Mit der Annahme des indirekten Gegenvorschlags zur Atom-Initiative hat der Nationalrat eine unverantwortliche Entscheidung getroffen. Er stimmt einer blindlings vorangetriebenen Wiederbelebung der Atomenergie zu, ohne mehr Transparenz zu fordern – und sei es nur hinsichtlich der finanziellen Folgen. Von nun an kann nur noch eine Volksabstimmung die Schweiz wieder auf den Weg zu einer sicheren und klimafreundlichen Energieversorgung bringen. Greenpeace Schweiz ist Teil des breit abgestützten Bündnisses «Nein zu neuen AKW», welches bereit ist, das Referendum zu ergreifen.

Kommentar von Florian Kasser, Experte für Nuklearfragen bei Greenpeace Schweiz: 

«Diese Entscheidung ist unverantwortlich. Der Nationalrat hatte nicht den Mut, mehr Transparenz zu fordern, und sei es nur hinsichtlich der finanziellen Folgen.» 

«Zu dieser entscheidenden Frage kommen noch zahlreiche weitere hinzu: Was geschieht mit dem zusätzlichen hochradioaktiven Abfall? Was sind die Auswirkungen auf den Ausbau erneuerbarer Energien? Wie geht die Schweiz mit dem Klumpenrisiko um, das ein AKW birgt?»

«Zu sehen, wie die Parlamentarier:innen eine solch energiepolitische Entscheidung blindlings treffen, macht mich zutiefst ratlos. Es ist inakzeptabel.»

«Wir werden dafür sorgen, dass die Bevölkerung in dieser Angelegenheit das letzte Wort hat. Wir werden bis zum Schluss gegen diesen unnötigen, gefährlichen und kostspieligen Rückschritt kämpfen.»


Referendum gegen den Bau neuer Atomkraftwerke

Nach dem Ständerat will auch der Nationalrat den Bau neuer Atomkraftwerke wieder zulassen. Darum lanciert das Bündnis «Nein zu neuen AKW» das Referendum. Greenpeace Schweiz ist Teil des breit abgestützten Bündnisses. Die Unterschriftensammlung wird voraussichtlich Ende Juni beginnen.


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