Der Fotograf Pablo E. Piovano hat mit seinem Projekt über den Kampf der Mapuche in Patagonien im Oktober den Publikumspreis des Greenpeace Photo Award 2018 gewonnen. Am 14. November wird ein Häuptlingssohn des indigenen Volkes erschossen und Piovano reist in die Konfliktzone, um die Bestattung des jungen Mannes zu dokumentieren. Seine Fotos hat er uns für diese Geschichte als Erstveröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Der argentinische Fotograf Pablo E. Piovano hat den Publikumspreis des Greenpeace Photo Awards 2018 erhalten. Für sein Siegerprojekt will er nach Patagonien reisen, um dort Mapuche-AktivistInnen zu porträtieren, die sich gegen ihre Vertreibung aus dem Gebiet und die Zerstörung ihrer Umwelt einsetzen. Seit Jahrzehnten kommt es in der Region immer wieder zu Spannungen zwischen den Mapuche und der militarisierten Polizei Chiles. Unzählige Anhänger des indigenen Volkes fallen dabei den Auseinandersetzungen zum Opfer.

Zuletzt der 24-jährige Camilo Catrillanca, der Mitte November auf einem Traktor durch einen Schuss in den Rücken von der staatlichen Polizei getötet wird. Auf dem Traktor neben Catrillanca sitzt ein 15 Jahre alter Mapuche-Bub, der verhaftet, geschlagen und gefoltert wird. Seine Zeugenaussage, die wenige Stunden nach der Ermordung von einer Menschenrechtsorganisation protokolliert wird, entlarvt die offizielle Version der Polizei, die von einer Konfrontation spricht und Catrillanca die Schuld für die Eskalation gibt, als falsch. Polizeichef Hermes Soto muss zugeben, dass Videomaterial zerstört wurde, mit dem die Polizei die Operation gefilmt hatte. Ein paar Tage später werden die vier Polizeioffiziere, die bei der Erschiessung anwesend waren, verhaftet und es wird eine Untersuchung des Falls eingeleitet.

Ein Volk unter Terrorismusverdacht

Eine Woche nach dem Tod Catrillancas kommen über 3000 Mapuche zusammen, um sich vom Häuptlingssohn zu verabschieden. Das traditionelle Begräbnis findet in der Stadt Temucucui in Ercilla statt, bekannt als «die gefährlichste rote Zone in Chile». In diesem Gebiet kämpfen mehr als 50 indigene Gemeinschaften für die Rückeroberung ihres Landes. Das Land, das einst von ihren Vorfahren bewohnt wurde, ist heute in den Händen der industriellen Forstwirtschaft, die grosse Umweltschäden verursacht.

Eine Spezialeinheit der Polizei, die sogenannte «Comando Jungla», die in Kolumbien trainiert wurde, unternimmt regelmässig Übergriffe und Repressionen gegen die indigenen Gemeinschaften. Die Opfer sind in den meisten Fällen Mapuche-Jugendliche. Es gibt unzählige Mapuche, die unter Terrorismusverdacht als politische Gefangene inhaftiert sind. Als Catrillanca von der Polizei erschossen wird, löst dies eine politische Krise aus, die sich bis in das Kabinett des chilenischen Präsidenten Piñera erstreckt. Drei Wochen lang ist die Erschiessung Thema auf den Titelseiten der Zeitungen und die Demonstrationen und Strassensperren breiten sich auf verschiedene Gebiete von Chile aus.

Am dritten und letzten Tag der Bestattungszeremonie wird die Leiche zu Grabe getragen. Verschiedene Gemeinschaften und viele spirituelle und politische Würdenträger der Mapuche nehmen an den Feierlichkeiten teil.

Schwierige Lage für Journalisten

Die Lage vor Ort gestaltet sich schwierig für Journalistinnen: «Portraits von den Mapuche zu machen ist ein langsamer Prozess, man muss erst das Vertrauen der Menschen gewinnen», schreibt der Fotograf Piovano in einer Mail aus Chile. Denn in Patagonien herrsche laut Piovano ein grosses Misstrauen seitens Mapuche gegenüber Journalisten. «Viele Journalisten sind auf der Seite des Staates und bezeichnen die Mapuche als Terroristen.» Und auch die Nachrichtendienste des Landes würden laufend infiltriert werden.

<b>Die Schweiz hat auch diesen Sommer über eine Million Ozonopfer zu beklagen. Bundesbern scheint’s nicht zu kümmern: eine weitere Session geht zu Ende, ohne dass konkrete Massnahmen gegen ozonbedingte Gesundheitsschäden beschlossen wurden. Greenpeace ist nicht länger gewillt, diesem Trauerspiel zuzusehen und forderte heute morgen mit einer Aktion auf dem Bundesplatz verstärkte Massnahmen vom Parlament. Greenpeace verlangt Massnahmen zur Treibstoffreduktion im Strassenverkehr. Nur so kann die Ozonbelastung gemindert werden. Positiver Effekt: weniger Schadstoffe und Treibhausgase, also mehr Volksgesundheit und Klimaschutz.</b>
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<p class="bodytext">Bern. Greenpeace installierte heute Morgen ein
Mahnmal auf dem Bundesplatz: 60 menschliche Silhouetten mit
brandrot gefärbten Atemwegen, stellvertretend für hunderttausende
von Schweizer Ozonopfern. Warntafeln wiesen auf die Quelle des
Übels hin: den zu hohen Treibstoffverbrauch des Strassenverkehrs.
Aktivisten und Aktivistinnen verteilten Flyer mit Forderungen an
die Parlamentsmitglieder.</p>
<p class="bodytext">Der Strassenverkehr wächst uneingeschränkt -
und so macht Ozon auch in diesem Sommer krank. Der
Stundenmittelwert von 120 Mikrogramm/m3 darf laut Gesetz nur einmal
im Jahr übertroffen werden. Real passiert dies hundertfach! Obwohl
wirkungsvolle Instrumente existieren, schaut Bundesbern tatenlos zu
und nutzte auch diese Session nicht, um sich der überfälligen
Ozonfrage anzunehmen. Somit haben in der Schweiz in den nächsten
Monaten wiederum 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung mit
ozonbedingten Beschwerden zu kämpfen: Augenbrennen, Asthma,
Bronchitis sowie beeinträchtigte Leistungsfähigkeit. Besonders
betroffen sind Ältere und Kinder. Auch können sich
Herz-Kreislaufkrankheiten verschlimmern. Die Eidgenössische
Kommission für Lufthygiene schätzt sogar, dass bis zu 300 der 975
zusätzlichen Todesfälle im Hitzesommer 03 auf das Konto der zu
hohen Ozonwerte gehen. Damit nicht genug: Bodennahes Ozon gilt als
drittwichtigstes Treibhausgas.</p>
<p class="bodytext">Die bisherige Laisser-faire-Politik hat klar
versagt. Die für die Grenzwert-Einhaltung zuständigen Kantone
schaffen es nicht, das Ozon-Problem ernsthaft anzugehen. Die
nationale Politik muss sich also endlich einschalten und
Verantwortung übernehmen. Dazu Greenpeace-Verkehrskampagner Cyrill
Studer: «Wollen wir Gesundheit und Klima schützen, brauchen wir
eine massive Senkung des Treibstoffverbrauchs. Der
Schadstoffaustoss des Verkehrs muss jetzt wirksam und dauerhaft
gesenkt werden.» Nach der Ablehnung der CO2-Abgabe ist es jetzt
umso wichtiger, weitere Massnahmen voranzutreiben: Auf dem Gebiet
der Verkehrsverminderung sind dies etwa Roadpricing oder
Fahreinschränkungen bei Grenzwertüberschreitungen. Der
Durchschnittsverbrauch der in der Schweiz verkauften Neuwagen muss
dank finanziellen Steuerinstrumenten deutlich runter.</p>
<p class="bodytext"><strong>Kontakt:</strong></p>
Cyrill Studer, Verkehrskampagner, Greenpeace Schweiz 01 447 41
13

Greenpeace-Medienabteilung 01 447 41 11

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Der blaue Traktor, auf dem Camilo sass, als die Polizisten ihn erschoss, wird während seiner Beerdigung zu einem Heiligtum. Er wurde fünf Mal von Gewehrkugeln des Typs 5.56 getroffen, die in Chile nur die Spezialeinheiten der Polizei benützen. Ein 15-jähriger Junge befand sich auch auf dem Traktor. Er blieb auf wundersame Weise verschont.

Jahrzehntealter Konflikt

Die Geschichte des Konflikts reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Die Mapuche bewohnten bereits vor der Ankunft der Europäer das Gebiet Patagonien, welches sich über Chile und Argentinien erstreckt. Und obwohl sie nach dem Eindringen der Spanier mit diesen einen Vertrag aushandelten, der ihnen erlaubte, auf ihrem Land leben zu können, weigerte sich der Staat Chile nach seiner Unabhängigkeit, diese Abmachung anzuerkennen. Schlimmer noch: Im 19. Jahrhundert wurde ihnen vom Staat ihr Territorium sogar weggenommen und an deutsche Einwanderer verteilt.

Auch heutzutage wird das Gebiet der Mapuche immer wieder von Auswärtigen bedroht. Unter anderem von Millionären aus dem In- und Ausland, welche in Patagonien in Landwirtschaft, Tourismus und die Extraktion von fossilen Brennstoffen investieren und so die Kultur und den Lebensraum der ethnischen Gruppe zerstören. Seit Jahrzehnten fordern die Mapuche die Rückgabe ihrer Ländereien – und seit Jahrzehnten bleiben sie ohne Erfolg. Und das, obwohl über 1,3 Millionen Einwohner von Chile zum indigenen Volk gehören. Erst seit September dieses Jahres gibt es zumindest einen kleinen Lichtblick: Der chilenische Staatschef Sebastián Piñera kündigt einen Entwicklungsplan an, in welchem die indigenen Völker verfassungsmässig anerkannt werden sollen.

Das Begräbnis von Camilo Catrillanca dauert drei Tage, so will es die Mapuche Tradition. Über 3000 Menschen nehmen daran teil.
<b>Greenpeace Schweiz weist die Pläne der Axpo für den Bau eines neuen Atomkraftwerks vehement zurück. Die Umweltorganisation wird sich einem neuen Meiler mit allen Kräften entgegen stellen. In einem nachhaltigen Energieszenario hat die veraltete und dreckige Atomenergie keinen Platz. Denn das Argument der Industrie, dass Atomstrom das Klima schütze, ist falsch und gehört ins Reich der Mythen und Märchen.</b>

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	<p class="bodytext">Zürich. Mit ihrer Forderung nach einem neuen AKW betreibt die Atomindustrie fatales Schattenboxen: Sie beschwört die - durchaus berechtigte - Angst vor dem Klimawandel und preist Atommeiler als Retter in der Not. Doch dieses Argument ist unredlich und dient nur dem Überleben der eigenen Industrie.</p>
<p class="bodytext">Atomenergie ist für den Klimaschutz absolut vernachlässigbar: Nur 3 von 100 Energieeinheiten stammen weltweit aus Atomenergie, dagegen bereits 20 aus erneuerbarer Energie. 77% des Weltenergieverbrauchs wird immer noch aus Gas, Öl, Kohle gedeckt. Um einen nennenswerten Teil der Fossilenergie zu ersetzen, müssten weltweit Hunderte von zusätzlichen Reaktoren gebaut werden. Doch damit wäre dem Klima nicht geholfen, weil schon nach wenigen Jahren der Uran-Brennstoff ausgehen würde.</p>
<p class="bodytext">Atomkraft ist keineswegs CO2-frei. Im Gegenteil, je nach Herkunft und Produktionsweise verursacht sie pro Kilowattstunde etwa gleich viel CO2 wie dezentrale Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen, aber mehr als Wasser- oder Windkraft.</p>
<p class="bodytext">Zudem sprechen folgende Gründe gegen ein neues AKW in der Schweiz:</p>
<ul>
<li>Uran ist wie Erdöl nur begrenzt verfügbar. Das wirtschaftlich abbauwürdige Uran reicht laut der internationalen Atomenergiebehörde IAEA noch etwa 50 bis 60 Jahre. Würden mehr AKW gebaut, wäre das Uran noch schneller aufgebraucht.</li>
<li>Auf allen Produktionsstufen entsteht gefährliche Radioaktivität.</li>
<li>Atommüll strahlt über eine Million Jahre. Eine sichere Lagerung ist unmöglich. Das Risiko bei diesem Langzeitexperiment tragen künftige Generationen.</li>
<li>Atomkraftwerke - auch das neuste Modell auf dem Markt - basieren auf einer Technologie aus den 50er Jahren und bleiben ein untragbares Katastrophenrisiko.</li>
<li>Dieses Risiko ist nicht versicherbar. Wenn ein 1600-Megawatt-EPR nach 60 Betriebsjahren, in denen er rund 800 Milliarden Kilowattstunden Atomstrom produzierte, am letzten Tag eine Grosskatastrophe erleidet, die 4'000 Milliarden Franken Schaden verursacht, so hätte der Betreiber auf jede Kilowattstunden 5 Franken aufschlagen müssen, damit er den Schaden decken kann.</li>
</ul>
<p class="bodytext">Eine nachhaltige Stromversorgung muss sich auf folgende vier Pfeiler stützen: Effiziente Elektrogeräte, Nutzung des einheimischen Energie-Potenzials, Verbesserung der bestehenden Kraftwerke und Einführung von intelligenten Heizsystemen. Greenpeace wird sich mit aller Kraft für eine vernünftige Energiepolitik einsetzen - und die schliesst den technologischen Restposten Atomenergie definitiv aus.</p>
<p class="bodytext"><strong>Kontakt:</strong></p>
<p>Leo Scherer, Greenpeace Atomexperte 078 720 48 36</p>
<p>Medienabteilung 01 447 41 11</p>
</div>
Das «Comando Jungla», eine in Kolumbien ausgebildete Elitetruppe, versucht eine Barrikade zu räumen, um zu einer Mapuche-Gemeinschaft in der Nähe von Temuicuicui zu gelangen.
80 Prozent der Studenten des Ercilla Liceo sind Mapuche. Sie besetzen die Schule und verlangen «Gerechtigkeit für Camilo Cartrillanca» und «Raus mit dem Comando Jungla». Die Stammesältesten und Autoritätspersonen der Gemeinschaft unterstützen sie. Die Polizei verfolgt die Studenten und wirft Tränengas in die Schule.
Schon wenige Stunden nach Beginn der Bestattungszeremonie von Camilo Catrillanca kehren die Spezialeinheiten der chilenischen Polizei zurück und nehmen zwei junge Mapuche fest.
Der Vater, der Grossvater und die Partnerin von Camilo Catrillanca vor dem Eingang des Gerichts in Collipulli. Hier werden die Polizisten, die in die Erschiessung von Catrillanca involviert sind, angeklagt.
<b>Gestern ist vermutlich in aller Heimlichkeit ein Brennstoff-Transport aus England im schweizerischen Atomkraftwerk Beznau angekommen. Die Angaben von Polizei und Werksleitung widersprechen sich allerdings. Mit diesen Brennelementen wird die schweizerische Bevölkerung neuen Risiken ausgesetzt: Die Herstellerin der Brennelemente ist die englische Atomanlage Sellafield, die gerade jetzt wegen eines katastrophalen Atomunfalls in den Schlagzeilen ist und wegen eines weltweiten Fälschungsskandals die Produktion dieser Brennelemente zeitweise einstellen musste. Zudem enthalten die Brennelemente Plutonium – der Stoff aus dem Atombomben sind. Greenpeace fordert die Axpo/NOK auf, die Brennelemente sofort nach England zurückzuschicken und die Geschäftsbeziehungen mit Sellafield einzustellen.</b>

<div>
	<p class="bodytext">Zürich. Bei dem Transport handelt es sich gemäss unseren Recherchen um vier plutoniumhaltige Brennelemente aus der britischen Skandalanlage Sellafield. Gesicherte Informationen waren allerdings nicht zu erhalten. Kein Wunder - der Transport ist aus verschiedenen Gründen nicht gerade gut fürs angeschlagene Image der schweizerischen Atomindustrie, leidet sie doch schon unter dem unfallbedingten, monatelangen Ausfall von Leibstadt:</p>
<ul>
<li>Mit dem Einsatz dieser Brennelemente wird die Schweiz zum Versuchskaninchen in einem gefährlichen Experiment: Es handelt sich um die weltweit erste Lieferung von plutoniumhaltigen Brennelementen aus Sellafield nach dem Skandal von 1999. Damals flog auf, dass Arbeiter von Sellafield Protokolle von Sicherheitsprüfungen gefälscht hatten. Betroffen war auch Beznau: Das schweizerische AKW hatte Elemente mit gefälschten Protokollen in den Reaktor geladen. Eines davon war tatsächlich kaputt. Die Anlage in Sellafield musste dann geschlossen werden und wich einem Neubau. Die erste Lieferung aus der neuen Anlage kommt nun ausgerechnet nach Beznau.</li>
<li>Die Produzentin der Brennelemente ist Sellafield. Die Anlage ist zur Zeit in den internationalen Schlagzeilen, weil 83'000 Liter hochradioaktive Säure ausgeflossen sind. Grund: Schlamperei und menschliches Versagen. Der Unfall wird auf der internationalen Skala als «ernsthafter Zwischenfall» beurteilt. Dieses Ereignis ist nur das letzte in einer langen Reihe von Unfällen, Schlampereien und schlechtem Management.</li>
<li>Die Brennelemente enthalten Plutonium - der Stoff, aus dem die Atombomben sind. Sie stellen ein erhebliches Risiko dar. Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) warnt, dass dieses Plutonium von Terroristen missbraucht und mit verheerender Wirkung eingesetzt werden könnte. Auch die Transporte weisen ein erhebliches Sicherheitsrisiko auf. Der IAEA-Generaldirektor El-Baradei sagte letztes Jahr: «Ich wünsche mir, dass der zivile Atomkreislauf komplett frei von waffenfähigem Material ist.»</li>
</ul>
<p class="bodytext">Greenpeace fordert die Axpo/NOK auf, ihre Geschäfte mit diesem unzuverlässigen Geschäftspartner sofort einzustellen. Die Brennelemente sind zurückzuschicken. Die Axpo/NOK hat kein Recht, die schweizerische Bevölkerung als Versuchskaninchen zu benützen, indem sie Brennelemente von einem unfähigen Hersteller benützt.</p>
<p class="bodytext"><strong>Kontakt:</strong></p>
<p>Stefan Füglister, Greenpeace Atomkampagne 079 222 82 59</p>
<p>Greenpeace Medienabteilung 01 447 41 11</p>
</div>
Die Familie und Freunde von Camilo Catrillanca warten auf das Urteil gegen die Polizisten vor dem Gericht in Collipulli.
Zurückgewonnenes Land. Zwei Forstunternehmen besitzen dreimal mehr Land als alle Mapuche Gemeinschaften zusammen. In Ercilla wurden mehr als 3000 Hektaren Land zurückgewonnen, welche die Mapuche-Familien nun für Landwirtschaft und Viehzucht nutzen.

Der Preisträger Pablo E. Piovano wird 2019 sein Fotoprojekt «Patagonia. Territory in Conflict umsetzen». Das Fotoprojekt wird in GEO und im Greenpeace-Magazin erscheinen. Die Fotografien werden im Herbst 2019 in der «Gesellschaft für Humanistische Fotografie» in Berlin ausgestellt.

<b>Greenpeace-AktivistInnen hatten sich nach dem Grenzübertritt bis auf 200 Meter an den Novartis Hauptsitz genähert. Der Zoll schaltete sich allerdings nochmals ein und verhinderte die Übergabe der Giftmüllfässer an Novartis. Die Giftfässer, deren Inhalt bei der Elsässer Chemiemülldeponie Le Letten während Jahren unter freiem Himmel lag, wurde schliesslich beschlagnahmt. Der Giftmüll wird vom Amt für Umwelt und Energie (AuE, Basel-Stadt) einer fachgerechten Entsorgung zugeführt. Damit sind die wiederholten Beteuerungen der Basler Chemie widerlegt, dass keine akute Gefahr vom Chemiemüll aus Le Letten ausgeht. Greenpeace fordert von der Basler Chemie die Totalsanierung der wilden Chemiemülldeponien in der Region Basel. In diesem Sinne wird sie morgen an der Novartis-Generalversammlung intervenieren und Daniel Vasella an seine Verantwortung erinnern.</b>

<div>
	<p class="bodytext">Basel. Mit der Entgegennahme des Mülls ist das
Chemiemülldeponie-Problem noch lange nicht gelöst. Greenpeace
fordert von den Verursachern die Totalsanierung der wilden
Chemiemülldeponien in der Region Basel und wird an der morgigen
Novartis-GV intervenieren.</p>

<p class="bodytext">Greenpeace findet fordert folgende
Sofortmassnahmen:</p>

<ol>
<li>Das gesamte Deponiegelände in Le Letten muss umgehend mit
Sperrgittern abgesichert werden, so dass der direkte Zugang und
jegliche direkte Exposition von Mensch und Umwelt unterbunden
wird;</li>

<li>Jeglicher akut gefährdender Giftmüll und das umgebende
kontaminierte Erdreich müssen unter entsprechenden
Sicherheitsvorkehrungen vollständig entfernt und fachgerecht
entsorgt werden. Das Deponiegelände muss weiträumig und
systematisch abgesucht werden. Es ist davon auszugehen, dass noch
weiterer Giftmüll mit akutem Gefährdungspotential offen oder
halbvergraben im Wald herumliegt.</li>

<li>Novartis, Ciba und Syngenta müssen mit einer verbindlichen
Absichtserklärung mit Zeitplan die Totalsanierung in Le Letten wie
auch den anderen Deponieorten einleiten. Die Totalsanierung muss
gemäss internationalen Standards erfolgen, wobei die
Sanierungskosten gemäss Verursacherprinzip voll zu Lasten der drei
Verursacherfirmen fallen.</li>
</ol>

<p class="bodytext">Novartis & Co. haben innert wenigen Monaten
für eine Serie von Skandalen gesorgt. Nach dem untauglichen
Sanierungsprojekt für Bonfol, dem Neuwiller-Räumungsbefehl für
Roemisloch und der Trinkwassergefährdung in Muttenz ist es jetzt
der vierte Vorfall. Die vier Skandale zeigen: Novartis & Co.
arbeiten schlampig und verharmlosen die Gefahren. Greenpeace
verlangt ein Ende dieser verantwortungslosen Hinhaltetaktik und die
verursachergerechte Totalsanierung aller Chemiemülldeponien in der
Region Basel.</p>

<p class="bodytext"><strong>Kontakt:</strong></p>

<p>Greenpeace-Chemiekampagne, Matthias Wüthrich (unterwegs) +41 44
447 41 31</p>

<p>Greenpeace-Medienabteilung +41 44 447 41 11</p>
</div>
Carmen Rose Paine Tranamil, die Wortführerin der Mapuche Pehuenche, auf einer Strasse in Ercilla, wo ein paar Stunden zuvor die Konfrontationen zwischen der Polizei und den StudentInnen stattfand.
<!-- wp:paragraph -->
<p><b>Greenpeace-Aktivisten in Vollschutz-Anzügen haben bei der Elsässer Chemiemülldeponie Le Letten offen herumliegenden Giftmüll sichergestellt. Greenpeace-Analysen belegen, dass es sich um pures Gift handelt, welches für Mensch und Umwelt eine akute Gefahr darstellt. Skandalös ist dabei: Die Chemiekonzerne Novartis, Ciba und Syngenta sowie die französische Behörde DRIRE wissen seit vier Jahren von diesem unter freiem Himmel liegenden Giftmüll im Wald und nehmen in Kauf, dass sich Kinder aus der Nachbarschaft vergiften könnten. Greenpeace erwägt darum Strafanzeige einzureichen und setzt den Verantwortlichen für die Sicherung des Deponie-Geländes ein Ultimatum bis Ende Woche. Nach dem vierten Chemiemüll-Skandal innert weniger Monaten fordert Greenpeace von Novartis & Co. ein Ende ihrer Hinhaltetaktik und die sofortige Totalsanierung aller Chemie-mülldeponien in der Region Basel.(*)</b></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Hagenthal le Bas (F)/Schönenbuch (BL). </p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Mehr zum Thema (Pdf-Dokumente zum Chemiemüll-Skandal):</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:list -->
<ul><li><a href="https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2020/09/618ec7e3-2.-hintergrund-gift.pdf">Hintergrund:<br>Skandalserie von Novartis & Co. hört nicht auf: Giftmüll unter<br>freiem Himmel (download ~89kB)</a></li><li><a href="https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2020/09/8504732f-3a.-toxexperten.pdf">Beurteilung der<br>Gefährlichkeit des Chemiemülls durch unabhängige Fachleute.<br>Fundstelle «Krummer Baum» (Download ~67kB)</a></li><li><a href="https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2020/09/e07df0bc-7.-analyse-rwb.pdf">Studie zu den<br>gefundenen Substanzen (Download ~716 kB)</a></li><li><a href="https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2020/09/f66f0137-3b.-toxdaten1.pdf">Probe «Krummer<br>Baum»: Anzahl gefundene Chemikalien, höchste gefundene<br>Konzentration und Toxdaten der eindeutig identifizierten Substanzen<br>(Download ~45 kB)</a></li><li><a href="https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2020/09/fc24513d-3b.-toxdaten2.pdf">Toxdaten der<br>eindeutig Identifizierten Substanzen in der Probe «Krummer Baum»<br>(download ~54 kB)</a></li><li><a href="https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2020/09/fc8cf193-4.-giftbildantea.pdf">Novartis &<br>Co. wissen seit 2001 vom Giftmüll unter freiem Himmel und behaupten<br>trotzdem «keine Hinweise auf eine Gefährdung»! (download ~534<br>kB)</a></li><li><a href="https://www.greenpeace.ch/static/planet4-switzerland-stateless/2020/09/57c0590d-5.-karte-deponien.pdf">Lageplan:<br>Chemiemüll-Deponien im Raum Basel (download ~181 kB)</a></li></ul>
<!-- /wp:list -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Greenpeace hat bei der Elsässer Chemiemülldeponie Le Letten kaum 150 Meter von der französisch-schweizerischen Grenze entfernt offen herumliegenden Chemiemüll von Novartis, Ciba und Syngenta entdeckt. Greenpeace-Aktivisten in Vollschutz-Anzügen haben einen Teil des Giftmülls fachgerecht geborgen und sichergestellt. Andere Fundstellen hat Greenpeace mit Sperrgittern abgeriegelt. Das gesamte Deponiegelände wurde mit Absperrband und Warnschildern als Gefahrenzone gekennzeichnet. Es ist davon auszugehen, dass noch weiterer Giftmüll offen im Wald herumliegt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Labor-Analysen belegen: Es handelt sich um hochtoxischen Chemiemüll. Die gemessenen Blut- und Nervengifte sowie Krebs erregende Chemikalien wie Brom-Anilin und Nitrobenzol in extrem hohen Konzentrationen stellen eine akute Gefahr für Mensch und Umwelt dar. Der Kontakt mit diesen Chemikalien kann zu massiven Gesundheitsschäden führen. Die aggressiven Chemikalien gefährden zudem das Trinkwasser von Schönenbuch und Allschwil.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Novartis, Ciba und Syngenta wissen nachweislich seit vier Jahren von dem vor 45 Jahre abgekippten, unter freiem Himmel liegenden Giftmüll und haben nicht gehandelt. Sie nehmen damit das Risiko einer akuten Vergiftung von Mensch und Umwelt in Kauf, behaupten aber, dass es «keine Hinweise auf eine Gefährdung von Mensch, Tier und Umwelt sowie des Trinkwassers» gäbe. Auch die französische Behörde DRIRE hat jahrelang geschlafen und die verharmlosenden Erklärungen der Chemie kritiklos akzeptiert.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Situation beim Letten erscheint klar rechtswidrig. Greenpeace erwägt deshalb Strafanzeige einzureichen. Bis Ende Woche muss das Deponiegelände abgesichert, jeglicher akut gefährdender Giftmüll fachgerecht entsorgt und die Totalsanierung eingeleitet werden.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Matthias Wüthrich, Chemie-Experte von Greenpeace, meint: «Novartis & Co haben innert wenigen Monaten für eine Serie von Skandalen gesorgt. Nach dem untauglichen Sanierungsprojekt für Bonfol, dem Neuwiller-Räumungsbefehl für Roemisloch und der Trinkwassergefährdung in Muttenz ist es jetzt der vierte Vorfall. Die vier Skandale zeigen: Novartis & Co. arbeiten schlampig und verharmlosen die Gefahren. Greenpeace verlangt ein Ende dieser verantwortungslosen Hinhaltetaktik und die sofortige Totalsanierung aller Chemiemülldeponien in der Region Basel.»</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>* Gemeinsame Medienmitteilung von Greenpeace Schweiz und Greenpeace Frankreich</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Kontakt:</strong><br>Greenpeace-Chemiekampagne, Matthias Wüthrich (vor Ort)<br>01 / 447 41 31<br>Greenpeace-Medienabteilung 01 / 447 41 11</p>
<!-- /wp:paragraph -->

Pablo E. Piovano (1981) ist in Argentinien aufgewachsen. Er arbeitet in Buenos Aires als unabhängiger Fotograf und interessiert sich vor allem für soziale und ökologische Themen. 2017 publizierte er das Buch «The Human Cost of Agrotoxins» mit Fotografien vom menschlichen Leid, das in Argentinien durch Agrochemikalien verursacht wird.