Bilder und Videos (wird aufdatiert)

Greenpeace-Aktivist:innen haben auf das Schloss Chillon ein Video projiziert. Es zeigt, wie die Schweizer Firma Allseas in den Tiefseebergbau verstrickt ist – und was das beschauliche Dorf Châtel-St-Denis im Kanton Freiburg mit Donald Trump und einem der grössten geplanten Raubzüge der modernen Geschichte zu tun hat. 

Der unscheinbare Hauptsitz der Allseas-Gruppe liegt in der Industriezone von Châtel-Saint-Denis im Kanton Freiburg. Der Konzern verlegt Pipelines auf den Meeresböden, baut Ölplattformen auf und ab, erstellt Windkraftwerke im Meer – und ist einer der wichtigsten Player im Rennen um den Tiefseebergbau.

Allseas ist der wichtigste Partner der kanadischen Firma The Metals Company (TMC). TMC will ohne Erlaubnis der International Seabed Authority mit Tiefseebergbau starten. Die UNO-Organisation hat 170 Mitgliedsländer und ist für Fragen zur Tiefsee zuständig. 

Doch das ist Allseas und TMC egal. Sie berufen sich auf eine Verordnung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump – und umgehen damit internationales Recht.

«Die Tiefsee ist kein Spekulationsobjekt»

Tiefseebergbau birgt grosse Risiken für Umwelt und Klima. Die Tiefsee beheimatet einzigartige Ökosysteme. Meeresbiologie:innen vermuten, dass wir 90 Prozent der Arten in der Tiefsee noch nicht kennen. 

Die Tiere und Pflanzen haben ihre Lebensweise den extremen Bedingungen in der ewigen Dunkelheit in 1000 und mehr Metern Tiefe angepasst. Eingriffe wären verheerend. Die Plünderung des Meeresbodens würde zudem riesige Mengen an CO2 freisetzen und damit die Klimakrise verschärfen.

Iris Menn, Meeresbiologin und Geschäftsleiterin Greenpeace Schweiz, sagt: «Die Tiefsee ist kein Spekulationsobjekt, sondern ein Wunder der Natur und wichtig für das Klima und die Ozeane. Sie braucht unseren Schutz. Wir dürfen sie nicht zerstören.»

Die geplane Ausbeutung der Tiefsee ist Gegenstand internationaler Verhandlungen

Die International Seabed Authority mit Sitz in Kingston, Jamaika, ist für Fragen zum Tiefseebergbau zuständig.

Aktuell findet die 31. Jahresversammlung dieser UNO-Organisation statt. Neben offiziellen Vertreter:innen der Schweiz ist auch eine Delegation von Greenpeace International vor Ort.

Zurzeit sprechen sich 43 Staaten für ein Moratorium zum Tiefseebergbau aus, darunter die Schweiz.

Kontakt

Roland Gysin, Medienstelle Greenpeace Schweiz, [email protected],
044 447 41 17