Greenpeace-Aktivist:innen haben bei Intragna im Kanton Tessin von einer Bahnbrücke Banner gehängt. Anlass ist der andauernde Krieg von Israel gegen Menschen im Gazastreifen und im Libanon. Auf den Bannern steht: «Diplomacy alone is Complicity» und «Act Now, End Genocide!»

Hintergrund der Aktion der Greenpeace-Aktivist:innen
Am 30. April hatte Greenpeace Schweiz Bundesrat und Aussenminister Ignazio Cassis gebeten, unverzüglich Massnahmen zu ergreifen, um das Völkerrecht zu wahren und den Schutz der Global Sumud Flotilla zu gewährleisten. Eine Antwort ist bis heute nicht eingetroffen.

Israelische Streitkräfte hatten Kommunikationskanäle der Schiffe der Global Sumud Flotilla gestört und mehrere Schiffe in internationalen Gewässern völkerrechtswidrig geentert. Die Schiffe konnten ihren Weg nicht fortsetzen. Zwei Besatzungsmitglieder, die von Israel verhaftet wurden, befinden sich seit einigen Tagen wieder in Freiheit. 

«Humanitäre Hilfe muss jederzeit und um jeden Preis respektiert und geschützt werden», sagt Iris Menn, Geschäftsleiterin von Greenpeace Schweiz. 

Die Schiffe der globalen Flotilla beförderten Ärzte, Pflegekräfte und Hilfsgüter, die das palästinensische Volk benötigt, um ihr zerstörtes Gesundheitssystem wieder aufzubauen. Greenpeace leistete mit dem Schiff Arctic Sunrise technische und operative Unterstützung, um die Flotte sicher über das Mittelmeer zu führen.

Greenpeace verurteilt alle Formen von Gewalt, Geiselnahmen, Massakern und Menschenrechtsverletzungen. 

Wir setzen uns für eine Zukunft ein, in der Israel und Palästina innerhalb anerkannter Grenzen, im Einklang mit dem Völkerrecht und den einschlägigen UN-Resolutionen friedlich nebeneinander und miteinander leben.

Wir fordern einen bedingungslosen und dauerhaften Waffenstillstand sowie die ungehinderte Lieferung von Hilfsgütern durch die UNO und andere humanitäre Organisationen. Darüber hinaus fordern wir gezielte Sanktionen und ein umfassendes Waffenembargo, das von der internationalen Gemeinschaft durchgesetzt wird, sowie das Ende aller illegalen Besetzungen.

Blog von Greenpeace International vom 11. Mai