Heute war Kyoto-Geburtstag! Vom Frühstückstisch musste ich direkt ins Konferenzgebäude fahren, ohne richtig gegessen zu haben. Denn die riesige Geburtstagstorte, etwa 160 cm gross, wurde eben angeliefert und musste vor allfälligen Testessern geschützt werden. Wir konnten die Torte in die Pressekonferenz bringen, wo wir von den Fotografen fast zerdrückt wurden. Dem japanischen Umweltminister Ichiro Kamashito wurde die Ehre zuteil, die Torte anzuschneiden. Dies war sehr wichtig, denn das Kyoto-Protokoll wurde in Japan unterzeichnet. Aber noch viel bedeutender war, dass Japan so ein bisschen mehr in die Pflicht genommen wurde, Kyoto nicht zu bremsen. Japan war mit den USA, Kanada und Saudi Arabien der häufigste Empfänger des „fossil of the day“. Wir verteilten etwa 700 Portionen des wunderschönen Schokoladekuchens. Mitten im Geburtstagsgetümmel hatte ich zudem die Ehre, einem UNO-Radiojournalisten ein Interview in französischer Sprache zu geben. Den Nachmittag verbrachten wir mit Vorbereitungen für den Minister-Event. Wir bliesen einen Haufen Ballone auf und mussten Postkarten daran befestigen. Um 23.30 Uhr waren wir zurück im Hotel und bereit zum Nachtessen.
Das Kyoto-Protokoll hat Geburtstag
Related Posts
-

Pläne für neue Atomkraftwerke sabotieren die Energiewende
Bundesrat und Ständerat wollen neue Atomkraftwerke ermöglichen. Greenpeace Schweiz warnt vor dieser rückwärtsgewandten und riskanten Politik. Und bereitet sich auf ein Referendum vor.
-

Greenpeace-Aktivist:innen warnen vor verheerenden Folgen eines AKW-Unfalls
«Remember Gösgen, 7. März 2029» – ein Tag in Gedenken an eine fiktive nukleare Katastrophe in der Zukunft.
-

Gerichtsurteil in den USA: Gefährlicher Angriff auf das Recht auf freie Meinungsäusserung
Ein Bezirksgericht in North Dakota (USA) hat zugunsten des Pipeline-Giganten Energy Transfer entschieden: Es hat Greenpeace International sowie Greenpeace-Organisationen in den USA zur Zahlung von 345 Millionen US-Dollar verurteilt. Die…