«Remember Gösgen, 7. März 2029» – ein Tag in Gedenken an eine fiktive nukleare Katastrophe in der Zukunft.
Am 7. März 2029 um 06:17 Uhr Ortszeit führt ein Leck im Sicherheitsbehälter des Atomkraftwerks Gösgen zu einem Druckverlust im Reaktorsystem. Die Notfallkühlung versagt, es kommt zu einer Kernschmelze und in der Folge zu schweren Explosionen. Radioaktivität wird freigesetzt. Der Unfall im Kraftwerk führt zu einer grossflächigen Evakuierung und macht weite Teile der Umgebung dauerhaft unbewohnbar. |
Der beschriebene Reaktorunfall ist Fiktion. Für Greenpeace-Aktivist:innen ist die Vorstellung Ausgangspunkt für ihre heutige künstlerische Auseinandersetzung mit den tiefgreifenden menschlichen und gesellschaftlichen Folgen einer nuklearen Katastrophe.
In der dicht besiedelten Schweiz hätte ein Reaktorunfall katastrophale Folgen. Mit Unterstützung zahlreicher Freiwilliger markieren Greenpeace-Aktivist:innen heute Vormittag mit einem roten Faden einen Kreis in einem Radius von fünf Kilometern rund um das Atomkraftwerk Gösgen. Sie veranschaulichen damit den einschneidenden Verlust von Lebens-, Wohn- und Arbeitsraum nach einem AKW-Unfall.
Am Nachmittag findet in Olten eine Feier in Gedenken an eine mögliche Nuklearkatastrophe statt. Als Mahnmal wird ein roter Eisvogel enthüllt. Der farbenprächtige, im Schweizer Mittelland beheimatete Vogel steht symbolisch für die verletzliche Natur, die im Falle eines Unfalls ebenso leiden würde. Als Redner:innen treten Alt-SP-Nationalrat Rudolf Rechsteiner und Iris Menn, Geschäftsleiterin von Greenpeace Schweiz, auf.
Die Aktion der Greenpeace-Aktivist:innen findet wenige Tage vor dem 15. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe vom 11. März statt. Just am selben Tag wird der Ständerat über den Vorschlag des Bundesrats diskutieren, der den Bau von neuen Atomkraftwerken wieder zulassen will.
Neue AKW erhöhen das Risiko für Atomunfälle. Darum setzen wir uns weiterhin entschlossen für eine sichere und erneuerbare Energiezukunft ohne neue AKW ein.


