Greenpeace-Aktivist:innen haben heute in fast 50 Migros- und Coop- Filialen in der Deutsch- und Westschweiz Tragetaschen mit dem Aufdruck «Give Peas a Chance», «Gebt Erbsen eine Chance», an den Kassen platziert. 27’170 Menschen haben eine entsprechende Petition unterschrieben. Sie fordern bis 2035 mindestens 60 Prozent pflanzliche Proteine in den Regalen von Coop und Migros. Greenpeace Schweiz übergibt die Petition heute den beiden Detailhändlern.

Migros und Coop verkaufen fast nur tierische Proteine: 90 Prozent der Proteine in ihrem Sortiment stammen von Tieren. Bei den Sonderangeboten zeigt sich das gleiche Bild: 90 Prozent betreffen Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte. Die Detailhändler befeuern den Verkauf von Tierprodukten mit ihrem Angebot, ihrer Werbung und Aktionen.

Würden sie pflanzliche Proteine fördern, wäre das ein entscheidender Schritt in Richtung eines zukunftsfähigen Ernährungssystems. 

27’170 Menschen fordern die Detailhandelsriesen Migros und Coop mit einer heute eingereichten Petition auf, bis 2035 dafür zu sorgen, dass mindestens 60 Prozent der verkauften Proteine pflanzlich sind.

Um auf die Forderung aufmerksam zu machen, haben rund 20 Greenpeace-Aktivist:innen in der Deutsch- und Westschweiz an den Kassen von fast 50 Migros- und Coop-Filialen Tragetaschen platziert. Die Papiertaschen tragen die Aufschrift «Give Peas a Chance» und «27’170 Menschen fordern: Machs besser, Migros!» bzw. «27’170 Menschen fordern: Taten statt Worte, Coop!».

Nico Frommherz, Konsumexperte bei Greenpeace Schweiz sagt: «Coop und Migros betonen gerne, dass sie sich für den Klima- und Umweltschutz engagieren. Beim grössten Hebel – den Tierprodukten in ihrem Sortiment – bleiben sie aber bisher tatenlos. Doch sie können das ändern. Migros und Coop haben nun die Chance zu beweisen, dass sie bereit sind, wirklich Verantwortung zu übernehmen: Sie können sich in den anstehenden freiwilligen Zielvereinbarungen mit dem Bund für ehrgeizige Ziele zur Proteinverteilung einsetzen.»

Zielvereinbarungen für faire Wettbewerbsbedingungen

Die Schweizer Detailhändler spielen eine wichtige Rolle für den Wandel hin zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Landwirtschaft. Deswegen haben sich Bund und Detailhändler auf freiwillige Zielvereinbarungen geeinigt, die Wettbewerbsnachteile durch wirksame Nachhaltigkeitsmassnahmen verhindern sollen. Die freiwilligen Zielvereinbarungen sollen im November 2026 unterschrieben werden.

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