Vor vielen Jahren, liebe Leserinnen und Leser, habe ich mich nicht für pflanz­liche Ernährung interessiert. Denn alle veganen Menschen, die ich mehr­heitlich von der Uni her kannte, schwärmten nur von einem: Hummus. Tagtäglich tunkten meine Kommiliton:innen während Vorlesungen ihr «Körnli-Brot» in die gelbliche Masse im Karma-Becherlein. Mir aber schmeckte Hummus so gar nicht. Mittlerweile bin ich sieben Jahre bei Green­peace – und ein Stück schlauer. Auch wenn ich Hummus noch immer nicht mag, weiss ich jetzt, dass pflanzliche Ernährung so viel mehr sein kann als nur pürierte Kichererbsen. Zum Beispiel leckere Bulgur-Bällchen. Oder einfach nur ein guter Burger.

Wenn wir anschauen, was hierzulande auf den Tisch kommt, scheint es vielen heute noch so zu gehen wie mir damals: Das Wissen darüber, was pflanzliche Proteine sind und alles können (S. 27), ist klein und tierische Proteine dominieren unsere Ernährung (S. 8). Dazu tragen auch die Politik (S. 13) und der Detailhandel massgeblich bei (S. 28). Greenpeace möchte das ändern und hat deshalb eine Zukunftsvision erstellt, in der unsere Proteine hauptsächlich von Hülsenfrüchten und Getreide kommen und Fleisch eine seltene Beilage ist. Eine Vorstellung, die wir mit vielen Menschen teilen (S. 14). Auch mit Ihnen?

Danielle Müller, Redaktionsleitung

PS: Bitte schicken Sie mir keine Hummus-Rezepte, ich habe schon alles probiert. Wirklich.