Die breite Allianz «Nein zu neuen AKW», der auch Greenpeace Schweiz angehört, hat heute 131’793 Unterschriften gegen die Rückkehr zu Atomenergie eingereicht. Die zahlreichen Unterschriften zeigen den grossen Rückhalt für das Anliegen – das motiviert für die anstehende Abstimmungskampagne. Neue Atomkraftwerke würden die Steuerzahlenden Milliarden kosten und die Schweiz noch abhängiger von Uranimporten machen – insbesondere aus Russland. Nach den Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl steht fest: Ein atomares Comeback würde die dicht besiedelte Schweiz unverantwortbaren Risiken aussetzen.

In nur drei Monaten wurden 131’793 Unterschriften gesammelt. Hunderte Freiwillige haben sich in der ganzen Schweiz engagiert, um dieses Referendum zum Erfolg zu führen – dafür sprechen wir allen ein riesiges Dankeschön aus! Die Zahl der eingereichten Unterschriften übertrifft sogar das Ergebnis der Atomlobby-Initiative, deren kostspielige Sammelaktion überhaupt erst den Weg für das Gesetz als Gegenentwurf geebnet hatte.

Eine Rückkehr zur Atomkraft ist riskant und unverantwortlich

Die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben sich tief ins Gedächtnis eingebrannt. In einem dicht besiedelten Land wie der Schweiz hätte ein schwerer Atomunfall verheerende Folgen für Mensch und Umwelt. Wer neue AKW bauen will, nimmt eine Vervielfachung dieses Risikos in Kauf.

Zu dieser Gefahr kommt ein ungelöstes Problem: Radioaktiver Müll muss über eine Million Jahre lang absolut sicher gelagert werden. Bis heute gibt es weltweit kein einziges Endlager, das sich dauerhaft bewährt hat. Auch in der Schweiz sind beim geplanten Tiefenlager noch zahlreiche Fragen offen. Klar ist jedoch schon jetzt: Dieses Lager reicht für den Atommüll neuer Atomkraftwerke nicht aus. Es bräuchte eine völlig neue Lösung – verbunden mit enormen Unwägbarkeiten und astronomischen Kosten. Eine hochgiftige Altlast für kommende Generationen.

Neue AKW bringen Abhängigkeit und Milliardenkosten für Steuerzahlende

Atomkraftwerke benötigen Uran als Brennstoff. Dieses muss vollumfänglich importiert werden – vor allem aus autokratischen Staaten wie Russland. Der Bau neuer AKW würde die Schweiz also noch erpressbarer und abhängiger vom Ausland machen.

Hinzu kommen gigantische finanzielle Risiken: Ein einziges neues AKW schlägt mit bis zu 43 Milliarden Franken zu Buche. Wie diese Summen finanziert werden sollen, lässt der Bundesrat völlig offen. Am Ende droht die Rechnung bei der Bevölkerung zu landen – in Form von höheren Steuern und steigenden Strompreisen.

Ein notwendiges Referendum für die Energiewende

Die Schweiz deckt ihren Energiebedarf immer stärker durch einheimische Sonnen-, Wind- und Wasserkraft. Dennoch hat das Parlament die Revision des Kernenergiegesetzes auf Druck des Bundesrates abgesegnet. Die Allianz «Nein zu neuen AKW» ergreift deshalb das Referendum, um der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, diesen Fehlentscheid an der Urne zu korrigieren.

Engagiere dich im Abstimmungskampf

Hilf mit, damit sich die Schweizer Stimmbevölkerung gegen neue AKW ausspricht.