Rund 30 Prozent des gesamten Schweizer Klima-Fussabdrucks geht über den Ladentisch von Migros und Coop. Während wir die Folgen des Klimawandels sehen und spüren, versprechen die beiden Detailhändler weiterhin, sich für den Klimaschutz und eine gesunde Umwelt einzusetzen. Die Realität ist eine andere: Sie investieren Millionen in die Massentierhaltung, bewerben Fleisch aggressiv und nutzen entsprechende Aktionen als Lockvogelangebote. Dabei wissen sie: Für wirksamen Klima- und Umweltschutz braucht es mehr Linsen, Bohnen und Erbsen statt Fleisch, Milch und Eier.
Lies hier, wie Coop und Migros uns Umweltschutz und Verantwortung vortäuschen.
Pro Vegi oder Profit?

Noch immer stammen 90 Prozent der Proteine, die Migros und Coop verkaufen von Tieren. Fleisch, Milch und andere Tierprodukte dominieren die Regale – und die Detailhändler bewerben sie zusätzlich massiv: Aktionen, Rabatte und Plakate befeuern einen Konsum, der weder zukunftsfähig noch verantwortungsvoll ist.
Tierschutz oder Schlachtwahn?

In St-Aubin, Kanton Fribourg, will Migros einen Mega-Schlachthof bauen. Micarna, die zur Migros-Gruppe gehört, plant dort, mindestens 30 Millionen Hühner pro Jahr zu schlachten. Das würde den viel zu hohen Hühnerfleischkonsum und unsere Auslandabhängigkeit zementieren, weil wir Futtermittel importieren müssen. All dies schadet dem Klima, der Artenvielfalt und der Umwelt.
Wasser sparen oder verbrauchen?

Der geplante Schlachthof in St-Aubin wird täglich rund 1,4 Millionen Liter Wasser benötigen. Diese verantwortungslose Tierproduktion ist Teil des Geschäftsmodells der Migros. Gut, dass sie diesen massiven Wasserbrauch kompensiert – mit Tipps, wie du und ich im Alltag Wasser sparen können.
Netto was?

Wenn die Migros weiterhin so viel Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier verkauft, erreicht sie ihre Klimaziele im Jahr 2199. Schätzungsweise 20 Prozent der Klimagase der Migros stammen von Tierprodukten. Anstatt ihre Absatzförderung verantwortungsvoll zu gestalten, setzen sie mit ihrer Werbung, dem Sortiment und den Preisen Anreize, um mehr Tierprodukte zu kaufen.
*in ihren Wertschöpfungsketten
Taten oder Worte?

Tierprodukte verursachen fast die Hälfte der Gesamtemissionen der Coop-Gruppe. Mit Werbung kurbeln sie den Konsum von Fleisch, Milchprodukten, Eier und Fisch weiter an. Im Jahr 2021 bewarb die Coop-Gruppe Tierprodukte mit rund sechsmal mehr Geld als vegane Ersatzprodukte.


