Die Ergebnisse einer heute von Greenpeace International veröffentlichten Umfrage zeigen: 86% der Befragten aus 17 Ländern glauben, dass der Schutz der Wälder im Kampf gegen den Klimawandel entscheidend ist. Zudem wollen 82%, dass ihre Regierungen mehr Massnahmen zum Schutz der Wälder ergreifen. Die Umfrage verdeutlicht, dass sich in der Öffentlichkeit eine überwältigende Mehrheit gegen die globale Entwaldung ausspricht.

Die zentralen Erkenntnisse aus der Umfrage

Die Befragten möchten, dass ihre Regierungen sich mit der Zerstörung der Wälder befassen. Zudem glauben sie, dass die wirksamsten Ergebnisse durch globale Zusammenarbeit im Rahmen internationaler Abkommen zur Beendigung der Entwaldung (77%) und durch die Verpflichtung zu einem neuen Aktionsplan zur Eindämmung der Zerstörung von Wäldern und anderen Ökosystemen (75%) erzielt werden können.  

Wenn es um den Schutz der Wälder geht, vertrauen die Befragten am meisten den indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften (78%), weit vor nationalen Regierungen (49%) oder Unternehmen (42%). 75% stimmen zu, dass indigene Völker Finanzmittel zum Schutz der Wälder erhalten sollten. 

Mehr als vier von fünf Befragten sind der Meinung, dass Unternehmen, die zur Entwaldung beitragen, von den Regierungen zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Diese sollten die Strafverfolgung verstärken und Umweltverbrechen ahnden.

Die Umfrage fand zwischen 5. und 17. September 2025 in den folgenden Ländern statt: Kenia, Südafrika (Afrika); Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Kanada, USA (Amerika); Indonesien, Malaysia, Südkorea (Asien); Australien (Ozeanien); Dänemark, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Spanien, Vereinigtes Königreich (Europa).

Aktionsplan für den Waldschutz erforderlich

Die öffentliche Unterstützung für den Waldschutz kommt zu einem wegweisenden Zeitpunkt. Gesunde und intakte Wälder sind für die Bekämpfung der Klimakrise von grosser Bedeutung. Angesichts der baldigen Weltklimakonferenz COP30 müssen wir Druck auf die Delegierten der einzelnen Länder ausüben, damit sie einen Aktionsplan für den Stopp der Entwaldung bis 2030 diskutieren und umsetzen. Ein wirksamer Aktionsplan zur Eindämmung der Entwaldung und zum Schutz der Wälder bedingt:

  • Regierungen, die ihre Verpflichtungen sowie das Ziel der UNO-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) umsetzen. Das bedeutet, dass die Entwaldung und Waldschädigung bis 2030 gestoppt ist. 
  • Eine Entscheidung auf der COP30, die über freiwillige Zusagen hinausgeht.
  • Direkte Finanzierung von Lösungen indigener Völker und lokaler Gemeinschaften zum Schutz und zur Wiederherstellung von Wäldern.
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