überall auf der Welt stellen Unternehmen und Milliardär:innen demokratische Institutionen in Frage und untergraben die globale Zusammenarbeit. Wir brauchen einen wirksamen Multilateralismus, um das Überleben der Menschheit zu sichern. Es ist an der Zeit, dass Regierungen, die dies verstehen, sich der Herausforderung stellen und ein globales Plastikabkommen abschliessen, das auf Wissenschaft und Gerechtigkeit basiert.»

Fotos (aufgenommen heute Morgen in Genf)

Kontakt

Joëlle Hérin, Konsumexpertin bei Greenpeace Schweiz, +41 79 256 32 65, [email protected] 

Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, [email protected]