Mit den Beinen bis zu den Knien im Schlamm am Ufer des Untersees (Bodensee) schlagen Greenpeace-Aktivist:innen Alarm: Nach mehreren Hitzewellen und kaum Regen ist es in der Schweiz extrem trocken. In mehreren Seen und Flüssen erreichen die Wasserstände einen historischen Tiefstand. Der Bodensee bildet da keine Ausnahme.

Greenpeace fordert die Schweiz auf, endlich das Ausmass der Klimakrise anzuerkennen und entsprechend zu handeln. Nötig sind 100 Millionen Franken für Sofortmassnahmen für den Klimaschutz und den Schutz der Bevölkerung vor Hitze. 

Ein Vorbote für künftige Sommer

In der Schweiz herrscht derzeit Wasserknappheit. Wegen der extremen Trockenheit sind am 1. August in weiten Teilen der Schweiz Feuer und Feuerwerk verboten. Die Folgen des Klimawandels sind mittlerweile im ganzen Land sicht- und spürbar.

Die Klimaszenarien sind eindeutig: Die Sommer werden heisser und trockener, die regenlosen Phasen länger und Waldbrände häufiger. Die Natur leidet bereits darunter, während der Rückgang von Schnee und Gletschern die Erwärmung der Alpen noch weiter beschleunigt. Die Schweiz erwärmt sich fast doppelt so schnell wie der weltweite Durchschnitt.

Dieser Sommer ist keine Ausnahme: Er ist ein Vorgeschmack darauf, was uns erwartet, wenn wir nicht sofort handeln.

Die Behörden müssen handeln!

Jedes zusätzliche Zehntelgrad Erderwärmung ist eines zu viel. Die Schweiz muss ihren gerechten Anteil im Kampf gegen die globale Erhitzung leisten, indem sie eine ehrgeizige Klimapolitik verfolgt und sich aus der Abhängigkeit von Öl und Gas befreit. Statt auf die Rückkehr der Atomkraft zu setzen, muss sie den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen.

Gleichzeitig sind Sofortmassnahmen nötig, um die Bevölkerung vor Hitzewellen zu schützen: Gebäude besser dämmen, Pflegeeinrichtungen und Schulen klimatisieren, Städte begrünen, Kühlinseln schaffen und Böden entsiegeln. 

Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Bundesrat und Parlament endlich die Klimakrise anerkennen und entsprechend handeln: Der Klimaschutz muss verstärkt werden – gleichzeitig braucht es eine schnellere Anpassung an die bereits sehr realen Folgen der Klimakrise. 

Für den Klimaschutz

Wir setzen uns hartnäckig für mehr Klimaschutz und eine lebenswerte Zukunft für alle ein.

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