Zwei Freiwillige von Greenpeace Schweiz machen sich im Kanton Basel-Land auf den Weg für den Klimaschutz  – als Teil einer Aktion, die für den einen oder anderen eine gewisse Mutprobe darstellen dürfte. Wir haben sie dabei begleitet.

«Jetzt bin ich schon etwas nervös», gibt Claudio Kohler zu, als er auf das Haus von FDP-Politikerin Daniela Schneeberger zugeht. Es ist kurz vor 12 Uhr am heutigen Sonntagmorgen in Thürnen, einem rund 1300-Seelendorf im Kanton Baselland. Die Bewohner scheinen noch zu schlafen, was bei diesem Wetter auch nicht verwunderlich ist: Dicke Nebelschwaden liegen über der Strasse und die Temperatur hält sich nur knapp über null Grad. Für November eigentlich normal. Doch bis vor wenigen Tagen herrschten noch 12° C in der Nordwestschweiz – wohlgemerkt im zweitletzten Monat des Jahres.

Genau das ist der Grund, weshalb Claudio heute Morgen in die S3 Richtung Sissach gestiegen ist: Er macht sich Sorgen um den Klimawandel in der Schweiz – und ist damit nicht allein. Dem Aufruf von Greenpeace Schweiz, die anhaltende Hitzewelle des diesjährigen Sommers mit Fotos festzuhalten und an die Organisation zu senden, folgten hunderte Menschen. Schliesslich waren die Auswirkungen des drittheissesten Sommers seit Messbeginn im ganzen Land deutlich zu sehen. Aus den Bildern entstand schlussendlich ein Fotobuch – eine Chronik des Klimawandels in der Schweiz.

Mit einem Exemplar des Buches in der Hand posiert Claudio nun für ein Bild neben dem Briefkasten der Nationalrätin. Sein Lächeln wirkt etwas unsicher. Der überzeugte Vegetarier ist einer von 34 Freiwilligen, die sich gemeldet haben, um das Buch inklusive der Bitte um eine Stimme für den Klimaschutz an insgesamt 32 Nationalratsmitglieder persönlich zu übergeben. Dies im Vorfeld der Beratung des CO2-Gesetzes durch den Nationalrat. Bei den ausgewählten Politikerinnen und Politiker handelt es sich um Mitglieder der Parteien FDP, CVP und SVP. Bei ihnen besteht die Hoffnung, dass sie für mehr Klimaschutz und somit für die Aufnahme des Ziels des Pariser Klimaabkommens eines globalen Temperaturanstiegs von «deutlich unter 2 und möglichst 1,5 Grad» stimmen. Für Claudio ist dies keine leichte Aufgabe. «Ich muss also eine Politikerin dazu bringen, für eine nachhaltige Politik einzustehen – was soll da schon schiefgehen?», äussert sich der 26-Jährige ironisch.

Seit 48 Jahren unermüdlich im Einsatz

Etwas zuversichtlicher gestimmt ist Rosmarie Wydler. «Ich hoffe, sie ist zu Hause und wir können uns bei einem Kaffee über den Klimaschutz unterhalten», meint die 68-Jährige während eines Telefongesprächs im Vorfeld der Übergabe. Auch sie hat sich dazu bereit erklärt, ein Exemplar des Fotobuches einem Mitglied des Nationalrates zu überreichen – in ihrem Fall der CVP-Politikerin Elisabeth Schneider-Schneiter.

Rosmarie Wydler demonstrierte am WEF 2017 mit den Klimaseniorinnen. (© Miriam Künzli)

Im Bus nach Biel-Benken BL, wo die Basler Nationalrätin wohnt, ist bei Rosmarie von Nervosität keine Spur. Im Gegenteil: «Ich freue mich eigentlich sehr», so die Seniorin. Überraschend ist das nicht, ist Rosmarie doch schon so etwas wie ein alter Hase, wenn es um Aktivismus geht. «An meiner ersten Demo nahm ich Anfang der 1970er-Jahre gegen das AKW Kaiseraugst teil», erinnert sie sich. «Als ich damals meinen zukünftigen, sehr bürgerlichen Schwiegereltern mitteilte, dass ich dahin gehen werde, waren sie schockiert und meinten, man dürfe doch nicht gegen etwas demonstrieren, was der Staat beschlossen habe», ergänzt Rosmarie schmunzelnd.

Vom Aktivismus in den Bann gezogen, nahm die gebürtige Baslerin fortan an der Frauenbewegung in der Schweiz teil, ging mit ihren Kindern an Oster-Friedensmärsche, war unter anderem bei der Gründung des Vereins «BaselWandel» dabei und organisierte Vorträge im Rahmen einer Frauengruppe in der Kirche. Für Letzteres lud sie unter anderem die Autorin Anne-Marie Holenstein ein, die dort über ihr Buch «Zerstörung durch Überfluss» sprach. «Ein Thema, das heutzutage noch immer aktuell ist», meint Rosmarie bestürzt – und einer der Gründe, weshalb sie sich auch heute noch als Co-Präsidentin der Klima-Seniorinnen für den Klimaschutz einsetzt. «Es ist peinlich, dass wir seit 1970 nichts gelernt haben.»

Klingeln für das Klima

<b>Der Ratgeber «Grüne Elektronik» reiht die führenden Hersteller von Mobiltelefonen, PCs, TV-Geräten und Spielkonsolen nach ihrer globalen Politik betreffend des Umgangs mit schädlichen Chemikalien und ihrem Verantwortungsbewusstsein für ihre Produkte, nachdem diese von VerbraucherInnen entsorgt wurden.</b>
<div>
<p class="bodytext">Zürich. Die erste Fassung des Ratgebers wurde
im August 2006 veröffentlicht und die sechste Fassung wurde
erweitert: Es wurden <strong>erstmals TV-Geräte und
Spielkonsolen</strong> integriert. Die Marktführer Microsoft,
Nintendo, Philips und Sharp steigen am unteren Ende des
Umweltrankings ein. Nintendo ist die erste Firma, die Null von zehn
möglichen Punkten erreicht. Philips und Microsoft schneiden mit 2
und 2.7 ein wenig besser ab. Sony Ericsson hat von Nokia die
Führungsposition übernommen, während sich Samsung and Sony auf den
zweiten und dritten Platz verbessert haben.</p>
<p class="bodytext">Die Reihung erfolgt anhand von
<strong>öffentlich zugänglichen Informationen</strong> und aufgrund
von <strong>Mitteilungen/Klarstellungen der Firmen</strong>
selbst.</p>
<p class="bodytext">Dieses Ranking wurde am 27. November 2007 von
Greenpeace International veröffentlicht.</p>
<p class="bodytext"><strong>7.7</strong>  <strong>Sony
Ericsson</strong> - an der Führungsposition aufgrund Verbesserungen
des Rücknahme-Reportings, neuer PVC-freier Modelle, aber Abstieg
bei der praktischen Umsetzung von Geräterücknahmen</p>
<strong>7.7 Samsung</strong> - zeigt große Verbesserungen, mit
mehr Produkten ohne schädliche Chemikalien. Verliert Punkte, da die
Rücknahmeprogramme in der Praxis unvollständig sind.

<strong>7.3 Sony</strong> - Mehr PVC-freie Produkte und
verbessertes Reporting über Recycling und Rücknahmeprogramme, vor
allem in den USA.

<strong>7.3 Dell</strong> - hat sich im Vergleich zum letzten
Ranking nicht verändert, da noch immer keine Produkte ohne
schädliche Chemikalien verkauft werden.

<strong>7.3 Lenovo</strong> - hat sich im Vergleich zum letzten
Ranking nicht verändert, da noch immer keine Produkte ohne
schädliche Chemikalien verkauft werden.

<strong>7 Toshiba</strong> - hat sich stark in Bezug auf
schädliche Chemikalien verbessert, lobbyiert aber immer noch in den
USA für Rückschritte bei Rücknahmeprogrammen.

<strong>7 LGE</strong> - hat sich im Vergleich zum letzten
Ranking nicht verändert, benötigt bessere Rücknahmeprogramme für
Produkte mit Ausnahme von Telefonen.

<strong>7 Fujitsu-Siemens</strong> - ist im Vergleich zum
letzten Ranking unverändert, braucht einen Zeitplan zur
Eliminierung schädlicher Chemikalien, Verbesserung flächendeckender
Rücknahmeprogramme und Berichte über die Recyclingmenge
erforderlich.

<strong>6.7 Nokia</strong> - ist stark zurückgefallen!
Erfolgreich bei der Eliminierung der schädlichsten Chemikalien,
aber Punkteverlust aufgrund mangelhafter Rücknahmeprogramme in
Thailand, Russland und Argentinien während unserer Überprüfung.

<strong>6.7 HP</strong> - hat schließlich doch einen Zeitplan
zur Eliminierung der gefährlichsten Chemikalien vorgelegt,
allerdings nicht für alle Produkte, muss das flächendeckende
Rücknahmeprogramm verbessern.

<strong>6 Apple</strong> - hat sich aufgrund von neuen iMacs und
einigen iPods verbessert, da die Verwendung gefährlicher
Chemikalien reduziert wurde, die Rücknahmeprogramme sind noch
verbesserungswürdig.

<strong>5.7 Acer</strong> - ist seit dem letzten Ranking
unverändert, Verbesserung flächendeckender Rücknahmeprogramme und
Berichte über die Recyclingmenge erforderlich.

<strong>5 Panasonic</strong> - ist seit dem letzten Ranking
unverändert, Verbesserung flächendeckender Rücknahmeprogramme und
Berichte über die Recyclingmenge erforderlich.

<strong>5 Motorola</strong> - ist stark zurück gefallen.
Abzugspunkte aufgrund mangelhafter Rücknahmeprogramme auf den
Philippinen, in Thailand und in Indien während unserer Überprüfung.
Immer noch kein Zeitrahmen für die Eliminierung gefährlicher
Chemikalien vorhanden.

<strong>4.7 Sharp</strong> - neu im Ranking. Langer Zeitrahmen
zur Eliminierung gefährlicher Chemikalien (2011) und schwache
Rücknahmepolitik und Umsetzung in der Praxis.

<strong>2.7 Microsoft</strong> - neu im Ranking. Langer
Zeitrahmen zur Eliminierung gefährlicher Chemikalien (2011) und
schwache Rücknahmepolitik und Umsetzung in der Praxis.

<strong>2 Philips</strong> - neu im Ranking. Kein Zeitrahmen zur
Eliminierung gefährlicher Chemikalien und Null Punkte zu
Elektroschrottpolitik und Maßnahmen in der Praxis.

<strong>0 Nintendo</strong> - ist neu im Ranking. Erstes
weltweit tätiges Unternehmen, das Null Punkte in allen Kriterien
erreicht hat!
<p class="bodytext"><strong>Erläuterungen der
Bewertungskriterien</strong></p>
Die Bewertungskriterien richten sich nach den Forderungen der
Toxic Tech-Kampagne an die Elektronikhersteller. Unsere Forderungen
an die Firmen lauten:
<ul class="action-items">
 	<li>Ökologisierung  der Produkte durch Eliminierung der
gefährlichen Substanzen,</li>
 	<li>Rücknahme gebrauchter  Produkte und verantwortungsvolles
Recycling.</li>
</ul>
<p class="bodytext">Diese beiden Themen hängen zusammen. Die
Verwendung schädlicher Chemikalien verhindert, dass elektronische
Produkte sicher recycelt werden.  Ursprünglich wurden die Firmen
auf einer Skala mit 30 möglichen Punkten gereiht; hier ist es, der
Einfachheit halber, nur eine Skala mit bis zu 10 Punkten.</p>
<p class="bodytext">Die Punktevergabe erfolgt ausschließlich auf
der Basis öffentlich zugänglicher Informationen auf der
Firmen-Webseite. Wenn sich herausstellt, dass die tatsächliche
Vorgehensweisen der Firmen von diesen Informationen abweichen,
werden zukünftige Versionen dieses Rankings entsprechend
angepasst.</p>
<p class="bodytext">Das Ranking wird alle 3 Monate überarbeitet.
Die aktuelle Version stammt vom 27. November 2007.</p>
<p class="bodytext"><strong>Haftungsausschluss</strong></p>
Unser Ratgeber "Grüne Elektronik" soll den Elektroniksektor
sauberer machen und die Hersteller veranlassen, die Verantwortung
für die volle Lebensdauer ihrer Produkte, einschließlich des durch
ihre Produkte verursachten Elektronikschrotts, zu übernehmen. Der
Ratgeber bewertet Firmen nicht aufgrund von Arbeitsbedingungen,
Energieverbrauch oder anderen Kriterien, auch wenn diese bei der
Produktion und der Verwendung von Elektronikprodukten wichtig
sind.

</div>
Claudio klingelt bei Frau Schneeberger. (© Danielle Müller)

Etwas zu lernen oder besser gesagt, etwas zu ändern, liegt auch Claudio am Herzen: «Aktivismus ist eine Möglichkeit, nicht tatenlos zuzusehen, wie die Katastrophe weiter ihren Lauf nimmt – und vielleicht sogar eine Chance, um das Schlimmste zu verhindern.» Vor der Haustüre von Frau Schneeberger nimmt Claudio all seinen Mut zusammen und drückt auf die Klingel. Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnet jedoch nicht die Politikerin die Tür, sondern ihr Partner. Claudio erklärt dem etwas verdutzten Herrn Reto Rickenbacher sein Anliegen und fragt, ob denn Frau Schneeberger zu Hause sei. Dieser verneint, bittet Claudio aber trotzdem neugierig herein.

Er nimmt im Hauseingang das Fotobuch entgegen und blättert es aufmerksam durch. «Um was geht es genau?», fragt er bei Claudio interessiert nach. Dieser erklärt ihm ausführlich, weshalb er sich Sorgen ums Klima macht, was der Klimawandel für offensichtliche Folgen hat, wie die momentane CO2-Gesetzeslage in der Schweiz aussieht, was er sich von Frau Schneeberger in der Wintersession des Nationalrates erhofft – vor lauter Aufregung kommt der Lebenspartner der Liestaler Politikerin fast nicht zu Wort. Doch er scheint es Claudio nicht übel zu nehmen, bedankt sich sogar für seinen Einsatz und verspricht: «Ich werde das Fotobuch Frau Schneeberger übergeben!»

Nicht ganz so warmherzig wird Rosmarie in Biel-Benken in Empfang genommen. Ihr öffnet ebenfalls der Mann von Frau Schneider-Schneiter die Tür und entgegnet auf die Frage nach seiner Frau, dass sie gerade unter der Dusche sei. Also erklärt Rosmarie ihm, dass sie von den Klima-Seniorinnen komme und gerne mit der Nationalrätin über den Klimaschutz sprechen würde. «An einem Sonntagmorgen ist das schon nicht so ideal», entgegnet Herr Schneider etwas verärgert. Doch als die Baslerin das Fotobuch auspackt und erwähnt, dass sie ein Geschenk dabei habe, ändert sich seine Mine. «Wenn das so ist», sagt er überrascht und bittet Rosmarie doch noch herein. Der diplomierte Steuerexperte betont im Hauseingang ebenfalls, dass er seiner Frau das Buch sicher übergeben wird und der Klimawandel ein wichtiges Thema sei – doch ein Dank für ihren Einsatz für das Klima bleibt aus.

<b>Chemiekonzern zahlt 200 Mio. Fr. in Altlasten-Stiftung ein</b>

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	<p class="bodytext"><strong>Novartis hat heute die Gründung einer
Stiftung zur Sanierung ihrer Deponien in der Region Basel
bekanntgegeben und nimmt damit eine  Idee von Greenpeace auf. Das
ist ein erfreulicher Schritt. Greenpeace fordert die übrigen
Altlastenverursacher Syngenta, Ciba, Roche & Co. auf,
mindestens ebensoviel einzuzahlen und unverzüglich die
Totalsanierungen einzuleiten.</strong></p>

<p class="bodytext">Basel/Zürich. Greenpeace begrüsst die
Novartis-Initiative zur Altlastensanierung. Im Vergleich zu den von
Roche zur Hirschacker-Sanierung bereit gestellten bescheidenen 7
Millionen Franken sind die 200 Millionen von Novartis ein
realistischerer Sanierungs-Betrag. Jetzt müssen auch die anderen
Chemiekonzerne Syngenta, Ciba, Roche und Clariant handeln und je
mindestens ebensoviel in die Stiftung einzahlen. Es muss
sichergestellt werden, dass genügend Mittel zur Altlastensanierung
vorhanden sind - ohne den Steuerzahler zu belasten. Falls der
Betrag nicht ausreicht, muss später nachgezahlt werden. Greenpeace
geht davon aus, dass die neue Stiftung das Geld für die
Totalsanierungen der Chemiemülldeponien in der Region Basel
verwenden wird. Ohne jedoch die genaueren Bedingungen zu kennen,
ist eine umfassende Würdigung des Vorhabens schwierig.</p>



<p>Mit der Stiftungsgründung nimmt Novartis eine Idee von
Greenpeace auf, welche in den letzten Monaten in direkten
Gesprächen mit Novartis, Roche, Syngenta und Ciba besprochen wurde.
Kernanliegen war, dass genügend finanzielle Mittel zur
verursachergerechten Altlastenbeseitigung sichergestellt
werden:</p>

<p>» Errichtung einer von den Chemiekonzernen rechtlich
unabhängigen Rechtsform, ohne das Verursacherprinzip zu
verwässern;</p>

<p>» Bereitstellung der nötigen Finanzen, solange die Verursacher
haftbar und solvent sind. Entweder in ausreichender Höhe oder durch
die offizielle Anerkennung einer</p>

<p>Nachschusspflicht, sollten die erstmalig eingeschossenen Mittel
aufgebraucht werden;</p>

<p>» Klare Definierung des Verwendungszweckes: für die vollständige
Sanierung sämtlicher Altlasten im Grossraum
Basel-Elsass-Südbaden;</p>

<p>» Kontrolle durch die Öffentlichkeit und die
Zivilgesellschaft.</p>

<p>Greenpeace freut sich über die erste Tranche zur Totalsanierung
und über die Bereitschaft von Novartis konstruktiv auf eine Lösung
hinzuarbeiten, weist jedoch auf die weiterhin wichtigste und
ungelöste Frage hin: Dieser erste Schritt zur Bereitstellung der
nötigen finanziellen Mittel sagt noch nichts aus über die Qualität
und den Umfang der noch immer nicht beschlossenen
Sanierungsmassnahmen im Grossraum Basel. Dieser Schritt von
Novartis ist jedoch ein deutliches Signal - und eine Einladung an
alle Chemiefirmen, ebenfalls konstruktiv an der
Altlastenbeseitigung zu beteiligen.</p>

<p><strong>Kontakt:</strong></p>

<p>Matthias Wüthrich, Chemiekampagne Greenpeace +41 44 447 41
31</p>

<p>Kaspar Schuler, Geschäftsführer Greenpeace Schweiz +41 44 447 41
Greenpeace-Medienabteilung +41 44 447 41 11</p>
</div>
Rosmarie kurz vor der Übergabe. (© Danielle Müller)

Übertrumpft von der Arctic Sunrise

Nach der Übergabe macht sich bei Claudio Erleichterung breit und er beginnt fröhlich aus seinem Leben zu erzählen. «Ich war schon immer der Schüchternste in der Schulzeit», gibt er zu, «doch durch den persönlichen Kontakt mit Organisationen wie Greenpeace konnte ich meine Scheu überwinden und mich seither aktiv für das Klima einsetzen.» Deswegen möchte sich der angehende Forstwart in Zukunft auch der Regionalgruppe von Greenpeace in Basel anschliessen. Auf die Frage nach seiner bisher spannendsten Aktion findet Claudio schnell eine Antwort. «Diese hier, da es meine Erste war», sagt er grinsend, «bisher habe ich einfach von Zuhause aus Petitionen unterschrieben.» Womit also eine Erklärung für seine Nervosität gefunden ist. «Wobei ich betonen muss, dass es sicher noch eine Stufe aufregender ist, Politiker persönlich zu treffen, anstatt bei einer Demo mitzumarschieren.»

Für Rosmarie ist diese Aktion hingegen nicht das Aufregendste, was sie bisher im Einsatz für das Klima erlebt hat. «Das war meine Reise mit der Arctic Sunrise.» Eine Woche lang lebte die Pädagogin in den Lofoten auf dem Greenpeace-Schiff, welches dort einen Kilometer von der Küste entfernt im Meer stationiert war. «Wir wurden deswegen immer mit einem Gummiboot vom Land zum Schiff gebracht. Gleich am ersten Abend stürmte es und die Wellen waren so hoch, dass die Strickleiter am Schiff nicht mehr benutzt werden konnte, weshalb das Gummiboot mit einem Kran auf das Schiff gehievt werden musste», erzählt sie begeistert. Seekrank scheint die Mutter von vier Kindern nicht zu sein.

Rosmarie (rechts) und Anne Mahrer, Co-Präsidentin der Klimaseniorinnen der französischen Schweiz auf dem Gummiboot vor der Arctic Sunrise. (© Nick Cobbing)

Und auch sonst erweckt es nicht den Anschein, als ob Rosmarie vor irgendetwas Angst hätte. Auf die Frage, ob ihr all die Reisen und Aktionen in ihrem Alter denn nichts ausmachen, meint sie nur: «Nein, ich finde das spannend.» Und spätestens als sie mir vorschlägt, allenfalls Autostopp zu machen, um von Biel-Benken nach Thürnen zu gelangen («an einem Sonntagmorgen hätte ich jetzt nicht so Angst»), wird mir bewusst: Es braucht mehr Rosmaries auf der Welt. Es braucht mehr Menschen wie sie, die sich ohne Furcht für die Umwelt einsetzen. Und es braucht mehr Menschen wie Claudio, die zum Schutz unseres Planeten ihre Ängste überwinden.

Möchtest du dich auch als Teil von Greenpeace für den Umweltschutz einsetzen? Dann informiere dich hier über deine Möglichkeiten.