Vor dem Kollegienhaus der Universität Basel standen heute Mittag pflanzliche Proteine, von Erbsen bis Soja, aus der Schweiz im Mittelpunkt. Über 275 Personen folgten der Einladung von Greenpeace Schweiz und Plant-Based Universities Basel, um die Vielfalt der pflanzlichen Proteine aus der Schweiz zu entdecken. Fast 20 Prozent des Klima-Fussabdrucks der Schweiz stammen aus der Ernährung. Mehr pflanzliche Proteine sind ein wichtiger Hebel, um Klima, Umwelt und Gesundheit zu schützen. 

Heute Mittag haben Greenpeace Schweiz und die Projektgruppe Plant-Based Universities Basel Interessierten eine pflanzliche Mahlzeit offeriert. Die Teilnehmenden erhielten eine Reis-Gemüse-Bowl mit verschiedenen pflanzlichen Proteinvarianten aus der Schweiz, von Erbsen, über Ackerbohnen bis Soja, welche das Team von Vege’tables vorbereitet hatte. 

Die Einladung zum Mittagessen ist Teil der Kampagne für ein nachhaltiges Ernährungssystem von Greenpeace Schweiz. Fast 20 Prozent des Klima-Fussabdrucks der Schweiz stammt aus der Ernährung. Das liegt zu einem grossen Teil daran, dass die meisten Menschen in der Schweiz viel zu viel Fleisch und andere Tierprodukte essen. Sie essen durchschnittlich rund dreimal so viel Fleisch wie vom Bund und der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung empfohlen. Deren Empfehlung liegt zwischen 0 und 360 Gramm Fleisch pro Woche. Würden sich alle Menschen in der Schweiz an diese Empfehlung halten, könnten sich die Umweltschäden aus unserer Ernährung bis zur Hälfte reduzieren.

Eine stärker pflanzenbasierte Ernährung ist auch gesünder: Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs sinkt, weil Pflanzen mehr Ballaststoffe sowie nützliche Nährstoffe und weniger gesättigte Fettsäuren enthalten.

Rahmenbedingungen sind entscheidend

«Die Studierenden der Universität Basel möchten ihren Beitrag leisten, um das Klima und die Umwelt zu schützen. Darum machten sie im Oktober 2025 deutlich, dass die Mehrheit sich bis 2030 ausschliesslich pflanzliche Menüs in den Mensen wünscht. Nun sollte die Universität auch Verantwortung übernehmen und dies umsetzen», sagt Chantal Senn von Plant-Based Universities Basel. 

Nico Frommherz, Konsumexperte bei Greenpeace Schweiz, ergänzt: «Politik und Detailhandel zementieren die starke Ausrichtung des Schweizer Ernährungssystems auf Tierprodukte. So fliessen 82 Prozent der staatlichen Direktzahlungen in die Tierproduktion und nur 10 Prozent der Proteine im Angebot von Migros und Coop stammen von Pflanzen. Wir fordern, dass die Politiker:innen die Agrarpolitik 2030+ zukunftstauglich gestalten und damit die Proteinwende vorantreiben.»

Mehr Informationen: 

Kontakt

  • Greenpeace Schweiz, Michelle Sandmeier, Mediensprecherin Konsumthemen, ‭+41 77 205 66 70‬, [email protected] 
  • Plant-based Universities Basel, Chantal Senn, + 41 77 244 08 00, [email protected]