Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie UREK des Ständerats (UREK-S) hat an ihrer jüngsten Sitzung dem indirekten Gegenvorschlag des Bundesrats zur Atom-Initiative (sogenannten Blackout-Initiative) zugestimmt und will den Bau von neuen Atomkraftwerken in der Schweiz wieder zulassen. 

Juliette Wyss, Politikverantwortliche Greenpeace Schweiz, kommentiert: 

«Die ständerätliche Kommission ignoriert den Volkswillen und hofiert die Atomlobby. Die Stimmbevölkerung hat sich in der Vergangenheit mehrfach für eine Zukunft ohne neue AKW ausgesprochen. Deshalb hätte die Kommission den Bundesrat in die Schranken weisen müssen. Mit jedem neuen AKW steigt das Risiko für eine nukleare Katastrophe. Ein neues AKW verschärft zudem das Problem Atommüll: Bis heute gibt es keine sichere Lösung für die langfristige Lagerung hochradioaktiver Abfälle, wie jüngst ein Bericht aufgezeigt hat. Der einzige Schlüssel für eine sichere, unabhängige und klimaverträgliche Energieversorgung sind erneuerbare Energien.» 

«Ein neues AKW könnte frühestens Mitte Jahrhundert ans Netz. Das ist viel zu spät, um einen Beitrag zum Netto-Null-Ziel 2050 der Schweiz zu leisten. Der Bau eines AKW wird extrem teuer für die Steuerzahler:innen, macht uns abhängig vom Ausland und bremst den Ausbau von Sonnen-, Wasser- und Windkraft.»

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