Die 31. Konferenz der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) in Kingston, Jamaika, endet enttäuschend. Die Regierungen versäumten es, die potenziell völkerrechtswidrigen Aktivitäten von Firmen wie der kanadischen The Metals Company und der Schweizer Firma Allseas im Verbund mit Donald Trump zu verurteilen.
Mauritius, Mosambik und die Republik Kongo schlossen sich in den vergangenen Tagen einem Moratorium für Tiefseebergbau an. Neu sind 46 Länder gegen diese zerstörerische Industrie. Die Schweiz hat sich 2023 für ein Moratorium ausgesprochen.
Das ist eines der wenigen positiven Resultate der 31. Konferenz der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA). Die Jahreskonferenz der UNO-Behörde ging soeben in Kingston, Jamaika, zu Ende.
Ebenfalls positiv: Die ISA hat keine Genehmigung für kommerziellen Tiefseebergbau in internationalen Gewässern erteilt. Ein industrieller Abbau ohne entsprechende Bewilligung würde internationales Recht verletzen.
Genau das treiben Unternehmen wie die kanadische Firma The Metals Company (TMC) und die Firma Allseas mit Sitz in der Schweiz voran. Allseas ist der wichtigste Partner von TMC. Sie berufen sich dabei auf ein Dekret, das der amerikanische Präsident Donald Trump erlassen hat.
Die ISA-Mitglieder versäumten es, in Kingston die potenziell völkerrechtswidrigen Aktivitäten von TMC, Allseas und Trump zu verurteilen. Zudem stärkte die ISA die Rolle von Bergbaufirmen. Sie haben neu einen Beobachterstatus.
Immerhin: Die ISA erkannte den dringenden Bedarf, die Tiefseeforschung zu intensivieren, basierend auf einem Vorschlag des Inselstaates Vanuatu. Bereits früher haben sich über 940 Wissenschafter:innen aus mehr als 70 Ländern gegen Tiefseebergbau ausgesprochen.
Mehr Informationen zur ISA-Konferenz in Jamaika in der gestrigen Medienmitteilung von Greenpeace International.
Greenpeace-Aktivist:innen fordern «Hände weg vom Tiefseebergbau»
Greenpeace-Aktivisti:innen haben in den vergangenen Wochen an verschiedenen Orten in der Schweiz mit grossflächigen Projektionen gegen Allseas und Donald Trump protestiert. Darunter waren Projektionen auf die amerikanische Botschaft in Bern. In der Pflicht stehen auch Regierungen wie die Schweiz. Sie müssen Unternehmen stoppen, die völkerrechtswidrig Tiefseebergbau betreiben wollen.
Kontakt
Sol Gosetti, Medienkoordinatorin «Stop Deep Sea Mining», Greenpeace International, +34 633 029 407, [email protected]
Roland Gysin, Medienstelle Greenpeace Schweiz, 044 447 41 17, [email protected]


