Der in Neuseeland endemische Maui-Delfin ist akut vom Aussterben bedroht. Neben der Fischerei droht ihm Ungemach von den Ölkonzernen, die im kleinen Lebensraum der Meeressäuger den Profit wittern.

Mittwoch, 25. Februar 2015Ist der seltene und von der Industrie bedrohte Maui-Delfin bald nur noch auf Zeichnungen und Bildern zu sehen?

Seit Dezember haben wir uns für die Vaquita-Kleinwale eingesetzt. Es ist jetzt gelungen, den Lebensraum der letzten 97 Tiere vor rücksichtsloser Fischerei zu schützen. Die mexikanische Regierung stimmt unserer Petition vom Dezember zu. Das Dekret soll demnächst veröffentlicht werden. Das ist ein wunderbares Beispiel dafür, was wir zusammen mit unseren SupporterInnen erreichen können.

Doch die intelligenten Meeressäuger sterben auch anderswo: Der kleinste Vertreter der Wale, der maximal 1,4 Meter grosse Maui-Delfin, könnte schon bald für immer verschwinden. Ihre Treue zu den küstennahen und flachen westlichen Gewässern Neuseelands wird den laut wissenschaftlichen Schätzungen 55 verbliebenen Tieren zum Verhängnis: Die Ölindustrie will ausgerechnet dort demnächst mit seismischen Tests nach Öl suchen. Die unnötigen Messungen sind neben der unachtsamen Fischerei eine weitere grosse Gefahr für die Letzten ihrer Art.

Bei seismischen Messungen stossen die Druckluftkanonen der Ölfirmen Druckwellen aus. Die vom Meeresboden zurückgeworfenen Wellen werden von mehreren Sensoren aufgezeichnet, die an Kabeln hinter dem Schiff hergezogen werden. Delfine haben einen hochentwickelten Orientierungssinn und reagieren sehr empfindlich auf akustische Störungen. Sie kommunizieren, navigieren und jagen mithilfe einer komplexen Echo-Ortung, welche durch den schonungslosen seismischen Lärm gestört und durcheinander gebracht wird. Sollte die Suche der Firmen zu einem späteren Zeitpunkt in Ölbohrungen resultieren, besteht die Gefahr eines Bohrlochausbruchs — das potenzielle Ende dieser seltenen Delfin-Art, die als Unterart des in Neuseeland endemischen Hector-Delfins angesehen wird.

Ein Teil ihres Lebensraums ist von der Regierung bereits geschützt worden. Die PolitikerInnen gaben jedoch ein Teilgebiet frei für Aktivitäten durch Ölkonzerne. Das nehmen wir nicht einfach so hin. Wir wollen nach den Vaquita-Kleinwalen auch den Maui-Delfinen helfen. Unterzeichne unsere Petition und fordere die Regierung in Wellington auf, ein verbindliches Zeichen gegen die Gier durch Öl- und Fischereikonzerne zu setzen!

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