Wir haben Menschen gesucht, die ihre Gemeinde zur glücklichsten Gemeinde der Deutschschweiz machen wollen. Fast 3000 haben mitgemacht und insgesamt neun Gemeinden nominiert. Nun starten wir die Gespräche mit Politik und Verwaltung.

«Wir sind begeistert von der Dynamik, die unser Gemeindeprojekt ausgelöst hat», sagt Projektleiterin Annina Aeberli. «Es mobilisiert Menschen und stärkt ihr Vertrauen in die Möglichkeit, die Politik mitzugestalten.»

Von der Ostschweiz bis ins Berner Emmental – fast 3000 Menschen haben ihre Kandidatin für die glücklichste Gemeinde der Deutschschweiz nominiert. Zur Auswahl standen deutschsprachige Gemeinden bis 20’000 Einwohner:innen. Das Nominierungsziel war abhängig von der Zahl der Einwohner:innen.

Neun Gemeinden sind nominiert: Burgdorf, Langnau im Emmental und Erlach (alle BE), Lichtensteig (SG), Liestal (BL), Rodersdorf (SO), Suhr (AG) sowie Rifferswil und Wald (beide ZH). 

«Ein vielversprechendes Projekt»

Wer mitgemacht hat, sieht Potenzial für Veränderungen: Eine Person, die Burgdorf (BE) nominiert hat, schreibt, die Einwohner:innen seien schon immer Pionier:innen gewesen und hätten dies in der Geschichte der Stadt oft bewiesen.

Ein Mann hat Lichtensteig (SG) nominiert, weil das Projekt die Menschen ins Boot hole. Das biete Perspektiven für Veränderungen

Ein Person aus Wald (ZH) ist überzeugt davon, dass «wir zusammen etwas Aussergewöhnliches realisieren können.»

Und Beat Ryser aus Langnau i.E. (BE) glaubt, dass das Gemeindeprojekt «viel Potenzial» hat. «Wo sich im Alltag ländliche Tradition und urbane Vielfalt treffen, kann das Grundprinzip der Donut-Ökonomie viel bewirken.»

Der Donut ist mehr als ein Süssgebäck

Am Anfang des Greenpeace-Projekts steht der Gedanke, dass das gute und glückliche Leben für Mensch und Planet an ihrem Wohnort beginnt. Leitlinie ist die sogenannte Donut-Ökonomie (siehe Bild).

Der Donut ist nicht nur ein Süssgebäck, er steht auch für ein Wirtschaftsmodell. Der innere Rand des Donuts steht für das «gesellschaftliche Fundament» mit Grundbedürfnissen wie politische Teilhabe, Gesundheit und Bildung. Der äussere Rand steht für die planetaren Belastungsgrenzen wie Wasser- und Bodenverbrauch, Klimawandel und Verlust der Artenvielfalt.

Die Umsetzung ist flexibel und individuell

Bei der Umsetzung stehen die konkreten Bedürfnisse einer Gemeinde im Zentrum. Ziel ist es, dass sich die Gemeinde im sicheren und gerechten Bereich (auf der Abbildung grün) des Donuts, so dass alle Menschen ein gutes Leben haben – in der Gemeinde und mit Blick auf die Erde.

Der Donut soll den Dialog zwischen Einwohner:innen, Politik und Verwaltung anregen. Die Umsetzung ist flexibel und individuell, je nach Gemeinde und den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen vor Ort. 

In den nächsten Wochen werden wir auf die nominierten Gemeinden zugehen und klären, ob sie in den Donut einsteigen möchten.

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